Von: lup
Brixen – Die Wohnungsnot in Brixen bleibt ein zentrales Thema. Laut einer Aussendung der Süd-Tiroler Freiheit bestätigen die Antworten der Stadtregierung auf mehrere Anfragen das Ausmaß der Problematik.
Demnach stehen im Gemeindegebiet rund 540 Wohnungen leer. Hinzu kommen mehr als 300 Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen. Nach Ansicht der STF fehlen damit insgesamt über 800 Wohnungen dem regulären Wohnungsmarkt. Gleichzeitig seien zwischen 2016 und 2025 insgesamt 1.429 zusätzliche Gästebetten geschaffen worden. Die STF sieht darin einen Faktor für steigende Immobilien- und Mietpreise. Kritisiert wird zudem, dass die Gemeinde trotz der Einführung der sogenannten SuperGIS keine Verringerung der Leerstände verzeichnet habe. Laut den vorliegenden Antworten seien die Zahlen unverändert geblieben.
Die STF verweist darauf, dass die Gemeinde durch die SuperGIS jährlich zusätzliche Einnahmen von rund 950.000 Euro erzielt. Diese Mittel würden jedoch in den allgemeinen Haushalt fließen und nicht zweckgebunden für die Schaffung von leistbarem Wohnraum verwendet.
„Wenn hunderte Wohnungen leer stehen oder nur zeitweise genutzt werden, während junge Brixnerinnen und Brixner keine Wohnung mehr finden, dann läuft politisch etwas grundlegend falsch“, erklärt Gemeinderat Stefan Unterberger. Auch Ortsgruppensprecher Konrad Unterfrauner warnt vor Auswirkungen auf die Lebensqualität durch zunehmenden Verkehr und eine stärkere Belastung der Infrastruktur.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert unter anderem eine Zweckbindung der SuperGIS-Einnahmen für den Wohnbau, strengere Maßnahmen gegen dauerhaften Leerstand, mehr Transparenz bei Zweitwohnsitzen sowie eine Wohnpolitik mit stärkerem Fokus auf die einheimische Bevölkerung.




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