Von: mk
Leifers – Die Carabinieri von Leifers haben eine aufwendige Ermittlung erfolgreich abgeschlossen und zwei mutmaßliche Betrüger im Alter von 34 und 41 Jahren identifiziert. Den Männern aus Latium und Apulien wird vorgeworfen, einen 70-jährigen Rentner aus Leifers mit einem Trick um sein Erspartes gebracht zu haben. Die Ermittlungen kamen ins Rollen, nachdem das Opfer am 6. März Anzeige erstattet hatte, da ihm Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines Telefonats gekommen waren.
Zunächst hatten die mutmaßlichen Täter den Mann am Telefon kontaktiert und sich als Mitarbeiter einer bekannten Bank ausgegeben. Anschließend wurde der Rentner ein weiteres Mal angerufen, wobei am Display eine Nummer erschien, die scheinbar dem Landeskommando der Carabinieri in Bozen entsprach. In der Fachsprache wird diese Art von technischer Manipulation als „Spoofing“ bezeichnet.
Einer der Betrüger stellte sich als vermeintlicher Offizier der Carabinieri am anderen Ende der Leitung vor und überzeugte den verunsicherten Rentner davon, sich zu seiner Bank zu begeben und eine Überweisung in Höhe von 29.800 Euro auf ein fremdes Konto zu tätigen. Der Betrüger, der sich auf geschickte Überredungskünste verstand, erklärte dem 70-Jährigen, seine Ersparnisse auf seinem Konto seien aufgrund von Betrugsgefahr nicht sicher, die in Wahrheit nicht gegeben war.
Kaum war das Geld eingegangen, zerstückelten die Täter die Summe und transferierten sie auf verschiedene Konten im In- und Ausland, um die Spur zu verwischen.
Trotz der Verschleierungstaktik gelang es den Ermittlern in Leifers durch technische Analysen, den Fluss des Geldes zu rekonstruieren und die mutmaßlichen Drahtzieher ausfindig zu machen. Die Verdächtigen wurden bei der Staatsanwaltschaft in Bozen angezeigt.
Gleichzeitig mahnen die Ordnungshüter zur Vorsicht. Wie Carabinieri der Kompanie Neumarkt mitteilen, fordern weder Banken noch Sicherheitskräfte jemals telefonisch zu Überweisungen oder dringenden Kontobewegungen auf.
Im Verdachtsfall raten die Carabinieri dazu, das Gespräch sofort zu beenden und die offizielle Notrufnummer 112 oder das eigene Kreditinstitut über ein Mobiltelefon zurückzurufen. Das Festnetztelefon, auf dem der verdächtige Anruf einging, sollte ausdrücklich gemieden werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, persönlich die Bank oder ein Polizeibüro aufzusuchen.




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