Hauptverfahren gegen junge Männer gestartet

Bleibende Schäden: Nachtbus-Fahrer am Auge verletzt

Mittwoch, 18. Januar 2023 | 10:37 Uhr

Bozen – Seit Dezember 2019 wartet ein 55-jähriger Busfahrer eines Nacht-Shuttles auf Gerechtigkeit. Nun – mehr als drei Jahre nach einem besonders schwerwiegenden Fall der Gewalt im Raum Brixen – scheint es langsam konkret zu werden. Gegen zwei junge Männer hat vor Richter Walter Pelino am Dienstag das Hauptverfahren begonnen. Sie werden der schweren Körperverletzung beschuldigt.

Sie sollen gemeinsam mit zwei weiteren jungen Männern am 1. Dezember 2019 den Busfahrer beleidigt und schließlich mit einem Fausthieb niedergestreckt haben. Zu dem Vorfall kam es mitten in der Nacht. Die Gruppe wartete auf das Nacht-Shuttle. Weil sie sich aber auffällig benommen haben sollen, betrunken waren und jeweils Flaschen mit Superalkohol mit sich führten, verweigerte der Busfahrer ihnen den Zustieg.

Das wollten die Männer jedoch nicht akzeptierten und versetzten der Tür Fußtritte. Der 55-jährige Fahrer stieg daraufhin aus und stellte die Männer zur Rede. Sie sollten ihr Verhalten überdenken, ansonsten sehe er sich gezwungen, die Ordnungshüter zu verständigen, sagte er ihnen. Zu einer Beruhigung der Lage trug das nicht bei. Im Gegenteil: Der Busfahrer soll daraufhin beschimpft worden sein. Plötzlich holte einer der betrunkenen Männer aus und schlug den Fahrer ins Gesicht.

Der Hieb traf ihn in der rechten Gesichtshälfte, wie die Zeitung Alto Adige berichtet. Dabei wurde vor allem das Auge in Mitleidenschaft gezogen. Noch in der Nacht musste der 55-Jährige im Krankenhaus operiert werden. Er beklagt bleibende Schäden.

Zwei der jungen Männer im Alter von 22 und 23 Jahren konnten im Zuge der Ermittlungen ausgeforscht werden. Sie wurden auch vom Busfahrer als seine Angreifer identifiziert. Er lässt sich als Nebenkläger in das Hauptverfahren ein.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

7 Kommentare auf "Bleibende Schäden: Nachtbus-Fahrer am Auge verletzt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Rationalist
Rationalist
Grünschnabel
13 Tage 5 h

Bei einem ähnlichem Fall hat bei einer Schlägerei unter zwei Einheimischen einer fatale Schäden am Auge davongetragen und der Täter muss jetzt Jahrelang arbeiten um eine sechsstellige Schadensersatzsumme an das Opfer zu bezahlen. Wenn bei diesem Fall nicht ein ähnliches Urteil fällt und die Täter ausreichend bestraft werden ist unserem Rechtssystem nicht mehr zu helfen

Deshalb
Deshalb
Grünschnabel
13 Tage 3 h

Einh. + arbeiten, also ist etwas zu holen. Deine Befürchtungen haben gute Chancen wahr zu werden und nach nun 3 Jahren passiert nicht mehr viel…

Oma
Oma
Superredner
13 Tage 5 h

Und bitte den strafrahmen ausschöpfen.

Calimero
Calimero
Universalgelehrter
13 Tage 5 h

Nur drei Jahre sind seit dem Vorfall vergangenen, die italienische Gerichtsbarkeit hat sich ja schnell um den Fall gekümmert, Top.

Brixbrix
Brixbrix
Superredner
13 Tage 1 h

die Namen von de Schläger kearn ah veröffentlicht , jeder soll wissn , wos de für an ….. augfiahrt hobm

Olm weiter
Olm weiter
Tratscher
13 Tage 1 h

Hoffentlich richtig hart bestraft!!! Die saublöde Ausrede: jo woasch wor besofn… zählt nicht!!!! Früher hots koasn wens saufn et hebsch mussch’s lossn.

Waiby
Waiby
Tratscher
12 Tage 22 h

Südtirol ist überhaupt nicht mehr sicher nicht Mal die Männer sind mehr sicher wegen solchen rotzlöffel

wpDiscuz