Gastbetriebe wollen weiterhin in größtmöglicher Sicherheit arbeiten

Coronavirus: Tourismus startet zweite Testreihe

Dienstag, 15. September 2020 | 16:51 Uhr

Bozen – Die touristische Sommersaison ist in Südtirol in punkto Coronavirus ohne größere Probleme über die Bühne gegangen – nicht zuletzt dank der großen Anstrengungen von Landesverwaltung, Sanitätsbetrieb und Tourismuswirtschaft, die Mitarbeitenden, die Gäste und die Bevölkerung zu schützen.

Neue dreiwöchige Covid-19-Testphase startet

Nun steigen die Infektionen in ganz Europa wieder an. Die kühle Jahreszeit, in der es schwieriger sein wird, Covid-19 einzudämmen, steht vor der Tür. Aus diesem Grund startet die Tourismusbranche nach der ersten Testserie im Juli ab morgen die zweite Phase der Initiative “Südtirol testet”. Getestet werden drei Wochen lang wieder Betriebsinhaber, mitarbeitende Familienmitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beherbergungsbetriebe sowie der Schank- und Speisebetriebe und der Tourismusorganisationen im ganzen Land. Dieses Mal werden neue Antigen-Schnelltests genutzt. Damit können akute Infektionen sofort nachgewiesen werden.

7700 Anmeldungen liegen bereits vor

“Die Tourismusbranche, in der viele Mitarbeitende und natürlich Urlauber aus anderen Regionen Italiens und anderen Staaten kommen, ist sich ihrer großen Verantwortung bewusst. Indem die Testreihe mit Beginn der Herbstsaison weitergeführt wird, schaffen wir zusätzliche Sicherheit für Tourismustreibende, Beschäftigte und Gäste, die in Südtirol ihren Urlaub verbringen”, sagt Südtirols Tourismuslandesrat. Die Tests sind laut Landesrat eine sinnvolle Ergänzung der vielen weiteren Sicherheitsmaßnahmen in den Hotel- und Beherbergungsbetrieben, die nach wie vor eingehalten werden. 7700 Anmeldungen gebe es bereits für die Tests, die in Zusammenarbeit der Partner im Tourismus mit dem Land Südtirol und dem Landesrettungsverein Weißes Kreuz durchgeführt werden. Die Anmeldezahlen seien gegenüber Phase I der Testreihe geringer, weil viele Gastbetriebe in höher gelegenen Gebieten nach der Sommersaison ihre Tore schließen, erklärt der Landesrat.

Neue Antigen-Schnelltests für Arbeitende im Tourismus

Da sich die Testmethoden seit der ersten Testrunde enorm weiterentwickelt haben, wird nun ein neuer Antigen-Test mittels Nasenabstrich verwendet. Bereits nach spätestens 30 Minuten wissen die Getesteten, ob sie mit Covid-19 infiziert sind oder nicht. “Infizierte Personen können auf diese Weise mit hoher Zuverlässigkeit sofort identifiziert und in der Folge isoliert werden. Eine Verbreitung des Virus kann somit stark eingeschränkt und neue Infektionsherde können vermieden werden”, erklärt der Gesundheitslandesrat. “Corona ist weiterhin unter uns, das wird sich in den nächsten Monaten nicht ändern. Umfangreiches und wiederholtes Testen wird uns dabei helfen, die Infektion unter Kontrolle zu halten und so unseren Alltag in relativer Sicherheit weiterführen zu können, in dem Bewusstsein: So, wie wir uns bisher verhalten haben, war es richtig, und an diesen Regeln – Abstand, Handhygiene, Mund-Nasen-Bedeckung – müssen wir festhalten. Denn der beste Schutz vor dem Virus ist letztendlich das eigene Verhalten.”

Zusammenarbeit verschiedener Partner

Getestet wird an sieben Orten in Südtirol, und zwar von mobilen Teams des Weißen Kreuzes Südtirol, wobei die örtlichen Tourismusvereine helfen. Die Tests sind für die Testpersonen kostenlos und werden vom Südtiroler Sanitätsbetrieb finanziert, der auch die Supervision übernimmt. Partner für die zweite Testreihe sind wie bisher neben dem Land Südtirol und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb der Landesrettungsverein Weißes Kreuz, der Hoteliers- und Gastwirteverband HGV, der Landesverband der Tourismusorganisationen LTS und die Tourismusvereine sowie der Wirtschaftsdienstleister IDM Südtirol, der die Aktion koordiniert.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "Coronavirus: Tourismus startet zweite Testreihe"


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Norbi
Norbi
Universalgelehrter
15 Tage 21 h

Darf ich mir eine Bemerkung erlauben, es heißt vom Sanitätsbetrieb finanziert. Klar klingt besser als wenn geschrieben würde vom Land. Aber wer finanziert den Sanitätsbetrieb. Die Tourismusbranche wäre auch Land nur der einzelne Hotelier wäre privat. Bitte liebe Politiker hört auf das Volk zu ver…..en 

Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
15 Tage 21 h

“… sind kostenlos und werden vom Sanitätsbetrieb finanziert…” Wie schön man “öffentliche Steuergelder” anders definieren kann! 😉

marher
marher
Universalgelehrter
15 Tage 22 h

Die Tests sind nur Butter für die Fische. Alles nur eine teure Werbung um zu zeigen dass wir vor dem Törggelen Covidclean sind.

Techno Guy
Techno Guy
Grünschnabel
15 Tage 21 h

Überflüssig und sinnlos!

geforce
geforce
Tratscher
15 Tage 21 h

Und i zohl…

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
15 Tage 21 h

Und wieviele machen im VERGLEICH zur ersten testreihe mit?? Nicht mal die Hälfte, die betriebe werden gebettelt dass sich jemand anmeldet, das interessiert keinen, und nicht behaupten, die betriebe wollen weiterhin sicher arbeiten. Ich persönlich hätte das erste Mal schon nicht mitgemacht

flakka
flakka
Tratscher
15 Tage 18 h

und wenn a betrieb mitgemocht hot, nor hot jeder einzelne decht no gekennt selber entscheiden, ob er geht oder net.
i wor beim ersten und glab. dassi beim nägsten a nimmr gea..net aus ongst, dass eps war…..mehr weils so a sinnloser schofkas isch..des geteste!!
sein so unzuverlässig…

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
15 Tage 21 h

I loss mi lei testn wenn i epes gspür, husten, fieber

PeterPloner
PeterPloner
Grünschnabel
15 Tage 19 h

starten über alles; entschuldigen sie vielmals, eine Frage: gibt es auch noch etwas was nicht startet? Stehen und fallen unsere Sprachkenntnisse mit dem Wörtchen -starten? –

Opa1950
Opa1950
Grünschnabel
15 Tage 8 h

7700 Voranmeldungen, jetzt wird Herr Pinzger und seine von ihm vertretene Gastwirte und Hoteliere wohl endlich aufhören zu lärmen.

Gudrun
Gudrun
Superredner
15 Tage 6 h

Pinzger und & bekommen den Hals nicht voll genug; und immer schön Steuergeld beantragen —-

Zenz
Zenz
Grünschnabel
15 Tage 10 h

…ist eine Verkäuferin oder der Busfahrer oder die Gemeindeangestellte usw. weniger Wert als die Angestellten im Tourismus oder den Erntehelfern??? Auch wenn es sicherlich gut und Vernünftig ist im Tourismus vorzubeugen so muss man sich doch die Frage stellen was ist mit all den anderen die bis heute immer gearbeitet haben, ihren Beitrag im privaten und öffentlichen Dienst für eine Grundversorgung geleistet haben und bis heute noch keine Möglichkeit bekamen einen Test zu machen??? Wenn diese Tests mit Steuergeldern bezahlt werden dann für “alle” und nicht nur für einzelne Bereiche…

Guennl
Guennl
Tratscher
15 Tage 9 h

Der Sanitätsbetrieb finanziert sich aus Steuermitteln. Erwirtschaftet von Unternehmern.

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