Leiterinnen und Leiter im Landeskrankenhauses Bozen vorgestellt

Die neuen Primare

Mittwoch, 23. Juni 2021 | 16:12 Uhr

Bozen – Im Rahmen einer Pressekonferenz und im Beisein von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann, Generaldirektor Forian Zerzer sowie Bezirksdirektor Umberto Tait wurden die drei neuen Primarärztinnen und fünf neue Primarärzte des Landeskrankenhauses Bozen der Öffentlichkeit präsentiert.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann freute sich die acht Primare offiziell begrüßen zu dürfen: “Expertinnen und Experten, wie wir sie heute vorstellen dürfen, für das Krankenhaus zu gewinnen, heißt immer auch das hochwertige Leistungsangebot unseres Landeskrankenhauses zu erhalten und weiter auszubauen.”

Generaldirektor Florian Zerzer: „Es freut mich wirklich sehr, dass wir es trotz der herrschenden Pandemie und der damit einhergehenden großen Arbeitsbelastung für alle gelungen ist, diese Primarstellen nachzubesetzen. Denn: Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die Führungspositionen nicht vakant bleiben, sondern mit fähigen und zuverlässigen Personen besetzt sind.“

Bezirksdirektor Umberto Tait: „Für die Leitung einer Abteilung des Landeskrankenhauses Bozen ausgewählt zu werden – darauf kann jeder Arzt und jede Ärztin stolz sein. Und es ist ein wichtiges Ziel für die gegenwärtige und zukünftige Karriere. Ich wünsche allen nun ernannten Primarärztinnen und -ärzten, dass sie die Ziele, die sie sich vorgenommen haben, erreichen werden.“

Arrigo Baldo, Physische Rehabilitation; Geburtsort: Trient; Jahrgang: 1963; Studium: Medizin und Chirurgie an der Universität von Padua, 1995;
Arrigo Baldo hat seine Facharztausbildung in der physikalischen Medizin und Rehabilitation an der Universität von Padua im Jahre 1999 abgeschlossen. Sein zukünftiges Zielvorhaben als Primar der Rehabilitation des Gesundheitsbezirkes Bozen sieht er darin, sein derzeitiges Ärzteteam durch zusätzliche rehabilitative Kompetenzen in den Bereichen Diagnose, Prognose und Behandlung zu stärken. Auch möchte er die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der physischen Rehabilitation und mit den anderen medizinischen und chirurgischen Fachbereichen intensivieren. Demnächst erfolgt nun auch die Wiedereröffnung – nach dem Pandemienotstand – des Rehabilitationsdienstes des Landeskrankenhauses. Seit vielen Jahren unterrichtet Baldo auch an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe. Der neuernannte Primar lebt in Salurn und hält sich durch Wanderungen in den Bergen und mit dem Fahrrad fit.

Lucio Bonazza, Pneumologie und pneumologische Funktionsproben;
Geburtsort: Bozen; Jahrgang: 1956; Studium: Medizin und Chirurgie an der Universität von Verona, 1987;
Lucio Bonazza hat seine Facharztausbildung im Fach Physiologie und Erkrankungen der Atemwege im Juli 1991 mit Auszeichnung absolviert. Nachdem Bonazza in Rom und in Essen (Deutschland) wichtige Berufserfahrungen im Bereich der Behandlung von Brustkrebspatienten und in der Thorax-Endoskopie sammeln konnte, begann seine Laufbahn im Südtiroler Sanitätsbetriebe bereits im Jahre 1991 als Assistenzarzt in der Abteilung Pneumologie. Seine mittelfristigen Ziele sieht der neuernannte Primar im Ausbau der Facharztausbildung auf der Abteilung sowie im strukturellen und technologischen Ausbau der Thorax-Endoskopie.
Derzeit arbeiten vier Ärzte in Ausbildung zum Facharzt an der Abteilung Pneumologie, sowohl dem österreichischen als auch dem italienischen Model zur Facharztausbildung folgend.
Die Thorax-Endoskopie ist eine grundlegende Tätigkeit für die Abteilung Pneumologie des Landeskrankenhauses und für den gesamten Südtiroler Sanitätsbetrieb und hat für bei einigen Untersuchungsarten regionale Bedeutung.

Michele Comberlato, Gastroenterologie, Physiopathologie und Endoskopie des Verdauungstraktes; Geburtsort: Bozen; Jahrgang: 1957
Studium: Medizin und Chirurgie an der Universität von Padua, 1983;
Michele Comberlato, hat seine Facharztausbildung in Gastroenterologie und Endoskopie des Verdauungstraktes im Juli 1987 an der Universität von Verona erlangt – nach seiner Tätigkeit als Militärarzt in Bozen. Anschließend war Comberlato in der Fachambulanz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen an der Abteilung Gastroenterologie des Gesundheitsbezirkes Bozen tätig.
Die Ziele, die sich der neue Primar gesetzt hat, sind unter anderem der Ausbau eines betrieblichen Netzwerkes, das eine leitende Rolle einnehmen soll – besonders in Anbetracht der hohen Anzahl und Komplexität der zu behandelnden Fälle im Landeskrankenhaus. Die multidisziplinäre Ausrichtung in der Behandlung von Patienten mit gastroenterologischen Erkrankungen ist ein weiteres Ziel. Darüber hinaus möchte Comberlato das Ausbildungsangebot im Fachbereich der Gastroenterologie in Zusammenarbeit mit den wichtigsten universitären Einrichtungen fortführen und weiter ausbauen sowie neue Technologien nach internationalen Qualitätsstandards implementieren.

Federica Ferro, Radiodiagnostik; Geburtsort: Feltre (BL); Jahrgang: 1974; Studium: Medizin und Chirurgie an der Universität von Padua, 2000;
Federica Ferro hat ihre Facharztausbildung in Radiodiagnostik an der Universität von Padua im Dezember 2004 abgeschlossen und bereits im Februar 2005 ihren Dienst beim Südtiroler Sanitätsbetrieb aufgenommen. Während ihrer Ausbildung zur Fachärztin hat Ferro an experimentellen Forschungen zur Verwendung von biologischen Medikamenten in der Behandlung der rheumatischen Arthritis mitgewirkt. Dank Prof. Miotto hat sie ihre Leidenschaft für die Radiodiagnostik entdeckt. Nach ihrer Einstellung im Landeskrankenhaus Bozen, noch unter der Leitung von Giorgio Bonatti, konnte Ferro sich hauptsächlich der Computertomographie (CT) widmen. So erweiterte sie ihre Fähigkeiten im Bereich der interventionellen Radiologie und ihre aktive Teilnahme an multidisziplinären Diskussionen, speziell im Bereich der Hepatologie, haben dazu beigetragen. Die Aufgabe als Primaria sieht Ferro als neue Herausforderung. Sie kann bereits auf ein gut eingespieltes Team von motivierten und erstklassigen Radiologinnen und Radiologen zählen, die gemeinsam festgelegten Ziele und Visionen verwirklichen. Als neuernannte Primaria des Dienstes und in Anbetracht der baldigen Umsiedelung in den neuen Klinikteil konnten bereits Geräte für die Radiodiagnostik angekauft werden. Ferro ist zuversichtlich, damit das Leistungsspektrum des radiologischen Dienstes erweitern zu können und hochspezialisierte Untersuchungen anbieten zu können. Ferro zählt auch auf eine Umstrukturierung und Neuorganisation des Angebotes der symptomatischen Mammographien des Gesundheitsbezirkes und der damit einhergehenden stärkeren Zusammenarbeit mit den restlichen Krankenhäusern des Landes.

Antonio Frena, Leiter der Allgemeinen und Pädiatrischen Chirurgie; Geburtsort: Rom; Jahrgang: 1962; Studium: Medizin und Chirurgie an der Katholischen Universität in Rom, 1987;
Antonio Frena ist gebürtiger Ladiner und hat seine Spezialisierung im Fach Allgemeinchirurgie in Bologna absolviert. In Paris (Frankreich) erlangt er die Spezialisierung im Fach onkologische Hepato-Pankreato-Biliäre Chirurgie (onkologische Leber-, Galle- und Pankreaschirurgie) und in Modena promovierte Frena zum Thema Biologie der Tumore des Verdauungssystems.
Sein Tätigkeitsbereich in Klinik und Forschung betraf anfangs Lebertransplantationen, später widmete sich Frena dem Gebiet der Krebschirurgie von Leber, Gallenweg und Bauchspeicheldrüse. Teile seiner Spezialisierung erfolgten im europäischen und internationalen Ausland, etwa in Mannheim (D), in Los Angeles an der UCLA (USA) und in Paris (F). In Bozen war Frena seit 1994 für den Aufbau der einfachen Struktur für Leberchirurgie und Chirurgie der Gallenwege verantwortlich. Frenas wissenschaftliche Tätigkeit umfasst 275 Publikationen und die Teilnahme an verschiedenen nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Antonio Frena ist auch Mitglied des Editorial Board verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriften. Bisher hat der Primar in seiner Laufbahn rund 4.000 chirurgische Eingriffe vorgenommen.

Peter Marschang, Abteilung Innere Medizin; Geburtsort: Innsbruck (A); Jahrgang: 1965; Studium: Humanmedizin an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck, 1990;
Peter Marschang leitet, mit über 100 Betten und 40 Medizinern, die derzeit größte Abteilung des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Sein Motto lautet: „Innere Medizin mit Herz“ – eine Innere Medizin, welche den Patienten in seiner Gesamtheit versteht und jedem Patienten eine medizinisch hochwertige, aber gleichzeitig auch mitfühlende, an den Grundsätzen des Humanismus orientierte Betreuung bietet. Eine der größten Herausforderungen – nicht nur für die Abteilung Innere Medizin, sondern für den gesamten Sanitätsbetrieb – besteht darin, die hochwertige Patientenversorgung nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in Zukunft sicherzustellen. Dazu wird erstklassiges, hochmotiviertes Personal benötigt, was eine exzellente Ausbildung von medizinischen Fachkräften voraussetzt. Marschang war maßgeblich an der Wiederaufnahme der Facharztausbildung nach dem österreichischen Model in Südtirol beteiligt. Derzeit arbeiten sechs Ärzte und Ärztinnen in Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin an der Abteilung und zusätzlich ist der Primar auch aktiv an der Ausbildung der Ärzte für Allgemeinmedizin und Studenten beteiligt. In seiner Freizeit experimentiert der Primar gerne – wie im Forschungslabor – mit Kuchen- und Tortenrezepten, mittlerweile mit tatkräftiger Unterstützung seiner beiden Töchter.

Elisabetta Pagani, Labor für Mikrobiologie und Virologie; Geburtsort: Bozen; Jahrgang: 1969; Studium: Biologie an der Universität von Mailand, 1995;
Elisabetta Pagani konnte nach ihrem Doktorat in Biologie und der Spezialisierung in Mikrobiologie und Virologie an der Universität von Mailand, auch Erfahrung im Bereich der virologisch-molekularen Forschung sammeln. Seit Mai 2002 leitete Pagani die komplexe Struktur für Mikrobiologie und Virologie des Südtiroler Sanitätsbetriebes, die sie nun als neuernannte Primaria weiterführen wird. Ihre Zielsetzungen sind weiterhin die kontinuierliche technologische Aktualisierung der verwendeten diagnostischen Systeme, die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Beibehaltung sowie die Erneuerung der Akkreditierungen in Bezug auf das Qualitätssystem. Ein weiterer Schwerpunkt der Neo-Primaria wird – nach der Pandemie-Erfahrung – die Implementierung und Beibehaltung eines mikrobiologisch-virologischen Überwachungssystems sowie die Verstärkung der Aktivitäten im mikrobiologisch-virologischen Bereich sein.

Cinzia Vecchiato, betrieblicher Dienst für Immunhämatologie und Bluttransfusion; Geburtsort: Venedig; Jahrgang: 1962; Studium: Medizin und Chirurgie an der Universität von Padua, 1988;
Cinzia Vecchiato hat ihre Facharztausbildung in Allergologie und klinische Immunologie an der Universität von Padua abgeschlossen und ihre berufliche Laufbahn im Südtiroler Sanitätsbetrieb im Jahre 1998 begonnen. Zu ihren Zielen zählen unter anderem die Konsolidierung der Selbstversorgung mit Blutkomponenten und aus Plasma gewonnenen Arzneimitteln, die Verbesserung der Plasmasammlung entsprechend den nationalen Zielen, die Gewährleistung der Transfusionssicherheit sowie Vervollständigung der Computerisierung. Für Vecchiato ist es sehr wichtig, mit dem Schritt der Zeit mithalten zu können und so möchte sie auch neue Technologien für das Labor für Immungenetik einführen, um das national und internationale anerkannte Spitzenniveau zu halten. Weiters ist ihr Plan Die Anpassung der SIT und des Apherese-Sektors an die regulatorischen Anforderungen, um die Akkreditierung für die Gentherapie von Hämatologie-Patienten zu ermöglichen, ist ein weiteres Ziel. Die neuernannte Primaria möchte außerdem die Zusammenarbeit mit freiwilligen Verbänden verstärken, um die Spende sowohl von Blut als auch von Stammzellen zu fördern und eine bessere Therapie für Patienten gewährleisten zu können.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Die neuen Primare"


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meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
1 Monat 8 Tage

Und wie sieht es mit deutsch sprechen aus ? Wurde im KH Bozen enttäuscht.

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Hast du mit einem von denen zu tun gehabt?
Ich kenne einige der hier genannten persönlich und glaube mir, die sprechen wahrscheinlich besser Deutsch als so mancher Südtiroler!!!

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Träum weiter

Bella Bionda
Bella Bionda
Superredner
1 Monat 7 Tage

@nuisnix

Na prima, mir wurde ein Superspezialist im KH Bozen empfohlen. Habe trotz Privatversicherung 3 Monate auf den Termin gewartet und dann wurde er 2 Wochen vorher abgesagt, weil er an diesem Tag plötzlich keine Zeit hat und ich wieder 2 Monate warten sollte. le.. mi.. ich hab in München angerufen und hätte sofort kommen können. Gehts noch. Ich fahr jetzt München und dieser Superspezialist hört noch von mir. Denn wenn ich etwas gelernt habe im Leben, dann, das immer jemand über einem steht, der das sagen hat.

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Die verdienen viel zu viel. Ein Viertel wäre genug.

sepp2
sepp2
Superredner
1 Monat 7 Tage

Es gibt beim Land genügend Amtsdirektoren und Präsidenten die tun gar nichts und bekommen sehr viel Geld. bei der Gesundheit darf nicht gespart werden. Lieber ein paar sinnlose landesbauten weniger

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
1 Monat 7 Tage

das vierfache wäre angemessen, will man international interessant sein

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 8 Tage

Die meisten wurden schon Sept. / Okt. 2020 als Primare bestätigt.
Geändert hat sich in den Abteilungen nicht viel, waren ja vorher schon dort. Die gehaltsklasse hat sich bei einigen geändert.
Warum sie erst heute mit der Nachricht kommen ?

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
1 Monat 7 Tage

um davon abzulenken, dass das Bozner Krankenhaus, das über 40% der Südtiroler versorgt, das Stiefkind der SVP ist

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
1 Monat 7 Tage

alles Primare, die seid ewigkeiten in bozen arbeiten. Südtirol ist einfach nicht attraktiv!

Bachlarzoettl
1 Monat 7 Tage

Macht mich nachdenklich und skeptisch neue Primare in dieser schwierigen Zeit?
Pensionierungen oder zu wortlaut?

Bella Bionda
Bella Bionda
Superredner
1 Monat 7 Tage

@Bachlarz…

…oder sie ersetzen nicht Geimpfte.
Von Rom kamen ja auch anscheinend ein Schwung Hebammen und Pfleger als Ersatz für nicht Geimpfte

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