Schneefälle bis ins Tal

Feuerwehren am Limit: Lage in Südtirol bleibt angespannt

Sonntag, 17. November 2019 | 09:06 Uhr

Bozen – Das Wetter kennt derzeit kein Erbarmen: Die dicht aneinandergedrängten Tiefs der vergangenen Tage brachten außergewöhnlich viel Niederschlag in sehr kurzer Zeit.

Die Folgen waren Stromausfälle durch beschädigte Leitungen, verlegte Straßen durch umgeknickte Bäume, Lawinen- und Murenabgänge.

Keine Pause für die Wehrleute

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren im Land arbeiten derzeit am Limit. Seit Mittwoch sind einige Wehren bereits im Dauereinsatz. Auch in der vergangenen Nacht mussten sie wieder ausrücken, um Straßen von umgestürzten Bäumen, Erdrutschen oder Muren freizuräumen. Erdrutsche gab es bei Klausen und St. Pauls. Die Straße nach St. Andrä musste gesperrt werden.

Wir sind nämlich wieder mittendrin im nächsten Mittelmeertief. Seit den Nachtstunden regnet und schneit es wieder verbreitet, zum Teil begleitet von Blitz und Donner. Bis in den Nachmittag hinein sind große Niederschlagsmengen zu erwarten.

L'opera umana più bella è di essere utile al prossimo 🚒 👨‍🚒#vigilidelfuocovolontari #altoadige

Pubblicato da Landesfeuerwehrverband Südtirol su Sabato 16 novembre 2019

Zahlreiche kleinere Weiler sind von der Außenwelt abgeschnitten oder nur über Umwege zu erreichen. Langtaufers ist derzeit von der Außenwelt abgeschnitten

Neue Niederschläge – neue Einsätze

Seit heute in den frühen Morgenstunden sind bereits über 30 Freiwillige Feuerwehren aufgrund der anhaltenden Niederschläge zu weiteren Einsätzen wegen Erdrutschen/Steinschlägen, Fahrzeugbergungen und Bäumen auf Straßen ausgerückt. In der Umgebung von Latsch sowie zwischen Klausen und Waidbruck drohen neue Muren abzugehen.

Pubblicato da Landesfeuerwehrverband Südtirol su Sabato 16 novembre 2019

Außerdem sind noch immer Hunderte Haushalte von Stromausfällen betroffen – vor allem am Ritten.

Lage kann sich noch verschärfen

Die Lage in Südtirol kann sich in den nächsten Stunden noch zuspitzen. So rät die Freiwillige Feuerwehr Enneberg den Bewohnern etwa, ihre Häuser derzeit nicht zu verlassen.

AUCH FÜR HEUTE 17.11!! ⚠️WICHTIGE MITTEILUNG⚠️Wir bitten die Bevölkerung von der Gemeinde Enneberg für Samstag den…

Pubblicato da Freiwillige Feuerwehr St. Vigil in Enneberg su Sabato 16 novembre 2019

Auch in Mühlwald wird der Bevölkerung empfohlen, das Auto stehen zu lassen und unnötige Fahrten zu vermeiden. Die Stromversorgung konnte dort gestern wieder in Betrieb genommen werden. Die Landesstrasse 42 nach Mühlwald und 156 nach Lappach sind wieder geöffnet.

Die Agentur für Bevölkerungsschutz behält die Lage jedenfalls fest im Auge. Derzeit sind auch 30 Landes- und Staatsstraßen für den Verkehr gesperrt.

Landesmeteorologe Dieter Peterlin klärt über die aktuelle Wetterlage auf.

Um 8.30 Uhr hat es auch in Bozen begonnen, für rund 45 Minuten kräftig zu schneien.

Die Situation im Land kann sich wegen der Regen und Schneefälle bis zum frühen Nachmittag verschlechtern. Die Agentur für Bevölkerungsschutz rät daher weiterhin zu äußerster Vorsicht. Am Vormittag musste dann die Autobahn A22 zwischen Vahrn und Sterzing gesperrt werden.

INFO: Die Autobahn A22 ist derzeit zwischen Vahrn und Sterzing wegen einer gebrochenen Stromleitung komplett gesperrt (Nord- und Südspur).

Pubblicato da Feuerwehren in Südtirol su Domenica 17 novembre 2019

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Feuerwehren am Limit: Lage in Südtirol bleibt angespannt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Storch24
Storch24
Superredner
20 Tage 21 h

Ich würde sämtliche Verdienstmedaillen, bezw. Orden für das Jahr 2020 ( geleistetes über das ganze Jahr) ausschließlich an die Feuerwehr (Berufs oder freiwillig), weiße , Rote Kreuz …….. überreichen. Die haben es redlich verdient.
Sie scheuen keinen freien Tag, kein noch so schlechtes Wetter, bei Tag und Nacht, immer für uns da.
Sie leisten viel mehr wie viele andere.
Vielen vielen Dank und passt auf euch auf. Wir brauchen euch noch lange.

hundeseele
hundeseele
Tratscher
20 Tage 19 h

ganz deiner Meinung!

Trixie
Trixie
Grünschnabel
20 Tage 19 h

Ganz genau, das denke ich mir die ganze Zeit auch so.. Die haben es wirklich verdient 🎖️🎖️👏😊 vergelt’s Gott an die ganzen Feuerwehr Leute die unermüdlichen Einsätze die letzten 5 Tage geleistet haben 😊

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
20 Tage 18 h

Ein grosser Dank an alle Einsatzkräfte, die unermüdlich zum Wohle der Bevölkerung seit Tagen im Einsatz sind, während Politiker gross reden und zur Besonnenheit aufrufen, anstatt den Notstand ausrufen.

Jiminy
Kinig
20 Tage 21 h

Wie viele hunderte Soldaten des ital. Heeres haben wir in Südtirol?? Badile in mano e avanti marsch!!

Italo
Italo
Tratscher
20 Tage 18 h

Iuhui) Nor kanten sich die Schützen a oanmol nützlich zoagen

sepp2
sepp2
Superredner
20 Tage 17 h

wieviele hunderte schützen haben wir im Land?

Pully
Pully
Grünschnabel
20 Tage 15 h

und du ? ligsch dahoam auf der faulen Haut!

Cri
Cri
Grünschnabel
20 Tage 13 h

Italo, ja genau…da wäre vielen geholfen.Die sitzen aber lieber in der warmen Stube und denken über den Doppelpass nach. Hände schmutzig machen und Hilfe leisten können wohl andere. Wozu sind die eigentlich zu gebrauchen?

Jiminy
Kinig
19 Tage 17 h

@Pully
so wie du!

Nobodyisperfect
Nobodyisperfect
Tratscher
20 Tage 21 h

Feuerwehrleute herzlichen Dank für euren unermüdlichen Einsatz – ihr seid die wahren Helden.

Pully
Pully
Grünschnabel
20 Tage 21 h

Danke in die freiwilligen Helfer zu Weihnachten wenn es Lottern kemp kriags an Tee und Keks

Storch24
Storch24
Superredner
20 Tage 18 h

Geizhals !!!

falschauer
20 Tage 17 h

sei wenigstens still, nor mochsch kuane blöde figur, scham di !!!

Pully
Pully
Grünschnabel
20 Tage 14 h

@falschauer
ma des wor net peas gemoant.

falschauer
20 Tage 11 h

@Pully tuat mir load ober do heart bei mir die ironie auf

OrB
OrB
Universalgelehrter
20 Tage 22 h

Danke Jungs!

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 19 h

der Mensch kannte mit der Natur auch kein Erbarmen.

Jiminy
Kinig
20 Tage 18 h

es kommt alles zurück! Wir haben es verlernt mit der Natur und seine Gesetzte zu leben, der homo sapiens fühlt sich allmächtig… 😨 doch das schlimmste ist: der homo ist so sapiens, dass er nie etwas draus lernt!

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
20 Tage 21 h

2 m Neuschnee bis zum 17. November ist echt nicht wenig.

Staenkerer
20 Tage 18 h

de freiwilligen de londweit für ins lafn,
nit an oanzign tatn mir derzohln, derkafn!
engel seins de do für ins sich plogn,
nit oft genuakonn man vergeltsgott sogn,
jedem oanzelnen von de hilfsbereitn leit,
de reskiern ihr lebn und opfern ihre zeit!
was tatn mir ohne enk ba de zuaständ im lond?
unser wohl lig in enkrer hilfbereiten hond!
jährlich vergib man verdienstmedalien im lond,
geb jeden oanzelnen von de freiwilligen oane in de hond!
wenn de es nit verdienen, wer denn donn?
VERGELTSGOTT jeder frau, jedem monn!

Jiminy
Kinig
20 Tage 18 h

ein großes Lob auch an Landesnotrufzentrale und Strassendienst: die haben es diese Tage auch kein bisschen einfach!

Mutti
Mutti
Universalgelehrter
20 Tage 17 h

I bedonk mi a ba die gonzen freiwilligen Helfer, dei olm für ins do sein, 🙂🍀🍀

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