Von: mk
Bozen – Anlässlich des Weltwassertages am Sonntag, den 22. März, hat der Fischereiverband Südtirol erneut zu den River CleanUp Days aufgerufen und Fischerinnen und Fischer sowie Naturfreunde dazu eingeladen, gemeinsam die Ufer der Südtiroler Gewässer von Müll zu befreien.
Zahlreiche Fischereivereine sowie Fischerinnen und Fischer sind dem Aufruf gefolgt und haben viele Kilometer Gewässerufer von angeschwemmtem Müll befreit – und daran mangelte es leider nicht. Im Rahmen des Südtiroler River CleanUp Days wurden insgesamt über Tausend Kilogramm Abfall gesammelt und fachgerecht entsorgt oder recycelt. Darunter befanden sich vor allem Nylonfetzen, Polystyrol, Plastikflaschen und anderer Kunststoffabfall. Aber auch Plastikrohre und andere Baumaterialien, Autoreifen, Felgen, Hausmüll, Bekleidung, Schuhe, Decken, Hundekotsäckchen, Flaschen, Dosen, Windeln, Fahrräder und Batterien waren keine Einzelfunde.Größere Müllansammlungen wurden in der Nähe von Parkplätzen und Straßenausbuchtungen festgestellt, was darauf hindeutet, dass ein Großteil des im Fluss angesammelten Abfalls weiterhin auf absichtliche und illegale Entsorgung zurückzuführen ist.
Besonders in städtischen Gebieten wie Bozen und Meran, wo sich verstreut illegale Siedlungen an den Flussufern befinden, kommt es häufig zur direkten Entsorgung von Müll in die Gewässer, wie auch aus einer aktuellen Presseaussendung der Wildbachverbauung hervorgeht. Auch organisierte illegale Müllentsorgungen stellen ein Problem dar, insbesondere in der Etsch bei Meran, wo regelmäßig alte Autoreifen und anderer Sperrmüll entsorgt werden. Trotz wiederholter und über mehrere Jahre hinweg erfolgter Meldungen und Anzeigen an die zuständigen Behörden bleiben konkrete Maßnahmen und nachhaltige Lösungen jedoch weiterhin aus. Gewässerbewirtschafter und Fischereiverband appellieren daher erneut an die zuständigen Entscheidungsträger, endlich die notwendigen Schritte zur Eindämmung dieser Straftaten zu setzen.
An den River CleanUp Days Südtirol beteiligten sich zahlreiche Fischereivereine, darunter der FV Meran, FV Eisacktal, FIPSAS Bozen in Zusammenarbeit mit Südtirol Rafting, FV Eppan, FV Kalter, FV Partschins, FV Mühlbach, Projekt Pustrefly, Fliegenfischerverein Passeier in Zusammenarbeit mit den Schildhöfen und dem Tourismusverein St. Martin, FV Klausen. und FV Lajen. Darüber hinaus schlossen sich Fischer privat zusammen, um ihre bevorzugten Angelplätze von Müll zu befreien.
„Der Einsatz der Fischereivereine, der Fischer sowie ihrer Angehörigen ist ein wertvoller Beitrag zum Gewässerschutz und zeigt deutlich: Fischerei ist gelebter Naturschutz“, so Markus Heiss, Präsident des Fischereiverbands Südtirol. „Die widerrechtliche Entsorgung von Haus- und Gewerbemüll ist jedoch nach wie vor verbreitet. Deshalb erwarten wir uns konkrete Maßnahmen seitens der Entscheidungsträger, damit Situationen wie jene an der Etsch bei Meran endlich der Vergangenheit angehören.“
Ein besonderer Dank gilt auch vielen weiteren freiwilligen Initiativen auf lokaler Ebene, die in diesen Tagen und Wochen für saubere Ufer und Gewässer sorgen. Der Fischereiverband Südtirol hofft, dass der Einsatz der Fischer nicht nur zur Sauberkeit der Flüsse und Seen beiträgt, sondern auch das Bewusstsein der Gesellschaft für dieses drängende Umweltproblem schärft.




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