Eine Rauchsäule war infolge des Waldbrand weithin sichtbar

Keine Anklage nach Waldbrand auf Innsbrucker Nordkette

Dienstag, 03. März 2026 | 14:01 Uhr

Von: apa

Nach dem tagelangen Waldbrand auf der Innsbrucker Nordkette im vergangenen Dezember hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen den Verursacher – einen zwölfjährigen Burschen – und dessen Vater eingestellt. Bei letzterem sei keine Verletzung der Aufsichtspflicht festgestellt worden, bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr der APA am Dienstag einen Bericht des ORF Tirol. Der Jugendliche sei strafunmündig.

Damit kommt es infolge des großflächigen Brandes aufgenommenen Ermittlungen zu keiner Anklage. Der Bursche war noch während der laufenden Löscharbeiten mit seinem Vater bei einer Innsbrucker Polizeiinspektion vorstellig geworden und hatte angegeben, den Brand im Zuge einer Wanderung mit dessen Familie durch Hantieren mit Pyrotechnik ausgelöst zu haben. Man habe vergeblich versucht, den anfänglich entstandenen Wiesenbrand zu löschen, daraufhin setzte der Vater den Feuerwehrnotruf ab.

Der Brand war zwischen Weihnachten und Neujahr, am 27. Dezember, auf der Nordkette hoch über Innsbruck ausgebrochen. Betroffen waren rund acht Hektar Wald in einem schwer zugänglichen Gebiet südwestlich der Innsbrucker Seegrube. Eine Rauchsäule war weithin sichtbar. Bis zu 150 Einsatzkräfte und mehrere Hubschrauber waren schließlich tagelang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Immer wieder wurden Glutnester entdeckt, endgültiges “Brand aus” konnte erst drei Tage nach Ausbruch des Brandes gegeben werden.

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