Knallhart-Quästor schiebt fünf Personen ab

Ladendieb rafft Frauenbekleidung an sich

Montag, 03. Juni 2024 | 10:17 Uhr

Von: mk

Bozen – Die Ordnungshüter haben am Wochenende in Bozen verstärkt Kontrollen durchgeführt. Neben Staats- und Bahnpolizei waren auch die Finanzpolizei, die Stadtpolizei und die Kriminalabteilung der Staatspolizei daran beteiligt. Rund 50 Beamte – Männer und Frauen – standen im Einsatz.

Wie im Rahmen des Sicherheitskomitees vereinbart, fanden am gestrigen Tag der Republik auch deshalb Sonderkontrollen statt, um eine sichere Abwicklung der Feierlichkeiten am Waltherplatz anlässlich des Staatsfeiertags zu garantieren.

Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Ordnungshüter der Gegend rund um den Bahnhof, aber auch der Drusus-Allee, der Kapuzinergasse, der Perathoner-Straße, der St.-Johann-Gasse, dem Stadtzentrum und der Garibaldi-Straße.

Der 22-jährige Marokkaner B. J. konnte als Ladendieb auf den Bildern einer Überwachungskamera in einer Boutique in Bozen identifiziert werden. Der junge Mann, der über keine gültige Aufenthaltsgenehmigung verfügt, hatte zahlreiche Kleidungsstücke für Frauen entwendet, um dann die Flucht über den Hinterausgang zu ergreifen. Am Bahnhof wurde er von der Polizei aufgegriffen und angezeigt. Wegen seiner zahlreichen Vorstrafen hat Quästor Paolo Sartori ein Dekret zur Abschiebung des 22-Jährigen unterzeichnet. Der Marokkaner wurde in ein Abschiebezentrum nach Rom überstellt.

Dasselbe Dekret stellte der Quästor für den 22-jährigen Tunesier B. M. aus, der erst vor wenigen Tagen aus dem Bozner Gefängnis entlassen worden ist. Der junge Mann war im Jahr 2023 auf Sizilien gestrandet und hatte politisches Asyl beantragt. Nachdem der Antrag abgelehnt worden war, hat die Polizei den jungen Mann im Februar 2024 auf dem Pfarrplatz in Bozen aufgegriffen und wegen Drogenhandels angezeigt. Am 14. Mai wurde er von der Finanzpolizei mit einer größeren Menge an Haschisch erwischt und verhaftet. Auch ihn hat man in ein Abschiebezentrum nach Rom überstellt.

In ein Abschiebezentrum nach Mailand wurde hingegen der 25-jährige Tunesier T. M. gebracht. Auch er ist er kürzlich aus dem Bozner Gefängnis entlassen worden. Die Staatspolizei hat den Mann ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung angetroffen. Im Jahr 2022 war er wegen falscher Angabe seiner Identität angezeigt worden. In Jahr 2023 folgten Hehlerei und Widerstand gegen die Staatsgewalt, im heurigen Jahr waren es Diebstahl und Raubüberfall.

Auf dem Dominikanerplatz hat die Polizei hingegen den 34-jährigen Tunesier M. H. aufgegriffen. Weil der Mann über keine gültige Aufenthaltsgenehmigung verfügt, hat ihm Quästor die Anordnung erteilt, dass Staatsgebiet innerhalb von sieben Tagen zu verlassen. Kommt er dem nicht nach, erfolgt die Abschiebung.

Auf den Talferwiesen haben die Beamten den 32-jährigen Tunesier M. T. identifiziert, der bereits mehrfach vorbestraft ist. Unter anderem liegen Anzeigen wegen Drogenhandels, der Angabe einer falschen Identität und der Weigerung, sich vor den Ordnungskräften auszuweisen, vor. Dazu kommen Bedrohung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Verunglimpfung der Nation und Hausfriedensbruch. Mit Erlass eines Dekrets zur Abschiebung wurde der Mann in ein Abschiebezentrum nach Gradisca d’Isonzo überstellt.

Nach Gesprächen von Anrainern mit dem Quästor hat die Polizei außerdem Kontrollen auf dem Mazzini-Platz durchgeführt. In einer Spielhalle wurden mehrere Personen mit Vorstrafen identifiziert. Der Quästor hat gegen drei Personen ein vierjähriges Aufenthaltsverbot erlassen, das für die Stadt Bozen gilt.

An sieben Stellen in der Stadt haben die Beamten außerdem Verkehrskontrollen durchgeführt. In 13 öffentlichen Lokalen fanden Razzien statt. Überprüft wurden 73 Fahrzeuge und 284 Personen. 96 davon stammen aus dem Ausland und 67 haben Vorstrafen.

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Ladendieb rafft Frauenbekleidung an sich"


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nok
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Superredner
20 Tage 7 h

Applaus, bravo

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 6 h

Knallhart Qästor, Richter gnadenlos….
Was für Kraftausdrücke!

Tiroler25
Tiroler25
Superredner
20 Tage 6 h

Ich hoffe diese Maßnahmen zeigen Wirkung

Tita-Nina
Tita-Nina
Grünschnabel
20 Tage 5 h

Finde ich gut, wer Hilfe/Asyl sucht und brauch ok, wer dies aber Ausnützt und das für verbrecherischen Taten ausübt,
Ja dem bleibt nur die Auslieferung.
Dieses Vorgehen könnten sich andere Regionen + Staaten, gerne kopieren.

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