Von: mk
Bozen – Aus der jährlichen Erhebung, die vom ASTAT durchgeführt wird, geht hervor, dass es am 31. Dezember 2024 in Südtirol 331 soziale und sozial-gesundheitliche Einrichtungen gibt. Sie bieten insgesamt 8.334 Plätze an, d. h. 15,4 Plätze je 1.000 Einwohner.
Es werden 7.716 Personen betreut, wovon mehr als die Hälfte (64,1 Prozent) in den Bereich Senioren und Seniorinnen fällt.
Insgesamt ist der Anteil der Frauen höher (58,2 Prozent) als jener der Männer.
85,3 Prozent der Personen, die sich in einer sozialen Notlage befinden (z. B. Flüchtlinge, Obdachlose), werden in einer Einrichtung in Bozen betreut.
Die sozialen und sozial-gesundheitlichen Einrichtungen sind über ganz Südtirol verteilt, wobei sich besonders viele in der Landeshauptstadt befinden: In Bozen ist das Verhältnis zwischen verfügbaren Plätzen und Wohnbevölkerung mit 18,4 Plätzen je 1.000 Einwohner am höchsten. Im Burggrafenamt ist hingegen die Auslastung der sozialen Einrichtungen am höchsten und erreicht 95,9 Prozent.
4.943 betreute Senioren und Seniorinnen
Der Bereich Senioren umfasst die meisten Betreuten: insgesamt 4.943 Personen, die teilweise oder gänzlich unselbstständig sind. Die meisten davon sind Frauen (68,6 Prozent).
2024 werden in den Seniorenwohnheimen und Pflegeheimen 173 Personen mehr betreut als im Vorjahr. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Betreuten auf 4.411 und der Auslastungsgrad dieser Einrichtungen auf 93,4 Prozent.
Die Analyse der Altersverteilung ergibt, dass 55,8 Prozent der Betreuten älter als 85 Jahre sind. 18,4 Prozent sind zwischen 80 und 84 Jahre alt und 21,0 Prozent zwischen 65 und 79 Jahre. Die übrigen 4,8 Prozent sind 25 bis 64 Jahre alt.
In den Tagesstätten für Senioren und Seniorinnen wird ebenfalls eine deutliche Zunahme verzeichnet. 2024 werden 284 Personen betreut, im Vorjahr waren es 219. In diesen Einrichtungen kann die Zahl der betreuten Personen höher sein als die Zahl der verfügbaren Plätze, da es auch Teilzeitbetreute gibt.
Im Laufe des Jahres 2024 sind in den Seniorenwohnheimen und Pflegeheimen insgesamt 1.285 Personen verstorben, davon 472 Männer und 813 Frauen. Die Sterblichkeitsrate, d. h. die Zahl der Todesfälle je 100 Betreute (durchschnittlich Betreute am Jahresanfang und -ende) liegt bei 29,7 Prozent und damit unter den 31,1 Prozent von 2023.
236 Betreute in den Einrichtungen für Minderjährige
Im Vergleich zu 2023 ist die Zahl der Einrichtungen für Minderjährige unverändert geblieben und beträgt weiterhin 42. Die Aufnahmekapazität ist gegenüber dem Vorjahr auf 287 Plätze gesunken (-1 Betreuungsplatz).
Die meisten betreuten Minderjährigen sind zwischen elf und 17 Jahre alt (63,6 Prozent). 21,2 Prozent sind jünger als elf Jahre und 15,2 Prozent sind bereits volljährig (18-25 Jahre alt). Die Verteilung nach Geschlecht ist ausgewogen, 50,8 Prozent der Betreuten sind Mädchen bzw. junge Frauen.
1.357 Betreute mit Behinderungen
Für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Behinderungen gibt es in Südtirol 105 Einrichtungen mit einer Aufnahmekapazität von 1.497 Plätzen. Von den angebotenen Diensten weisen die sozialpädagogischen Tagesstätten die höchste Auslastung auf (103,0 Prozent).
Zahlreiche Menschen mit Behinderungen (45,3 Prozent) nutzen die Arbeitsbeschäftigungsdienste, die durch einen sehr niedrigen Rotationsindex (0,08) gekennzeichnet sind. Ein niedriger Index weist auf eine lange Nutzungsdauer des Dienstes hin.
n diesem Bereich gibt es mit 57,3 Prozent mehr Männer als Frauen. In Bezug auf die Altersverteilung zeigt sich, dass 48,2 Prozent der betreuten Personen zwischen 45 und 64 Jahre alt sind, 33,4 Prozent in die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen fallen und der Anteil der 18- bis 24Jährigen bei 9,5 Prozent liegt.
505 Betreute mit einer psychischen Erkrankung
Die Zahl der sozialen und sozial-gesundheitlichen Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. 2024 sind somit 38 Einrichtungen tätig. Dennoch steigt im Jahr 2024 die Zahl der verfügbaren Plätze von 527 auf 561. Dementsprechend nimmt auch die Anzahl der Betreuten zu (+40 Personen). In diesen Einrichtungen werden überwiegend Männer aufgenommen (60,8 Prozent). 5,1 Prozent der Betreuten sind ausländische Staatsbürger und -bürgerinnen.
Die Betreuten in den sozialen und sozial-gesundheitlichen Einrichtungen für Menschen mit psychischen Krankheiten sind zu 47,1 Prozent zwischen 45 und 64 Jahre alt. 30,9 Prozent fallen in die Altersklasse 25-44 Jahre und 19,8 Prozent sind jünger als 25 Jahre. Den Menschen mit psychischen Erkrankungen stehen verschiedene Dienste zur Verfügung. Der größte Anteil von ihnen (39,0 Prozent) nimmt die Arbeitsrehabilitationsdienste in Anspruch.
151 Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen
nde des Jahres 2024 werden 76 Personen in den Wohngemeinschaften (zwei weniger als 2023) und 75 in den Arbeitsrehabilitationsdiensten (sechs weniger als 2023) betreut. In diesem Bereich überwiegen die männlichen Betreuten (67,5 Prozent). Der Anteil der Betreuten mit ausländischer Staatsbürgerschaft beträgt 7,9 Prozent.
524 Betreute in den Einrichtungen für Menschen in sozialen Notlagen
Die Zahl der verfügbaren Plätze in den Einrichtungen zur Aufnahme von Menschen in sozialen Notlagen, unter anderem Flüchtlinge, Obdachlose, Mittellose, Nomaden und Menschen in sozioökonomischen Schwierigkeiten, hat sich gegenüber 2023 nicht geändert und beträgt 565. Die Zahl der betreuten Personen ist hingegen von 505 auf 524 (2024) gestiegen. 85,3 Prozent der Betreuten werden in den Einrichtungen in Bozen aufgenommen. Die meisten Betreuten sind Männer (71,6 Prozent).
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