Neuheiten für das Wintersemester 2020-21

Mit diesen Sicherheitsmaßnahmen startet die Uni Bozen

Mittwoch, 09. September 2020 | 15:31 Uhr

Bozen – Die Freie Universität Bozen hat für das Wintersemester 2020-21 eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um einen strukturierten und vor allem sicheren Einstieg ins Universitätsleben zu ermöglichen. Ziel ist es, die Erstsemester an die Universität zu holen und für Studierende der höheren Semester einen reibungslosen Online-Unterricht zu gewährleisten. Damit garantiert die unibz allen Neueingeschrieben ein universitäres Leben vor Ort.

Am heutigen Mittwoch hat die Universitätsspitze – Präsidentin Prof. Ulrike Tappeiner, Rektor Prof. Paolo Lugli und Direktor Günther Mathá – die Neuerungen für das Wintersemester 2020-21 vorgestellt. „Unser Augenmerk galt dabei zwei eng miteinander verbundenen Strategien: Universitärer Unterricht so normal wie möglich, kombiniert mit der größtmöglichen Sicherheit“, erläutert Präsidentin Prof. Ulrike Tappeiner eingangs die gesetzten Maßnahmen. Die Universität hat sich daher dazu entschlossen, alle Lehrveranstaltungen für die Erstsemester in Präsenz abzuhalten, um den Neueingeschriebenen den Einstieg in die Universitätswelt zu erleichtern und eine direkte Vernetzung zu gewährleisten. Auch Übungen und Labortätigkeiten der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, der Fakultät für Design und Künste und der Fakultät für Bildungswissenschaften finden aufgrund der Lehrinhalte und -methodik vor Ort statt. Generell werden alle Vorlesungen der unibz im ersten Semester des akademischen Jahres 2020/21 interaktiv im Streaming angeboten, auch jene, die in Präsenz stattfinden, um eine maximale Flexibilität zu gewähren. „Wir möchten unseren Studierenden auch weiter hervorragende Unterrichtssituationen bieten können“, so Rektor Prof. Paolo Lugli. „Durch das Online-Angebot können somit auch Studierende von Präsenzvorlesungen entscheiden, ob sie diese direkt im Hörsaal oder online verfolgen wollen.“ Das Semester beginnt mit den Erstsemestertagen, an denen alle Serviceleistungen vorgestellt werden, vom 28. bis 29. September 2020.

Die Studierenden können unter Einhaltung der nötigen Abstände und Sicherheitsmaßnahmen in den Hörsälen an Vorlesungen teilnehmen. Für die Studierenden der höheren Semester wird ein Online-Unterricht angeboten. Die Professoren werden wieder vor Ort an der Universität arbeiten. Die dreiwöchigen Intensivsprachkurse und die Vorbereitungskurse in Mathematik, beide für Erstsemester, finden bereits seit Ende August in Anwesenheit am Bozner Hauptsitz statt.

Sicherheitsmaßnahmen

Der Zutritt zu den Universitätsgebäuden erfolgt jeweils über das Hauptgebäude mit vorheriger Fiebermessung, die Ausgänge sind hingegen getrennt vom Eingang angelegt. In den Gebäuden herrscht Masken- und Abstandspflicht. Während des gesamten Wintersemesters dürfen sich nur Mitglieder der Universitätsgemeinschaft in den Gebäuden aufhalten. Piktogramme weisen darauf hin, welche Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten sind. Auf dem gesamten Universitätsgelände gilt es, die Sicherheitsvorkehrungen zur Eindämmung der Infektionsgefahr strikt einzuhalten. „Das Thema Sicherheit hat uns in den Frühjahrs- und Sommermonaten begleitet“, blickt Direktor Günther Mathá auf die schwierige Situation zurück. „Dieser neuen Situation begegnen wir mit einem Paket an Sicherheitsvorkehrungen und organisatorischen Maßnahmen.“

Universitätsbibliothek

Die Bibliothek sollte in der zweiten Oktoberhälfte für die Universitätsgemeinschaft mit einem Vormerksystem wieder öffnen, wobei die Studierenden Plätze in den Universitätsbibliotheken in Bozen, Brixen oder Bruneck online vormerken müssen. Dabei können die Nutzer*innen voraussichtlich nur den Vormittag oder Nachmittag buchen, damit wieder mehr Studierende an die Bibliothek zum Studium kommen können.

Smart Working

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung der unibz werden ab Oktober neue smart working-Modelle angeboten. Damit startet man auf der Basis der Erfahrungen mit dem Homeoffice in eine neue Arbeitsära. Reine Präsenz in den Büros wird – wo arbeits- und sicherheitstechnisch möglich – durch alternative neue Arbeitsmodelle des Smart Workings ergänzt.

Tagungen und Workshops

Wissenschaftliche Tagungen und Workshops werden derzeit nur in digitaler Form oder in externen Räumlichkeiten abgehalten, um die Gefahr von Infektionen an der Universität zu minimieren. Am Freitag, 25. September findet auf dem Bozner Waltherplatz die diesjährige Diplomverleihung statt, am Samstag 26. September auf dem Brixner Domplatz. Die Veranstaltungen wurden unter Einhalt sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen organisiert.

Fablab

Das in der Rosministraße eingerichtete Fablab öffnet seine Tore wieder für Externe, die sich online über die Internetseite des Fablab für die Öffnungszeiten zwischen 12.30 bis 19.30 Uhr registrieren können. Somit können zwölf Interessierte pro Tag den Service nutzen. Das Fablab steht interessierten Bürger*innen für kooperative Projektarbeit offen, um Modelle und Prototypen zu produzieren und dank neuer Produktionstechnologien aus digitalen Informationen unmittelbar materielle Objekte entstehen zu lassen.

Mensa

Für die Mensa werden Alternativen zur Ausgabe der Mahlzeiten gesucht, um große Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Universität bemüht sich um eine stufenweise Öffnung beziehungsweise um Alternativlösungen mit Lunchpaketen.

Studium Generale

Der interdisziplinäre Studienweg des Studium Generale wird im Wintersemester zur Gänze online angeboten, einschreiben kann man sich bis 18. September. Die ab 5. Oktober angebotenen Lehrveranstaltungen mit Fächern aus fünf Fakultäten wurden in sechs Themenbereiche gebündelt: „Technologie und Wirtschaft“, „Elternschaft, Eltern und Familie“, „Kreativität und Kultur“, Sozialwissenschaften und Recht“, „Sprache und Kommunikation“, „Nachhaltigkeit“. Das Studium Generale bietet die Möglichkeit, über einen Zeitraum von drei Jahren die gewählten Fächer zu belegen. Abgelegte Prüfungen können für ein etwaiges späteres Studium angerechnet werden.

Technische Neuausstattung

Die Universität hat die Sommermonate dazu genutzt, sämtliche Hörsäle technologisch auf den neusten Stand zu bringen, um für den hybriden Vorlesungsmodus bestens ausgestattet zu sein und den Studierenden eine attraktive Form des Onlinestudiums bieten zu können. Alle Lehrveranstaltungen werden aufgezeichnet und können entweder live oder als Aufzeichnung verfolgt werden.

Notfallplan

Um sicherzustellen, dass die Freie Universität Bozen nicht zur Gefahrenquelle für die Universitätsgemeinschaft und auch das Land Südtirol wird, wurden die Personenflüsse innerhalb der Universitätsgebäude und an den Ein- und Ausgängen so geregelt, dass Menschenansammlungen vermieden und die Vorgaben betreffend der maximal zugelassenen Personen in den verschiedenen Räumlichkeiten eingehalten werden können. Die Studierenden werden zeitlich gestaffelt an den verschiedenen Eingängen der Universitätsgebäude eingelassen, um die Fiebermessung rasch und reibungslos vorzunehmen und sie in Kohorten auf kurzen, nachvollziehbaren Wegen anhand eines intuitiven Leitsystems direkt zu den Hörsälen zu führen. Somit sind diese Gruppen relativ kompakt unterwegs und können bei Auftreten eines Covid-Falles gut isoliert werden, ohne dass der gesamte Universitätssitz geschlossen werden müsste.

Informationsmöglichkeiten

Auf der Homepage der unibz finden Studierenden und Interessierte sämtliche Informationen zur derzeitigen Situation an der Universität. Auch längere Beratungsgespräche über die Info-Desks werden nach Voranmeldung angeboten. Mit dem neuen Semester werden alle Schalterdienste in einer Mischform aus on- und offline-Öffnungszeiten garantiert.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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