Von: luk
Bozen – Am frühen Donnerstagmorgen ist es am Landesgerichtsgebäude in Bozen zu einem schwerwiegenden Gebäudeschaden gekommen.
Kurz nach 6.00 Uhr stürzten Teile des Bauwerks im mittleren Bereich bei der Haupthalle hinter den Säulengängen ein und hinterließen eine große Lücke in der Fassade. Vom Platz aus kann man durch den Säulengang durch das Gebäude schauen.
Trümmer und Mauerteile verteilten sich auf dem Vorplatz. Bereiche, in denen sich zuvor Verbindungswege und Verhandlungssäle befanden, sind vollständig zerstört.
Beim zentralen Teil des Gebäudes waren derzeit Umbauarbeiten im Gange.

Unmittelbar nach dem Vorfall rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr, die Staatspolizei sowie der Rettungsdienst im Einsatz. Das Areal wurde abgesichert und die Lage geprüft.
Nach ersten Erkenntnissen befand sich niemand unter den Trümmern. Eine Reinigungskraft erlitt jedoch im Zuge des Ereignisses leichte Verletzungen und wurde medizinisch versorgt.
Die Ursache des Einsturzes ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur Klärung laufen. Sicher scheint derzeit nur zu sein: Wäre der Zeitpunkt des Einsturzes einige Stunden später gewesen, hätten sich viel mehr Menschen im Gebäude aufgehalten.

Nach der Absicherung des Gefahrenbereichs führten die Einsatzkräfte erste Erkundungs- sowie Kontrollmaßnahmen durch. Parallel dazu wird die Stabilität der betroffenen Gebäudeteile überprüft, um das weitere Vorgehen festzulegen.

Der Justizpalast in Bozen am heutigen Gerichtsplatz wurde im rationalistischen Stil der späten faschistischen Zeit ab 1939 errichtet und erst 1956 fertiggestellt und bezogen. Er gehört zu einem städtebaulichen Ensemble aus Gericht, ehemaligem Parteisitz („Casa Littoria“) und Christkönigskirche, das als repräsentatives „Tor“ zum geplanten faschistischen Groß-Bozen gedacht war. Das Gebäude diente nach seiner Fertigstellung als zentraler Sitz der örtlichen Justizbehörden und ist bis heute Standort des Landesgerichts Bozen.





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