Pkw-Lenker wird verurteilt

Tödlicher Unfall mit Radfahrer: 14 Monate Haft

Dienstag, 26. März 2019 | 07:58 Uhr

Bozen – Ein besonders kniffliger Fall ist am Montag am Bozner Landesgericht verhandelt worden: Wie viel Schuld trifft den Angeklagten am Tod eines Radfahrers, der gleich in mehreren Punkten dem Straßenverkehrskodex zuwider gehandelt hat, den der Angeklagte allerdings im betrunkenen Zustand überfahren hat? Genug Mitschuld, um ihn zu 14 Monaten Haft auf Bewährung zu verurteilen, urteilte Richter Walter Pelino im verkürzten Verfahren.

Gegen 3.00 Uhr in der Früh in der Nacht auf Samstag, den 16. Juli 2016 war der 26-jährige Alexander Daum mit dem Fahrrad von der Bozner Innenstadt auf dem Weg nach Siebeneich zu sich nach Hause unterwegs.

In der Vittorio-Veneto-Straße verließ er den Radweg und überquerte die Straße, indem er sie der Länge nach schnitt, anstatt dem Radweg weiter zu folgen. Das hätte zwar einen kleinen Umweg bedeutet, wäre aber jener Weg gewesen, der vom Gesetz vorgeschrieben wird.

Den Großteil der Schuld am Unfall trägt das Opfer – das stand auch für den Richter fest. Doch wie schaut es mit dem Autofahrer aus? Der damals ebenfalls 26-jährige Bozner sah sich plötzlich mit dem Radfahrer auf der Straße konfrontiert. Allerdings hatte er unmittelbar nach dem Unfall 1,43 Promille im Blut.

Die Verteidigung, die davon ausgeht, dass der Unfall auch nüchtern nicht zu vermeiden gewesen wäre, geht in Berufung.

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Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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18 Kommentare auf "Tödlicher Unfall mit Radfahrer: 14 Monate Haft"


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zockl
zockl
Superredner
27 Tage 4 h

Fahrradfahrer machen was sie wollen – und die Autofahrer sind´s natürlich schuld

vitus
vitus
Tratscher
27 Tage 3 h

… so stark alkoholisiert ist, darf nicht Auto fahren. Fahrradfahrer hin oder her!

DerDoktorant
DerDoktorant
Neuling
26 Tage 23 h

Diese Aussage ist so banal wie falsch. Der Radfahrer bekam den Großteil der Schuld zu gesprochen. Betrachtet man die Fakten, kann man sich als Autofahrer glücklich schätzen, nach einen solchem Unfall, mit 1,43 Promille im Blut, nur 14 Monate auf Bewährung zu bekommen.

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
27 Tage 4 h

sobald Alkohol im Spiel ist, hast du als Autofahrer schon verloren

ma che
ma che
Tratscher
27 Tage 2 h

Und das ist auch richtig so!

xXx
xXx
Superredner
26 Tage 17 h

…hast du im Auto (als Fahrer) nichts mehr verloren… müsste der Satz richtig heißen ☝🏻

Storch24
Storch24
Superredner
27 Tage 4 h

Schade um das junge Leben, aber dürfen Radfahrer alles ? Ist der Autofahrer immer der geleimte ?

ma che
ma che
Tratscher
27 Tage 4 h

Der Unfall wäre ganz klar zu vermeiden gewesen: mit 1,43 promille hätte er das Auto stehn lassen müssen, ergo wäre nichts passiert!

ex-Moechteg.Lhptm.
ex-Moechteg.Lhptm.
Superredner
26 Tage 16 h

wäre der Radfahrer auch zuhause geblieben, hätten wir müssen unsere Schlauigkeit an anderer Stelle auslassen…..

Seppl123
Seppl123
Tratscher
27 Tage 4 h

jaja die dreisten radfahrer. insbesondere die rennradler auf der brennerstaatsstraße. LKW schießen vorbei, aber die radler werden schun meinen aus stahl zu sein.

Anja
Anja
Superredner
27 Tage 3 h

… du fehlst uns so sehr 😢 egal ob ein paar Monate oder lebenslänglich… keine Haftstrafe der Welt bringt dich uns wieder 💔

erika.o
erika.o
Superredner
27 Tage 4 h
alkoholisiert Auto fahren find ich absolut nicht in Ordnung, aber wäre denn der Unfall auch passiert, wenn sich der Fahrradfahrer an die Regeln gehalten hätte und sich auf dem Radweg befunden hätte ? eher Nein! … aber wie zur Zeit üblich muss eben immer und überall ein Schuldiger her ! ich bin einfach der Meinung es müssten schärfere Gesetze angewandt werden, für die Radfahrer die sich auf Straßen befinden wo Fahrradwege vorhanden sind ! diese wurden für teures Geld zur Sicherheit der Radfahrer gebaut und sollten deshalb per Gesetz auch genutzt werden müssen ! Es kann doch keine Genuss sein,… Weiterlesen »
xXx
xXx
Superredner
26 Tage 17 h

eine schärfere Strafe als den Tot?
Der Radfahrer hat ja den großteil der Schuld, aber wenn der Unfall nüchtern vermeidbar gewesen wäre, muss der Autofahrer zurecht für sein Vergehen gerade stehen, da kann man ihn, mit 1.4 Promille, nicht von jeder Schuld frei sprechen.

erika.o
erika.o
Superredner
26 Tage 7 h

@xXx
natürlich ist der tödliche Ausgang schrecklich, keine Frage !
ich hab aber mit meiner Aussage die Radfahrer ansprechen wollen, die sich “sportlich” auf den Hauptstraßen bewegen und dabei such noch andere in Gefahr bringen

erika.o
erika.o
Superredner
26 Tage 7 h

@xXx
und zudem …
sieh es mal umgekehrt…
also der Autofahrer hätte sich auf dem Fahrradweg befunden, was auch nicht in Ordnung wäre …
nicht auszudenken wie dann das Urteil dann ausgefallen wäre.

ste
ste
Grünschnabel
27 Tage 2 h

Fahrradfahrer hin und her… haben auf links kommende Fahrzeuge vorfahrt!!!!!

Methusalem
Methusalem
Neuling
26 Tage 21 h

rechts vor links? das stimmt in diesem fall wohl nicht… der radler hat die fahrbahn überquert und nicht eine kreuzung. Nichtsdestotrotz: Alkoholisiert ans steuer geht einfach nicht!

putzi
putzi
Neuling
26 Tage 17 h

Wen i mi recht erinnere wor der Radler ah net gontz ohne Promille

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