Von: APA/dpa
Das ostafrikanische Uganda hat seinen letzten Ebola-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen. Wie das ugandische Gesundheitsministerium am Donnerstag auf der Nachrichtenplattform “X” mitteilte, handelt es sich um einen Staatsangehörigen der Demokratischen Republik Kongo, der sich vollständig erholt habe und zu seiner Familie zurückkehren könne.
Mit der Entlassung beginnt die nach internationalen Richtlinien vorgeschriebene Frist von 42 Tagen, nach deren Ablauf Uganda den Ebola-Ausbruch offiziell für beendet erklären kann, sofern keine neuen Fälle auftreten. In der Zwischenzeit rief das ugandische Gesundheitsministerium seine Bevölkerung zur Wachsamkeit für mögliche Ebola-Symptome wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder unerklärlichen Blutungen auf.
Wie die Lage im Kongo ist
Während Uganda auf ein Ende des Ausbruchs hofft, breitet sich das Virus im Nachbarland Demokratische Republik Kongo weiter aus. Seit Mitte Mai sind dort mehr als 2.000 Menschen nachweislich an Ebola erkrankt. Das Informationsministerium des zentralafrikanischen Landes teilte mit, die Zahl der bestätigten Fälle betrage aktuell 2.073, darunter 796 Todesfälle. Derzeit würden 737 Patientinnen und Patienten in Kliniken und Isolationszentren behandelt.
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bisher weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren.




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