Eingabe beim Ethikrat der Journalistenkammer

Vermisstes Ehepaar aus Bozen: Kritik an lokaler Presse

Montag, 15. Februar 2021 | 09:35 Uhr

Bozen – Der Fall des vermissten Ehepaares aus Bozen beschäftigt nach wie vor sowohl die lokalen als auch die nationalen Medien. Immer mehr zeichnet sich ab, dass hinter dem Verschwinden von Laura Perselli und Peter Neumair ein Verbrechen steckt. Dennoch fragen sich manche Bürger, ob die Berichterstattung zu weit geht. Anna Kompatscher, Judith Kronbichler, Kathrin Marini und Clemens Pichler haben eine Eingabe beim Ethikrat der Journalistenkammer im Trentino-Südtirol hinterlegt.

Mit dem Schreiben möchten sie ihre Empörung über die Berichterstattung der lokalen Medien im Fall Perselli/Neumair Ausdruck verleihen. Die Medien stünden ihrer Ansicht nach nicht im Einklang mit den deontologischen Anforderungen und Grundsätzen des Ethikkodex für Journalisten. Hier folgt der Brief im Wortlaut:

„Eine investigative Berichterstattung über und Auseinandersetzung mit den tragischen Ereignissen ist legitim, doch auch das Recht auf Berichterstattung muss sich im Rahmen des öffentlichen Interesses bewegen und dabei die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wahren. Diese dürfen nämlich laut Ethikkodex nur soweit eingeschränkt werden, wie dies für eine vollständige, wahrheitsgetreue und sachdienliche Berichterstattung erforderlich ist. Ein erheblicher Teil der Berichterstattung über gegenständlichen Fall hat sich klar außerhalb dieses Rahmens bewegt und ist auf erschütternde Weise abgedriftet in einen reinen Sensationsjournalismus auf Kosten der Angehörigen des Paares.

Wiederholt wurden Fotos der Angehörigen von Laura Perselli und Peter Neumair veröffentlicht, sowie deren vollständige Namen genannt. Im Ethikkodex Artikel 3 f) wird festgelegt, dass die Namen Angehöriger nur veröffentlicht werden dürfen, sofern dies dem öffentlichen Interesse dient. Name, Fotos und persönliche Details wie Angaben zum Arbeitsplatz, Wohnsitz und Aufenthaltsort der Tochter als auch der Geschwister des Paares sind hinsichtlich der Information zu den Ermittlungen nicht relevant. Die Angehörigen haben ein Recht auf Privatsphäre. Sie sind keine Personen des öffentlichen Lebens und sollten auch nicht so behandelt werden. Beispielsweise wurden verschiedene Bilder der Tochter mehrfach sogar auf Titelseiten abgedruckt, womit es für sie fortan unmöglich ist, offen aufzutreten, ohne in diesen Zusammenhang gebracht zu werden. Die Veröffentlichung solcher Informationen führt unvermeidlich dazu, dass diese nicht nur unmittelbar sondern auch künftig für jeden zugänglich sind.

Inhalt und Wortwahl der Berichterstattung verletzen die menschliche Würde der Angehörigen. Die Betroffenen haben so schon eine extreme Ausnahmesituation zu ertragen. Die mediale Belagerung ist eine zusätzliche, absolut unnötige Belastung. In den letzten Wochen wurde die ganze Familie regelrecht einem medialen Prozess unterzogen. Die systematische Unterlassung der Konjunktivform lässt jede distanzierte Dokumentation der Ereignisse vermissen. Das Preisgeben intimster Details des Familienlebens, gepaart mit wilden Spekulationen, sowie das Zurschaustellen des tragischen Verlustes zwecks Unterhaltung und Auflagensteigerung sind geschmacklos, belastend und nicht vertretbar.

Die Ferndiagnosen der Familiensituation in Interviews mit Psychologen, die weder die Familie, noch die Details der Ermittlungen kennen, disqualifizieren die Berichterstattung vollends. Es ist nämlich Aufgabe und Verantwortung der Journalisten und Redakteure abzuwägen, welche Äußerungen und Stellungnahmen sachdienlich und verhältnismäßig sind und somit abgedruckt und veröffentlicht werden können.

Was wir in der bisherigen Berichterstattung schmerzlich vermissen, ist Menschlichkeit, Empathie mit den Angehörigen in Hinblick auf das tragische Ereignis, Respekt vor den Betroffenen und Pietät angesichts einer Situation, der ausgesetzt zu sein, wir uns nicht vorstellen können. Aus diesem Grund ersuchen wir Sie, die beigelegten Artikel auf Verletzung des Ethikkodex zu prüfen und dazu Stellung zu nehmen.“

Auch Südtirol News verfolgt das Thema. Fotos von Angehörigen wurden in unserem Fall nicht veröffentlicht, allerdings wurden Namen von Angehörigen genannt, falls diese sich zum Thema selbst geäußert haben. Was denkt ihr darüber? Wurden Grenzen in lokalen und nationalen Medien überschritten?

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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71 Kommentare auf "Vermisstes Ehepaar aus Bozen: Kritik an lokaler Presse"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Billy31
Billy31
Grünschnabel
20 Tage 9 h

Klar wurden Grenzen überschritten. Das mediale Interesse war und ist aber gewaltig, sogar die Bild berichtet über den Fall

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 8 h

Billy31 na und!!Wieso soll irgendwas verheimlicht werden?! Mord ist Mord u.Keine Bagatelle.

Gievkeks
Gievkeks
Tratscher
20 Tage 8 h

@Sag mal:
Ich will bestätigte Informationen und nicht irgendwelchen Klatsch und Tratsch. Sonst kann ich gleich irgendeinen Meinungsblog oder Facebook lesen.

Möchtest du von der Presse belästigt werden und mit Foto und vollem Namen erwähnt werden, wenn in deiner Familie ein Mord geschehen würde, mit dem du aber nix zu tun hast? Ich denke wohl kaum..

quilombo
quilombo
Grünschnabel
20 Tage 7 h

Ja, leider gibt es sowas wie die Bild. So ein Blatt sollte man gar nicht in die Hand nehmen. Daß es trotzdem Leute gibt, die sowas lesen, erklärt vieles in der heutigen Gesellschaft.

xXx
xXx
Universalgelehrter
20 Tage 7 h

@Sag mal und warum musst du für die Information das ein Mord passiert ist den Namen, Wohnort und das Gesicht der Tochter kennen?
Wenn man nicht versteht um was es geht, wäre es oft besser den Mund zu halten.

moler
moler
Superredner
20 Tage 7 h

@Sag mal bist wohl selbst Journalist

Kingu
Kingu
Tratscher
20 Tage 6 h

@Sag mal Da der Beschuldigte nicht rechtskräftig verurteilt wurde, ist es sehr wohl ein Affront gegen seiner Person und seinen Ruf. Wenn ich nämlich denke, was hier manchmal für knausrige Berichte bei anderen Taten abgegeben werden. Wenn es nämlich die Schläger, Stecher und Dealer vom Bahnhofspark sind, lässt man keinen vollständigen Namen oder Bild vom Täter stehen. Bei diesem Fall ist es ein Wundern, dass nicht noch berichtet wurde, was seine Lieblingsfarbe ist.

elvira
elvira
Universalgelehrter
20 Tage 6 h

und? deswegn gibs kuane ethik mear? kuane grenzn? ober wenn die bild berichtet nor isch jo guat

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 6 h

@xXx habe nirgens was gelesen noch gesehn.😇Scheiheiligkeit .In D werden auch die Leute bei Mordfälle befragt.Und,ja ich würde in dem Fall wollen dass Es die Menschen erfahren.

Echt iaz
Echt iaz
Tratscher
20 Tage 5 h

@Sag mal denk amol an die Angehörigen. Des hot nicht mit verheimlichen zu tian, obor versetz die in die Loge von dor Tochtor

Gievkeks
Gievkeks
Tratscher
20 Tage 2 h

@Gievkeks:
Ich muss mich korrigieren.
“wenn in deiner Familie ein Mord geschehen würde”

Sorry, es sollte heißen “mutmaßlicher Mord”

Offline
Offline
Superredner
20 Tage 1 h

@quilombo…wer auch immer die Bilder anschaut und die Texte liest auf diesem Stück Papier, dem ist zu empfehlen, es flach auf eine Unterlage zu legen. Denn beim Hochhalten könnte Blut heruntertropfen.

DontbealooserbeaSchmuser
19 Tage 21 h

@Echt iatz das einzige das wir uns von den USA abschauen sollten, die Möglichkeit in solchen Fällen hohe Summen an Schadensersatz für Beleidigung, missachtung der Privatsphäre und belästigung einklagen zu können!

Sag mal
Sag mal
Kinig
19 Tage 10 h

@DontbealooserbeaSchmuser dann würde der Täter aber auch Lebenslänglich oder die Todesstrafe bekommen müssen.

Neumi
Neumi
Kinig
20 Tage 9 h

Es wurde hier doch immer wieder gesagt, dass das Ganze übertrieben breitgetreten wird.
Die Nennung der Namen ist nur eines von vielen Übeln.

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 6 h

Neumi ich lese keine Zeitung.Und hier im Forum sah ich kein Photo.

corona
corona
Superredner
20 Tage 5 h

@Sag mal
Du liest keine Zeitung? Und dann fühlst du dich so kompetent informiert, um überall deinen Senf dazuzugeben?🤣🤣🤣🤣🤣🙈🙈🙈🙈

Neumi
Neumi
Kinig
20 Tage 4 h

@ Sag mal Doch, hier gab’s vor ein paar Tagen ein Foto des Sohnemanns. Von anderen Beteiligten weiß ich nichts.

Mauler
Mauler
Superredner
20 Tage 8 h

Blablabla
Und wos isch mitn Corona Virus?
Es Problem isch das mor olle Sensationsgeil sein!

halihalo
halihalo
Superredner
20 Tage 8 h

genau …und das größere Problem ist noch , daß sich viele von den Medien so sehr beeinflussen lassen , das sie den Sinn für die Realität komplett verlieren

Jiminy
Jiminy
Kinig
19 Tage 23 h

ich bin nicht alle!!

halihalo
halihalo
Superredner
19 Tage 20 h

@Jiminy
doch doch ein bischen sensationsgeil wirst du schon auch sein😂

Sun
Sun
Superredner
20 Tage 9 h

Die Grenzen wurden weit überschritten, allein die Kommentarfunktion bietet viel Raum für Spekulationen und nicht belegte Anschuldigungen.

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 6 h

Sun😇😇😇😇

tzick
tzick
Grünschnabel
20 Tage 8 h

… vollkommen… leider stürzen sich die Medien gerade wie die Aasgeier auf alles … was in ihren Augen sensationswürdig ist. Das Leid der beteiligten Menschen wird dabei kaum oder gar nicht beachtet.

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 7 h

tzick meint Ihr etwa die Geheimhaltung macht das Leid kleiner?!!Wie lange hatt die Frau vorher unter der Angst gelitten ?Das ist man den Eltern u.Schwester schuldig dass aufgeklärt und zur Rechenschaft gezogen wird .

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
20 Tage 6 h

@Sag mal     aufklären soll die Polizei, Urteilen soll die Richterschaft, nicht die Journalisten.

tzick
tzick
Grünschnabel
20 Tage 6 h

@Sag mal
natürlich soll dies aufgeklärt werden. Wenn ich aber beteiligt wäre, möchte ich es vom Gericht erfahren und nicht aus den Medien…. kenne ein paar Leute, die durch die Medien irgendwie durch Mutmaßungen angeschwärzt wurden.. die trauen sich heute nicht mehr aus dem Haus,,, obwohl sie unschuldig waren. Voreilige Schnellschüsse durch die Medien zerstören Leben… Entschuldigungen danach sind in Miniabsätzen zu lesen, die keiner mehr beachtet..

HansiH
HansiH
Grünschnabel
20 Tage 9 h

Eine einfache Antwort auf am Ende des Artikels gestellte Frage: Ja!

wellen
wellen
Universalgelehrter
20 Tage 8 h

Die Berichterstattung ist unter jedem Niveau. Niemand ausgenommen. Die Kolkateralschäden für die Familie bleiben lebenslang. Gibt es ein Recht die Presse haftbar zu machen?

moler
moler
Superredner
20 Tage 7 h

Nein nicht haftbar machen.

Aber wenn ich zb. eine Kneipe betreibe und Sperrstunde, Geräuschpegel usw. nicht einhalte, wird eine Zeit lang zugesperrt.
So sollte mal 1 Woche oder auch länger keine Auflage erscheinen dürfen.

Offline
Offline
Superredner
20 Tage 1 h

@moler..und was und vorallem wo ! sollen wir dann in dieser Woche kommentieren ?

wouxune
wouxune
Universalgelehrter
20 Tage 8 h

Leider isch des mittlerweile normal. Nicht nur in diesem Fall. Man denke an den schlimmen Unfall in Luttach uvä.

c2or9on1a
c2or9on1a
Neuling
20 Tage 8 h

Nein, ihr habt euch an das Mass gehalten, für uns passt es so, nur manchmal Flüchtigkeitsfehler in der Grammatik, oder in der Satzstellung, dass es dann ein wenig anders verstanden wird weil die Betonung dann auf ein anderes Wort fällt. So auch
z.B.
als es darum ging, dass Benno die 40 min an dem Fischerteich verbracht haben könnte….
Dann, dass der Betreiber des Teiches Benno dort niemals gesehen hätte.
worauf dich dieser letzte Satz beziehen wird – auf die 40min oder auf die gesamte Jugendzeit- haben wir nicht genau verstanden.

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Superredner
20 Tage 6 h

Sie prangern Grammatikfehler an? 😅🥳

c2or9on1a
c2or9on1a
Neuling
20 Tage 4 h

@Piefke-NRW genau, in Südtirol spricht znd schreibt man nicht immer sauber die deutsche Sprache, und der Sinn des Artikels kann darum anders verstanden werden

Gruentee6
Gruentee6
Tratscher
20 Tage 8 h

Meiner Meinung nach wurde auf jeden Fall die Grenzen seitens der Medien überschritten. Man kann über die Suchaktion berichten und ob die 2. Leiche gefunden wird, aber m. E. sollten keine Informationen zu den laufenden Ermittlungen rausgehen – das hat die Bevölkerung nicht zu interessieren – das führt nur zu Vorverurteilungen. Man soll nach einem rechtskräftigen Urteil über den Fall berichten und das wars! 

Chrys
Chrys
Tratscher
20 Tage 8 h
Auch ich wundere mich manchmal über diese Berichterstattungen, bzw. der Vorverurteilung von Benno. Wahrscheinlich wird es so auch stimmen. Meistens steht ganz am Ende noch der Satz, es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, jedoch in keinem Verhältnis zu den Artikeln. Bis heute sind doch nur 2 Dinge sicher.  1. Die Leiche der Mutter/Ehefrau wurde gefunden 2. Es gibt Blutspuren vom Vater am Brückengeländer.  (Außer ich habe etwas verwechselt/übersehen) Fuer mich ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass Benno die beiden Leichen an verschiedenen Orten “entsorgt” hat. Auch stellt sich die Frage, ob Tote noch Blutspuren hinterlassen, zumindest wenn sie schon einige Zeit… Weiterlesen »
Faktenschlecker
Faktenschlecker
Grünschnabel
20 Tage 8 h

na mir welln ols wissen.A die Grösse und marke der Unterhosen

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
20 Tage 8 h

Dass die Berichterstattung in ein Kesseltreiben ausartete, bekam ich in D nicht mit. Eigentlich naiv, denn die Bild schreckt ja auch vor nix zurück. 
Beim Lesen der SN-Veröffentlichungen stutzte ich wegen der Nennung des Tatverdächtigen-Namens. Obwohl noch gar nicht feststeht, was passiert ist.

sepp2
sepp2
Superredner
20 Tage 6 h

Sie Südtiroler schlagen sich immer auf die Seite des Beschuldigten. Siehe Lutach

Sag mal
Sag mal
Kinig
20 Tage 3 h

sepp2 gell,😇immer dasselbe.🙄

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
20 Tage 6 h

Es wurden keine Grenzen der Ethik überschritten. Das Verschwinden des Paares muss schonungslos aufgedeckt werden. Erst recht dann, wenn, wie vermutet, ein Verbrechen dahintersteckt.

Lilly
Lilly
Neuling
20 Tage 7 h

Ich finde es sehr fragwürdig, dass der Name des Sohnes so oft und so viel berichtet wird. Natürlich war der schon vorher bekannt durch die Suche. Aber solange nichts bewiesen ist, gilt immer die Unschuld. Ich möchte nicht für den Angeklagten sprechen, denn ich weiß (wie 99% von uns allen) rein gar nichts über den Fall… aber eine persönliche Meinung, sowie die Mutmaßungen der Journalisten hat nichts in den Medien zu suchen. Falls der Sohn doch unschuldig sein sollte, wird er nie wieder ein normales Leben führen können. Warum macht man das?

Realistisch
Realistisch
Grünschnabel
20 Tage 6 h

Ja die Grenzen sind eindeutig überschritten worden

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
20 Tage 6 h

Wenn Südtirol News schreibt,angeblich wurde ein Schuh von Peter Neumeier aus Etsch GEFISCHT,finde ich auch Geschmacklos,man hätte auch geborgen schreiben können

jack
jack
Universalgelehrter
20 Tage 8 h

obo gelesn und komentiert werts va olle.
also lests net und schreib net enkon saubledn senf dozue nuar isch vielen geholfen

MartP
MartP
Grünschnabel
20 Tage 7 h

Im Grunde interessiert sich die Presse für die Klicks, sonst nicht viel. Es ist ein hartes Geschäft mit viel Konkurrenz. Die Schreier in der Bevölkerung müssen bedient werden, mit sachlichen Artikel gewinnt man nicht viel.

Das trifft ebenso auf die Berichterstattung in der Corona Pandemie zu. Auch da gießt die Presse sehr oft Öl in Feuer, als eher hilfreich zu sein und die Menschen eher zur Einhaltung der Maßnahmen zu bewegen.

moler
moler
Superredner
20 Tage 7 h

Nicht nur in diesem Fall werden die Grenzen von Medien und Journalisten überschritten.

Leider ist die mediale Macht so groß, daß sich meistens keiner etwas zu sagen traut. Sonst wirst du früher oder später komplett fertig gemacht.

xXx
xXx
Universalgelehrter
20 Tage 7 h

“only bad news are good news”

Das war schon immer das Motto aller Berichterstatter und Medien, da schenkt ihr euch alle nichts, nur die Skrupellosigkeit scheint mit der Auflage zu steigen.

quilombo
quilombo
Grünschnabel
20 Tage 7 h

Bin voll einverstanden mit der Anklage, daß der nötige Respekt bei der Berichterstattung dieses Falles in allen Medien gefehlt hat.
Manchmal mehr, manchmal weniger glitt die Sache in pure Sensazionshascherei ab.
Zum Glück habe ich keinen Fernseher, denn soviel ich gehört habe, waren manche italienische Sendungen direkt brutal.

Faktenchecker
20 Tage 7 h

Meine Eingabe wurde angenommen. 😂😍

Offline
Offline
Superredner
20 Tage 6 h

Bin gespalten. Einerseits ist es eine Aufgabe von Journalisten, ua. über Tagesereignisse zu informieren, andererseits wurde nicht nur in diesem Fall die Grenze von Seriosität bisweilen zugunsten von “Schlagzeilen” überschritten. Es wird von Mord und/oder Femizid geschrieben, was werder bewiesen noch richtig ist. Berichterstattung im Stile eines Massenblattes aus D ist weder angebracht noch notwendig.

Look_at_Yourself
20 Tage 4 h

Also, für mich wurden in der Berichterstattung jegliche Grenzen überschritten. Ganz besonders die Berichterstattung über den Sohn des vermissten Ehepaares ist in meinen Augen völlig unterirdisch.
Es würde völlig ausreichen, wenn man solche Details nach einer Verurteilung veröffentlichen würde.
Angenommen, er stellt sich in einigen Tagen als unschuldig heraus, in Südtirol könnte er sich ganz sicher nicht mehr blicken lassen.

Alba
Alba
Grünschnabel
20 Tage 3 h
So wid die Dinge sich entwickelt haben, konnte es wohl nicht anders kommen. Fakt 1: zwei Menschen sind spurlos verschwunden. Fakt 2: Der Fall wurde publik, man wollte sie ja mit Hilfe von Augenzeugen finden. Dass dabei Namen genannt werden, versteht sich von selbst. Fakt 3: Wer sie zuletzt gesehen hat, wird natürlich befragt. Er ist über wichtige Details informiert. Fakt 4: Es werden verschiedene Szenarien in Betracht gezogen. Fakt 5: die dramatische Wende: der Sohn gerät ins Kreuzfeuer der Ermittlungen. Fakt 6: Zu diesem Zeitpunkt ist die Bevölkerung bereits “involviert”. Man macht sich Gedanken und stellt Vermutungen an. Fakt… Weiterlesen »
onassis
onassis
Tratscher
20 Tage 1 h

Es wurden mit Sicherheit keine Grenzen überschritten. Die Bevölkerung Südtirols hat das Recht so gut wie möglich informiert zu werden, und das ist laut Medien einigermaßen auch gelungen.

Bracken
Bracken
Grünschnabel
20 Tage 5 h

Würde ein Journalist das gleiche über seine Angehörige berichten?
Ich denke nicht.

inni
inni
Superredner
20 Tage 4 h

Benno Neumair hat ja selbst den Rai-Journalisten Rede und Antwort gestanden.

Orchidee
Orchidee
Grünschnabel
20 Tage 6 h

Wer sind diese Personen die eine Eingabe genacht haben? Privatpersonen?

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
20 Tage 5 h

Die Medien sind halt auch nur wie die Gesellschaft!
Sensationsgeil und Voyeuristisch,unterm Motto
bad News are good News.
Empfehle der betroffenen Familie indiskrete Informanten und Medien in Grund und Boden zu prozesieren.
Schämt euch!

Willi I.
Willi I.
Grünschnabel
20 Tage 3 h

Kritik an der sensationsgierigen “Berichterstattung” ist in vergangenen Fällen angebracht gewesen und wird in zukünftigen Fällen angebracht sein.
Die Presse hängt ihre Jagdbeute, mit dem Licht der Rafferei beleuchtet, ins Schaufenster und die Passanten kaufen bereitwillig die bluttriefende Ware um ihren Gelust nach Aufmerksamkeits erhaschenden Getuschel zu bedienen.

mermer
mermer
Neuling
20 Tage 1 h

Ich bin überzeugt, dass sachliche berichterstattung nicht interessant genug ist; hatte vor ca. 20 jahren einen schweren verkehrsunfall und war somit auf der titelseite einer unserer tageszeitungen… nur aufgrund des fotos des unfallautos konnte ich den bericht mir zuordnen…. der dazugehörige text war ziemlich realitätsfern…

Enzian
Enzian
Neuling
20 Tage 4 h

Endlich meldet sich jemand gegen die Sensationspresse! Es war inzwischen peinlich geworden was da aufgetischt wurde. …und dass hier die deutsche Bild als schlechtes Muster zitiert wird ist auch peinlich. Ich bin zwar kein Bildfan, aber da gibt’s bei Berichterstattung über Verbrechen sogar noch gewisse Grenzen. Immerhin kriegen Gesichter auf Fotos einen scharzen Balken und Namen werden nur mit Anfangsbuchstaben genannt.

DerTourist
DerTourist
Grünschnabel
20 Tage 3 h

Jedes Land hat seine eigenen Bräuche, aber ich persönlich denke auch, dass in dieser Zeitung zu viele persönliche Daten erwähnt werden. Dies hat einige Konsequenzen, insbesondere bei Online-Nachrichten, da Informationen häufig automatisch an anderer Stelle gespeichert werden, bevor auch nur eine Person die Nachricht gelesen hat.
Was einmal online ist, wird das Internet nie los, auch wenn sich später herausstellt, dass eine Person nichts mit einem Fall zu tun hat. Dann ignoriere ich die Diskussion noch, ob ein Verdächtiger das Recht auf Privatsphäre hat, völlig.

Kurios
Kurios
Superredner
19 Tage 21 h

Das öffentliche Interesse ist wohl berechtigt Informationen zu bekommen bis die Wahrheit und alle Einzelheiten über diesen abscheulichen Fall ans Tageslicht kommen. Es wurden anfangs zwei Menschen vermisst, dann eine wie vermutet aus der Etsch geborgen. Scheinbar erdrosselt. Also Leute wenn man hier noch die Mitbürger im Dunkeln lassen will, Verdächtige geheim halten möchte, dann stimmt wohl einiges nicht mehr in unserer heutigen Gesellschaft. Eine moderne Art der “Omertà” und Zensur wird verlangt !! Nein, das kann es nicht sein.  

Queen
Queen
Superredner
20 Tage 4 h

Berichterstattung im Falle eines Mordes, bei dem es noch keinen geständigen Moerder gibt, ist sogar meines erachtens absolut wichtig und richtig. Fotos und vollen Namen der Angehörigen zu veröffentlichen, ist nicht angebracht. Vobei man in bestimmten Fällen womöglich sogar mehr Zeugen erreicht, da die Aufmerksamkeit erhöht wird.

Stadtler
Stadtler
Tratscher
19 Tage 22 h

Wenn die lokalen Medien schon übertrieben haben, was ist dann mit den nationalen? Die Sendung „Chi l‘ha visto“ ist das niveauloseste was ich je gesehen habe

mandela
mandela
Superredner
20 Tage 5 h

Natürlich ist die breite masse unbeschreiblich neugierig und stürzt sich sofort auf jede neuigkeit! Jedes foto, jede ausnahme werden genauestens angeglotzt!! Ist scheinbar natürlich, und niemanden sche…. gar nix, wie es den hinterbliebenen geht. Alle verrückt! Auf der einen seite jeder ein gaffer und dann aufregen weil die menschen aus ethischer sicht verletzt wurden…

Faktenchecker
19 Tage 22 h

Oberbozen ist sicher amused ?? 😁😁😁

Stefa
Stefa
Neuling
19 Tage 22 h

Ich finde das es grundsätzlich nicht fair ist Namen in Berichterstattungen zu nennen wenn noch kein Urteil gesprochen wurde. In diesem Fall gebt es weder einen Verurteilten noch sollte die Presse den Rest der Familie des Angeklagten der Öffentlichkeit zum Fraß vorwerfen.

Burgltreiber
Burgltreiber
Superredner
19 Tage 12 h

Um einen Bericht zuschreiben braucht es auch Informanten ( Nachbarn,Ermittler usw.) reden ist Silber ….schweigen ist Gold…nutzlos sich aufzuregen einer spricht immer!!!

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