Von: luk
Trentino/Piemont – Der Winter meldet sich eindrucksvoll zurück: In den Dolomiten sind innerhalb von 24 Stunden teils bis zu einem halben Meter Neuschnee gefallen. Besonders auf mehreren wichtigen Pässen türmte sich die weiße Pracht meterhoch und sorgt derzeit für erhöhte Lawinengefahr. In den alpinen Regionen im Piemont gab es sogar rund einen Meter Neuschnee.
Wie Meteotrentino mitteilt, hat sich das Hochgebirge wieder komplett in ein winterliches Kleid gehüllt. Oberhalb von etwa 1.700 Metern wurden im Schnitt zwischen 20 und 50 Zentimeter Neuschnee gemessen. Spitzenwerte von rund 50 Zentimetern registrierten die Meteorologen am Fedaiapass, am Rollepass sowie am San-Pellegrino-Pass.
Auch insgesamt fiel viel Niederschlag: Innerhalb eines Tages kamen verbreitet zwischen 20 und 50 Millimeter zusammen. In besonders exponierten Gebieten sorgte der sogenannte „Stau-Effekt“ – feuchte Luftmassen prallen auf die Berge und werden zum Aufsteigen gezwungen – für noch intensivere Niederschläge. Spitzenreiter war der Passo Pian delle Fugazze mit rund 130 Millimetern Regenäquivalent, während im Vallarsa mehr als 100 Millimeter gemessen wurden.
Selbst in tieferen Lagen ließ sich der Winter kurz blicken: Lokal fiel Schnee oder Schneeregen sogar unterhalb von 1.000 Metern – etwa in Tesero, wo heute die Paralympische Winterspiele zu Ende gehen.
Die Kombination aus starkem Schneefall und kräftigem Wind hat allerdings auch Folgen: Oberhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr inzwischen auf Stufe 3 („erheblich“) gestiegen.
Ein Meter Neuschnee im Piemont
Im Piemont schüttelte Frau Holle ebenfalls ihre Kissen aus, und das ordentlich: In Macugnaga auf 1.300 Metern Höhe am Monte-Rosa-Massiv kamen innerhalb von 24 Stunden mehr als ein Meter Neuschnee zusammen.

“Macugnaga gehört zu den klassischen Orten der Südalpen, wenn sich der Schneefall im Südstau festfrisst. Die feuchte Mittelmeerluft wird direkt gegen das gewaltige Monte-Rosa-Massiv gedrückt – und genau dort können sich die Niederschläge regelrecht stapeln”, so der Schneeinfluencer “SchneeToni”.
Auch im Aostatal, in Sestriere oder Livigno schneite es kräftig. Das Video zeigt die Lage in Macugnaga am Sonntagvormittag.






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