Von: luk
Catania/Ätna – Am Südhang des Ätna in Sizilien zeigt sich derzeit ein außergewöhnliches Naturschauspiel: Auf rund 2.600 Metern Höhe, am Endpunkt der Seilbahn vom Rifugio Sapienza, türmen sich Schneewände von über drei Metern Höhe. Es ist ein gewaltiger Anblick. Menschen schauen vor dieser Kulisse beinahe wie Ameisen aus.

Die beeindruckenden Aufnahmen vom Vortag zeigen Besucher, die zwischen meterhohen Schneewänden spazieren – ein Anblick, der eher an alpine Hochgebirge als an den größten aktiven Vulkan Europas erinnert. Trotz der südlichen Lage und frühlingshaften Temperaturen in tieferen Lagen herrschen in dieser Höhe weiterhin Winterbedingungen.
Der Ätna ist bekannt für seine starken Wetterkontraste, doch solche Schneemengen Ende April sind selbst für die Region bemerkenswert.
Die Wintersaison war dort von außergewöhnlich großen Schneemengen geprägt, besonders im Zeitraum zwischen Mitte Januar und Mitte März. Verantwortlich dafür waren vor allem intensive Neuschneefälle im Zusammenhang mit dem Zyklon „Harry“. Durch diese Schneefälle und zusätzliche Verwehungen in Geländemulden liegen die Schneehöhen am Boden weiterhin bei über drei bis vier Metern, mit Spitzenwerten von bis zu sechs Metern in höheren Lagen.
Die Seilbahn vom Rifugio Sapienza bringt Besucher direkt in dieses spektakuläre Gebiet, das aktuell sowohl Touristen als auch Fotografen anzieht.
Das Video zeigt die aktuelle Situation entlang der kürzlich von Mitarbeitern der Seilbahn am Ätna freigeräumten Strecke an der Südseite, zwischen 2.500 und 2.850 Metern Höhe, im Gebiet Pian del Lago.




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