Von: ka
Meran – Heute erhielt AmUm Ambiente Umwelt Meran einen besonders bedeutenden Besuch: Vier von der Vereinigung Brain EO aus Altavilla Vicentina betreute Personen trafen sich mit den Freiwilligen des Vereins. Daraus entstand ein intensiver Moment des menschlichen Austauschs und des Umweltengagements in der Aula Magna der FOS Marie Curie in Meran.
Brain EO, seit 1993 aktiv, begleitet Menschen, die schwere erworbene Hirnverletzungen erlitten haben, sowie deren Familien und unterstützt sie auf ihrem körperlichen, kognitiven und sozialen Rehabilitationsweg. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Realitäten – der aus Vicenza und jener aus Meran – entstand im Rahmen der Initiative „Stappa per Brain“, einem ethischen Kreislaufprojekt, das die Sammlung von Korken vorsieht, um Rehabilitations- und Sozialisierungsaktivitäten für die Betroffenen zu unterstützen. Jede gesammelte Tonne wird nämlich an das Unternehmen Amorim Cork verkauft, das den Kork in neue Materialien verwandelt und damit einen finanziellen Beitrag für Projekte wie Gartentherapie, Hippotherapie und Theatertherapie generiert.

Im Mittelpunkt des Treffens standen Matteo, 20 Jahre alt, der nach dem Koma das Sprechen neu erlernen musste; Chiara, eine junge Anwältin, die heute einen Weg voller Herausforderungen beschreitet; Mirko, der aufgrund einer Krankheit viele Fähigkeiten verloren hat, aber mit seinem Lächeln weiterhin große Positivität vermittelt; sowie Ferdinando, ehemaliger Motorradfahrer, der gemeinsam mit seiner neuen Familie die Anwesenden tief bewegte.
„Es war ein Treffen, das einen mit Situationen konfrontiert, die leider häufig, aber wenig sichtbar sind“, erklärte Carla Molinari von AmUm. „Ihre Geschichten haben uns über den Wert des Lebens nachdenken lassen und darüber, wie wichtig Solidarität und gegenseitige Unterstützung sind – mit einer umweltfreundlichen Geste im Hintergrund.“

Die Initiative hat den gemeinsamen Schnittpunkt zwischen Umweltschutz und sozialem Engagement deutlich gemacht: Die Sammlung von Korken wird zu einem konkreten Instrument, um Kreislaufwirtschaft und Inklusion zu fördern. „Wir übergeben Korken, aber in Wirklichkeit tragen wir dazu bei, Menschen Chancen und Würde zurückzugeben“, wurde während des Treffens betont.
Die vier Gäste wurden von Valentina, Nicola und Paride begleitet, die die Betreuten täglich mit großer Hingabe unterstützen und dabei Aufmerksamkeit und Professionalität zeigen. Seitens AmUm waren sechs Freiwillige anwesend, die an einem Austausch teilnahmen, der einen bleibenden Eindruck hinterließ.

„Dieser Besuch hat uns daran erinnert, wie groß die Wirkung auch kleiner Gesten sein kann“, unterstreichen die Vertreterinnen von AmUm. „Einen Korken zu sammeln bedeutet, Lebenswege zu unterstützen, Beziehungen zu schaffen und sowohl der Umwelt als auch den Menschen Wert zu geben.“
Das Treffen endete mit der gemeinsamen Zusage, die Zusammenarbeit fortzuführen und ein solidarisches Netzwerk zu stärken, das ökologische Nachhaltigkeit und soziale Inklusion miteinander verbindet.






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