Konstruktives Gespräch

Bozen und Eppan tauschen sich über Mobilität, Verkehr und Umwelt aus

Montag, 26. Januar 2026 | 15:35 Uhr

Von: mk

Bozen/Eppan – Im Bozner Rathaus haben sich Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati, Vizebürgermeister Stephan Konder, Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser und der Eppaner Gemeindeausschuss unter Bürgermeister Lorenz Ebner zu einem Gespräch getroffen. In einer freundlichen und konstruktiven Atmosphäre wurden einige Themen behandelt, die von gemeinsamem Interesse sind. Beide Seiten haben gesagt, dass sie den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen benachbarten Gemeinden weiter ausbauen möchten.

Bürgermeister Claudio Corrarati betonte, dass Treffen dieser Art sehr wichtig sind. Er hoffe, dass sie in Zukunft in regelmäßigen Abständen stattfinden, und dass auch die anderen Nachbargemeinden mit am Tisch sitzen, denn auf diese Weise könnten Strategien und Lösungen für Angelegenheiten entwickelt werden, die von gemeindeübergreifender Bedeutung sind.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Mobilität und der öffentliche Personennahverkehr, vor allem angesichts der vielen Pendlerinnen und Pendler, die auch aus dem Überetsch jeden Tag nach Bozen kommen, um hier zu arbeiten oder zur Schule zu gehen. Durch eine bessere Koordinierung sollen die Verbindungen effizienter und nachhaltiger gestaltet werden.

Ein weiteres Thema war die urbanistische Entwicklung. Die Gemeinde Eppan steht kurz vor dem Abschluss der Arbeiten für die Erstellung des Gemeindeentwicklungsplanes. Es wurden die wichtigsten Themen des Gemeindeentwicklungsplanes vorgestellt.

Bezüglich der Umwelt wurde vor allem über das Problem des sogenannten „Mülltourismus“ diskutiert. Dieses Problem belastet vor allem die Landeshauptstadt, denn sie muss für die Beseitigung von Abfällen aufkommen, die nicht von den Boznerinnen und Boznern stammen, und hierfür auch die Kosten übernehmen. Beide Seiten haben bekräftigt, dass sie die Kontrollen künftig intensivieren und vermehrt Strafen ausstellen werden. In Bozen wird überlegt, die geltenden Maßnahmen weiter zu verschärfen, um die illegale Ablagerung von Abfällen, die von Bürgerinnen und Bürgern aus anderen Gemeinden stammen, effizienter zu bekämpfen.

Schließlich wurde auch über die beiden Orte Frangart und Sigmundskron gesprochen. Sie liegen beide an der Gemeindegrenze, und ein gemeinsames Thema sind die Parkplätze. Diskutiert wurde auch über die Verkehrslösung, die beim Pillhof angedacht ist. Dort soll nämlich eine Unterführung entstehen und es sind noch andere Verkehrsmaßnahmen geplant, mit dem dieser Straßenabschnitt entschärfen werden soll.

Das letzte Thema war die nachhaltige Mobilität. Hier wurde vor allem der Radweg in der Drususstraße und seine Weiterführung bis zur Gemeinde Eppan besprochen. Ein solcher Radweg ist von strategischer Bedeutung, denn mit ihm könnte das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel zum Auto gefördert werden, wodurch sich die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger beider Gemeinden, von Bozen und Eppan, verbessern würde.

Bezirk: Bozen, Überetsch/Unterland

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