Präsidentin Claudia Sheinbaum betont "souveräne Entscheidung"

Druck aus USA – Mexiko stoppt offenbar Öllieferungen an Kuba

Dienstag, 27. Januar 2026 | 22:48 Uhr

Von: APA/Reuters

Mexiko beugt sich offenbar dem Druck von US-Präsident Donald Trump und schränkt die Öllieferungen nach Kuba ein. Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte am Dienstag indirekt einen Medienbericht, demzufolge die Lieferungen für die kommunistisch regierte Karibikinsel ausgesetzt wurden. Sie wich der Frage aus, ob Öllieferungen zurückgehalten werden, und antwortete stattdessen: “Es ist eine souveräne Entscheidung, und sie wird in dem Moment getroffen, in dem es notwendig ist.”

Ob die Exporte wieder aufgenommen würden, ließ sie offen und erklärte lediglich, das werde mitgeteilt werden. Sheinbaum betonte, die Entscheidungen des staatlichen Ölkonzerns Pemex stützten sich auf Verträge oder seien humanitär. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche gemeldet, dass die mexikanische Regierung einen Stopp der Öllieferungen nach Kuba prüfe. Hintergrund seien Befürchtungen, Mexiko könnte wegen der Unterstützung Kubas ins Visier der USA geraten.

Trump: “Kuba wird bald fallen”

In Washington erklärte US-Präsident Trump, “Kuba wird bald fallen” und verwies darauf, dass die Öl- und Geldflüsse aus Venezuela eingestellt worden seien. Trump hatte nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Spezialkräfte am 3. Jänner angekündigt, den Öl- und Geldfluss von Venezuela nach Kuba zu unterbinden.

Venezuela, einst wichtigster Versorger der Insel, hat Schifffahrtsdaten zufolge seit etwa einem Monat kein Öl mehr geliefert. Damit kommt Mexiko eine Schlüsselrolle zu: Pemex exportierte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 19.200 Barrel (je 159 Liter) Rohöl und Ölprodukten pro Tag nach Kuba.

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