Von: mk
Bozen – Heute Vormittag wurde im Bozner Gefängnis in der Dantestraße eine Vereinbarung unterzeichnet, die den offiziellen Startschuss für das Sozialprojekt „Eine Brücke für einen Neustart“ gibt. Das Sozialprojekt ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Bozen und der Direktion des Bozner Gefängnisses mit dem Ziel, die Wiedereingliederung von Gefangenen in der Gesellschaft und im Arbeitsleben zu fördern.
Ab Februar dürfen kleine Gruppen von Gefangenen gemeinnützige Arbeiten verrichten. Die freiwilligen Arbeitseinsätze, die die Gefangenen kostenlos ausführen, sind z.B. die Pflege von Grünflächen oder kleine Instandhaltungsarbeiten auf dem Gemeindegebiet. Am Projekt teilnehmen können Gefangene, die z.B. bereits in der Vergangenheit die Erlaubnis hatten, außerhalb des Gefängnisses zu arbeiten.
Mit dem Sozialprojekt soll das Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmenden gestärkt werden, und sie sollen die Möglichkeit erhalten, etwas Nützliches für die Allgemeinheit zu tun. Der Bozner Bürgermeister Claudio Corrarati zeigte sich davon überzeugt, dass es sich um ein wertvolles Projekt handelt, denn das Gefängnis hat als Einrichtung nicht nur einen Selbstzweck, sondern es kann und muss auch konkrete Maßnahmen für die Wiedereingliederung der Gefangenen in der Gesellschaft umsetzen. Die heute unterzeichnete Vereinbarung sei daher ein wichtiger Schritt, um jenen, die die Voraussetzungen mitbringen, eine reelle Chance auf Rückkehr in die Gemeinschaft anzubieten.
Der Direktor des Bozner Gefängnisses Giovangiuseppe Monti erklärte, dass das Gefängnis die Aufgabe habe, Angebote und Chancen anzubieten. Die korrekte und verantwortungsbewusste Nutzung dieser Möglichkeiten hänge dann in erster Linie vom persönlichen Einsatz der Gefangenen ab, die sich am Projekt beteiligen.
Die erste Aufgabe der Gruppe, die im Februar mit ihren Arbeitseinsätzen startet, wird die Reinigung von Grabplatten im Friedhof von Oberau sein. Etliche dieser Grabplatten weisen Spuren von schwarzem Schimmel auf und müssen dringend gereinigt werden.




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