Von: mk
Brüssel – Für den Verein Noiland Südtirol-Sudtirolo, der für das Buchprojekt verantwortlich zeichnet, war es ein weiterer wichtiger Schritt und großer Erfolg. Gemeinsam mit der Coppieters-Stiftung aus Brüssel, die vom EU-Parlament finanziert wird und sämtliche Übersetzungskosten übernommen hat, wurde im vollbesetzten Repräsentationssaal der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino die englische Ausgabe von „Kann Südtirol Staat?“ vorgestellt.
„Wir sind überzeugt, dass eine offene Diskussion ebenso wichtig wie notwendig ist. Eine Gesellschaft, die nicht den Mut hat, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, den Status quo zu hinterfragen und Neues zu wagen, verarmt intellektuell und gedanklich”, erklären die Autorinnen und Autoren den Grundgedanken ihrer Arbeit.
Adelheid Mayr, Fabian Haas, Karin Meister, Marco Manfrini und Harald Mair boten in Vertretung der 16 Autorinnen und Autoren einen Streifzug durch das Buch und seine Schwerpunkte. Im Anschluss moderierte Hana Kreso der Coppieters Foundation eine Diskussionsrunde, an der neben Fabian Haas und Marco Manfrini von Noiland auch Johan Häggman von der FUEN (Federal Union of European Nationalities), die in Südtirol vor allem als Promotorin der Minority SafePack Initiative bekannt ist, sowie Navashna Gajathar von der UNPO (Unrepresented Nations and Peoples Organization) teilnahmen.
Der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann empfing die Noiland-Delegation und sprach zu Beginn der Veranstaltung freundliche Grußworte.
Zu den Gästen zählten auch die Kärntner EU-Abgeordnete Elisabeth Dieringer sowie der Österreichische Botschafter in Belgien Jürgen Meindl, zahlreiche Minderheitenvertreterinnen und Minderheitenvertreter aus ganz Europa und zahlreiche Interessierte.
„Der Austausch mit so vielen Menschen aus ganz Europa hat uns vor Augen geführt, dass Autonomie- und Unabhängigkeitsbestrebungen viel weiter verbreitet sind, als man gemeinhin denkt. Vielerorts wünschen sich die Menschen eine Stärkung der regionalen Parlamente und Regierungen. Die derzeitigen Grenzen werden oft als undemokratische Zwangszugehörigkeit empfunden, die im vereinten Europa überwunden werden kann und soll”, schließt Noiland ab.
Nach den Buchvorstellungen im Südtiroler Landtag, im österreichischen Parlament in Wien, an der Eurac Research in Bozen, im Bayerischen Landtag und bei über 60 Veranstaltungen in ganz Südtirol zeigte sich auch die Hörerinnen- und Hörerschaft in der EU-Hauptstadt vom Projekt und der sachlichen Herangehensweise begeistert.
Der Abend wurde mit einem Südtiroler Buffet abgerundet, bei dem eigens abgefüllter “Kann Südtirol Staat?” Wein aus Kurtatsch ausgeschenkt wurde.




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