"Private Anbieter mit einbinden“

FH: “Corona verschärft Wartezeitenproblem im Gesundheitswesen”

Samstag, 23. Mai 2020 | 18:56 Uhr

Bozen – Die Wartelisten an Südtirols Krankenhäusern haben sich durch den eingeschränkten Dienst während der Corona-Krise nochmals verlängert. Der freiheitliche Gesundheitssprecher und Arzt, Dr. Johann Busetti, fordert neben den vom Sanitätsbetrieb angekündigten kurzfristigen Maßnahmen zur Rückkehr in den Normalbetrieb die schrittweise Einbindung von privaten Anbietern. Diese würden Patienten eine rasche Behandlung ermöglichen und die öffentlichen Einrichtungen entlasten.

„Die Aussetzung von nicht dringenden Facharztvisiten, Leistungen und Operationen während des Corona-Lockdowns haben das Problem der überfüllten Wartelisten im Südtiroler Gesundheitswesen zusätzlich verschärft. Der Sanitätsbetrieb und seine Mitarbeiter stehen vor der schier übermächtigen Herausforderung, diese trotz Einhaltung von Corona-bedingten Sicherheitsauflagen möglichst schnell abzubauen, um eine angemessen und zeitnahe Versorgung der Patienten garantieren zu können. Dies können die öffentlichen Einrichtungen nie und nimmer alleine schaffen, weshalb es notwendig ist, private Anbieter von medizinischen Leistungen mit ins Boot zu holen“, so Busetti.

„Um die Wartelisten in den öffentlichen Einrichtungen nachhaltig und ohne Umwege abzubauen, braucht es grundlegende Systemänderungen hin zu einer stärkeren Einbindung der Privatmedizin in den Landesgesundheitsdienst. Ein Freiheitlicher Beschlussantrag, der diesen so dringend notwendigen Paradigmenwechsel anstößt, wurde im vergangenen Herbst im Landtag mit breiter Mehrheit angenommen. Die jetzige Situation legt die Probleme und Schwächen in der Sanität deutlicher denn je offen. Nur eine schrittweise Einbindung von privaten Dienstleistern als vollwertigen Teil unseres Gesundheitswesens kann Entlastung in die seit Jahren völlig überlasteten öffentlichen Systeme bringen. Die freie und persönliche Arztwahl der Bürger muss endlich gewährleistet werden“, so der freiheitliche Gesundheitssprecher und Arzt, Dr. Busetti.

„Keine Angst: Die für die öffentliche Hand anfallenden Kosten sind im Privatbereich nicht höher als in öffentlichen Strukturen, wie sich bei einer peniblen Durchrechnung  der Aufwände zeigt. Auch für die Bürger darf das zusätzliche Angebot nicht mit Mehrkosten verbunden sein. Deshalb ist ein einkommensunabhängiger Ausbau der Rückvergütungen für alle Patienten, die medizinische Leistungen durch private Kliniken und Fachärzte entgegennehmen, Voraussetzung“, so Busetti.

„Die Landesregierung ist dazu aufgefordert, im Sinne des vom Landtag gefassten Beschlusses zum Ausbau der Rückvergütung für indirekte Gesundheitsleistungen endlich Taten zu setzen. Der richtige Zeitpunkt dafür ist jetzt“, so der Brixner Arzt abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "FH: “Corona verschärft Wartezeitenproblem im Gesundheitswesen”"


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kaisernero
kaisernero
Superredner
6 Tage 21 h

…wartezeiten nochmals verlängert …….
jo seits wahnsinnig…..nu länger geat jo foscht nit

pingoballino1955
pingoballino1955
Grünschnabel
6 Tage 10 h

Hoffentlich sterbmer olle vorher,nor koschtmr nix mear! Gel eis Sanitätsgurus!!!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
6 Tage 7 h

@pingoballino1955…Jahrgänger ?….und was passiert dann mit den Überschüssen ? 😉🤣

Mistermah
Mistermah
Kinig
6 Tage 7 h

Was heißt hier Sanitätsgurus???? Schaltet euer Hirn ein! Fast 3 Monate stopp der normalen Aktivitäten wegen Corona! Jetzt strenge Hygiene und Abstandsauflagen der Phase 2. bedeutet weniger Patienten dürfen zeitgleich in Wartesäle und ambulatorien. wenn vorher schon eine Überlastung war, wird diese jetzt zwangsläufig nochmal verschärft. 1+1 macht immer noch zwei. Die Schuld liegt nicht bei der Sanität, sondern am infektionsschutzgesetz. Nun, ob gerechtfertigt oder nicht darf jeder selbst entscheiden. Aber wenn ich hier lese wie aufgebracht sich die Leute über zuviele Menschen an seen und sonstigen Orten äußern, dann dürft ihr euch nicht beschweren.

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
6 Tage 1 h

Die Sanitätseinheit trifft es aber ganz sicher. Haben das System Tod gespart. Mehr Ärzte einsetzen, dann wären heute nicht so viele auf der Warteliste

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
6 Tage 20 h

Liebe FH , dann macht mal was, nicht nur große Sprüche klopfen.

Mistermah
Mistermah
Kinig
6 Tage 7 h

@storch24
Genau sie?! Sie verfechten doch immer die Corona Maßnahmen! Es sind genau diese Maßnahmen die den normalen Abläufe extrem stören und zeitlich in die Länge ziehen. Das Personal ist das selbe wie vorher. Also erkläre wie gleiches Personal, größerer Zeitaufwand für Leistungen, 3 Monate quasi Stillstand zu kürzeren Wartezeiten führen soll?

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
6 Tage 1 h

Natürlich bin ich eine Verfechterin der Regeln. Und natürlich kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel dagegenhalten. Vor der Coronazeit hätte man dagegen steuern können. Mehr Ärzte einsetzen zum Beispiel

clarissa
clarissa
Grünschnabel
6 Tage 19 h

Man kannt jo in Fūrsorgebeitrog wos jedo afn Lohnzettl oben hot momentan aussetzn, bis olls wiedo funktioniert, no hat man a bissl mehr Geld, weil vieles teura wordn isch.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
6 Tage 7 h

@clarissa…aber nur, wenn die Versorgung trotzdem gesichert ist. Was wäre bei einem Unfall ? Das Risiko im Verhältnis zur Einsparung ist bei Aussetzung von Beitrag und ! Leistung viel zu hoch

Mistermah
Mistermah
Kinig
6 Tage 7 h

Man kann es. Man kann auch Lebensmittel gratis machen zb.

berthu
berthu
Superredner
6 Tage 6 h
Das ist die Umschreibung schon lang anhaltender Tendenz, die Patienten weg von den öffentlichen in die privaten Behandler zu bringen. Im KH vergab man langfristige Termine, mit dem Hinweis, beim gleichen Arzt privat gleich dranzukommen. Und dabei haben die diese Termine oft in den gleichen Praxen mit öffentlich finanzierter Ausstattung ‘erledigt’ – aber nicht auf KKasse! Ein perfides System, die öffentlichen, zustehenden Behandlungskosten zu ‘privatisieren’ und den Ärzten zusätzliches Doppel-Einkommen zu ermöglichen. Dazu hat man an eigenem Personal und Ausstattung krankgespart. Jetzt kommt die Situation ans Licht. “bestens vorbereitet..” hieße vor allem, den normalen Andrang bewältigen zu können, mit sinnvoller… Weiterlesen »
Horti
Horti
Grünschnabel
6 Tage 9 Min

Ein Hoch auf das kaputt gesparte Gesundheitsystem. Einfach nur traurig.

Sag mal
Sag mal
Kinig
6 Tage 5 h

nur nicht ernsthaft krank werden zu keiner Vorsorge gehn und erst wenn Rettung geholt werden muss Sich zu einem Arzt bringen lassen …🙈🙈🙈Alles Andere zu grosse Belastungsprobe.

brunner
brunner
Superredner
5 Tage 20 h

Das war ja klar….Private füttern nachdem man das System totgespart hat….zum Schämen…viele Private gäbe es nicht wenn das öffentliche Gesundheitssystem nicht gewollt heruntergefahren wurde….Private kochen auch nur mit Wasser

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