Bemessungskriterien angepasst

Finanzielle Sozialhilfe: Taschengeld für Obdachlose

Mittwoch, 26. Juli 2017 | 16:09 Uhr

Bozen – Die Landesregierung hat gestern die Richtlinien für die Auszahlung von Leistungen der Finanziellen Sozialhilfe abgeändert.

Wer von zu Hause auszieht, kann in Zukunft sofort 100 Prozent der Mietbeihilfe bekommen. Bisher war für das erste Jahr ein Beitrag von höchstens 50 Prozent vorgesehen. “Mit der früheren Regelung sollte verhindert werden, dass junge Menschen Wohnungen mieten, die sie sich alleine gar nicht leisten können”, erklärt Soziallandesrätin Martha Stocker, sie sei aber bei vielen auf Unverständnis gestoßen. Wer eine Wohnung – oder auch nur ein Teilrecht daran – verschenkt, wird dagegen für fünf Jahre von der Mietbeihilfe ausgeschlossen. Ausgenommen sind Schenkungen an Ehepartner oder Schenkungen zur Belohnung. Außerdem hat die Landesregierung beschlossen, dass in Zukunft auch Nutzer von Obdachloseneinrichtungen – gleich wie Bewohner von Seniorenheimen oder von Wohnheimen für Menschen mit Behinderung – Anrecht auf Taschengeld haben. Dafür bekommen Wohnungslose kein “reduziertes soziales Mindesteinkommen” mehr. In Kraft treten diese Veränderungen mit 1. Jänner 2018.

Schon am 1. Juli treten dagegen jene Anpassungen in Kraft, die nötig sind, um den Änderungen in der einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) Rechnung zu tragen. So kann in Zukunft etwa auch eine Leasingrate für eine Hauptwohnung vom Einkommen abgezogen werden. Diese Rate wird damit gleich behandelt wie Mietausgaben für die Hauptwohnung. Außerdem wurde für die Bewertung jenes Teils des Vermögens, das über den Freibetrag hinausgeht, ein einheitlicher Prozentsatz von 20 Prozent festgelegt.

Auch was die Behandlung der Gesuche betrifft, gibt es mit 1. Juli Neuerungen: Die Frist wurde einheitlich auf 30 Tage festgelegt. Bisher galt eine Frist von sieben Tagen für Fälle, in denen die Sachbearbeiter selbst entscheiden konnten. “Die neue Frist ist vor allem für die Ämter machbarer, gleichzeitig stellen wir aber sicher, dass in Notfallsituationen immer noch sofort eine Entscheidung getroffen werden kann, dass es also zu keinen Verzögerungen zu Lasten der Menschen kommt, die einen Antrag stellen”, erklärt Landesrätin Stocker.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "Finanzielle Sozialhilfe: Taschengeld für Obdachlose"


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MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
27 Tage 21 h

Wahlen 2018 danke SVP,und wo muss man ansuchen Frau Stocker??

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
27 Tage 19 h

am bestn schaugsch ln lh12 vorbei, kreizl üben 😂

giftzwerg
giftzwerg
Superredner
27 Tage 17 h

Obdachlose entscheiden selber oft so zu leben.
Ich finde geld verschenken gar nicht gut, es ist unser geld.ich finde es besser , für ein bett und warmes essen zu sorgen .
Es ist nicht gut wenn manche fürs arbeiten,, weniger verdient als ein obdachloser, irgendwie vergeht dir die lust am arbeiten , wenn du sie alle erhalten musst und selber kannst du dir nichts leisten.du findest dich selber sehr ausgenützt

silas1100101
silas1100101
Superredner
27 Tage 19 h

Für die Ärmsten wird viel zu wenig getan!!

Sag mal
Sag mal
Superredner
27 Tage 9 h

dann müssen die ärmsten selbst was für Sich tun.JEDER der gesundheitlich imstande ist zu arbeiten soll NICHTS bekommen!!!!!!Aber man hatt Angst es könnte jemand auf den Gedanken kommen dass es in Südtirol sehr wohl Arme gibt.Kranken und Alten müsste geholfen werden. Alles extrem und keine Ordnung und Gerechtigkeit.Nur weiter so.

kubo
kubo
Grünschnabel
27 Tage 17 h

Schafft endlich die Mietbeihilfen ab. Kein Mensch hat was davon die Mietpreise sind unnötig hoch und die Bürokratie kostet dem Steuerzahler auch noch jede Menge!

So ist das
So ist das
Superredner
27 Tage 20 h

Die SVPD verteilt jetzt schon die Wahlzuckerlen an die “jungen Menschen”.
Wird nach den Wahlen dann wieder alles verschärft, denn eine 50% ige Steigerung der Mietbeihilfen im ersten Jahr muss ja auch finanziert werden und gespart wird ja bekanntlich immer im sozialen Bereich und bei der Sanität.

Sag mal
Sag mal
Superredner
27 Tage 17 h

keine gute Idee.Wie alles was STOcker verzapft.

Lingustar
Lingustar
Superredner
27 Tage 8 h

Hört am Besten alle auf zu arbeiten, dann klappts auch mit dem sozialen Wohlstand. Garantiert !!

krakatau
krakatau
Superredner
27 Tage 4 h

Lingustar – Du hast recht. Wer arbeitet, ganz gleich ob als Arbeiter, Angestellter oder Firmenchef, der wird vom ersten bis zum letzten Tag ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Und wenn die Steuern, Gebühren und Abgaben nicht mehr reichen und sie auch nicht mehr wegen Wucherei erhöhen kann, dann bleiben immer noch Gesetzesänderungen en masse übrig um den Bürgern auch noch den letzten Knopf aus der Tasche zu stehlen. Wenn ich das nächste mal auf die Welt komme wird mein erster Weg zum Sozialamt sein, dann habe ich keine Spesen, keinen Stress, dafür aber viel freie Zeit um illegalen “Geschäften” nachzugehen

Orbeitstrottl
19 Tage 20 h

iats tats nocher,jeder der net orbeitet wird belohnt.mein Rat: alle aufhören zu arbeitn

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