Pressekonferenz

Freiheitliche kritisieren Wartezeiten an Südtirols Musikschulen

Dienstag, 19. September 2017 | 19:15 Uhr

Bozen – Die Musikschulen in Südtirol sind gefragt und erfahren einen großen Zuspruch bei den Interessierten. Jedoch sind die Ausbildungsplätze knapp und begrenzt, sodass viele interessierte Personen nicht zum Zug kommen und sich in eine lange Warteschleife einreihen müssen. Bis zu drei Jahre kann die Wartezeit bei den Instrumenten Klavier, Gitarre oder Schlagzeug an den unterschiedlichen Musikschulen dauern. Bei vielen anderen Instrumenten sind Wartezeiten von mindestens einem Jahr kein Ausnahmezustand, sondern Realität. Dies erklärten die Freiheitlichen heute auf einer Pressekonferenz.

Musikschulen

Die Landesregierung habe nach wie vor das Problem der langen Wartezeiten nicht bessern können und allein mit „internen Maßnahmen“ werde sich keine langfristige Lösung anbahnen.

„Die Wartelisten bei den italienischsprachigen Musikschulen haben – laut Auskunft des zuständigen Landesrates in der Regel eine Dauer von einem Jahr. Es besteht die Möglichkeit eine Bestätigung in der Warteliste für das darauffolgende Jahr zu beantragen“, erklärten die Freiheitlichen. Für die meisten nachgefragten Instrumente könne die Zeit auf der Warteliste zwei bis drei Jahre verlängert werden (Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Saxophon).

„Hauptsächlich wirken sich die langen Wartezeiten von bis zu drei Jahren negativ auf interessierte Kinder und Jugendliche aus. Ein frühzeitiges Erlernen und die Förderung des musikalischen Talentes werden dadurch verzögert oder verhindert. Auch von einem schwindenden Interesse bei dermaßen langen Wartezeiten muss ausgegangen werden“, so die Freiheitlichen.

Südtirol habe etliche Musikgruppen und Bands auf internationalem Niveau, welche das Land nach außen hin repräsentieren. Hinzu kämen die unterschiedlichen Gruppen auf lokaler Ebene und die ehrenamtlichen Musikkapellen und Chöre. Deshalb sei es von entscheidender Wichtigkeit, die musikalische Bildung für die Zukunft zu sichern und den Nachwuchs zu fördern.

Aus diesen Gründen müssen laut den Freiheitlichen folgende Schritte in die Wege geleitet werden, um die Wartezeiten für Interessierte spürbar zu kürzen: Aufstockung der Anzahl von Musik- und Instrumentenlehrern, dort wo Bedarf besteht; Erhebung der Räumlichkeiten und gegebenenfalls den mangelnden Bestand ausgleichen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Freiheitliche kritisieren Wartezeiten an Südtirols Musikschulen"


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Marta
Marta
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

sonst haben wir wohl keine Probleme???—

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

@Marta – Den Freiheitlichen scheint alles gut genug, um Stimmung zu machen. Wir haben ein Sicherheitsproblem, denken die vermutlich, wenn Kinder warten müssen.

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