Kritik an "scheibchenweiser Präsentation von Einschränkungen"

Freiheitliche: „Totaler Lockdown führt in die Sackgasse“

Montag, 09. November 2020 | 10:11 Uhr

Bozen – Die Freiheitlichen sprechen sich klar gegen den totalen Lockdown für Südtirol aus, der möglicherweise im Raum steht. „Südtirols Betriebe und Unternehmen müssen weiterarbeiten können und auch an den Bildungseinrichtungen ist der Präsenzunterricht aufrecht zu halten“, so die Freiheitlichen. Statt einem erneuten Lockdown solle sich die Landesregierung ein Beispiel an der Slowakei nehmen, wo die gesamte Bevölkerung durchgetestet wird.

„Das Versprechen der Landesregierung, wonach es keinen zweiten Lockdown geben wird, hatte eine Halbwertszeit von wenigen Monaten. Tatsache ist, dass die Landesregierung keinen Plan hat, wie mit der Pandemie umzugehen ist, und der einzige Ausweg in einem weiteren Lockdown gesucht wird, der schlussendlich wieder in einer Sackgasse enden wird“, halten die freiheitlichen Landtagsabgeordneten Ulli Mair und Andreas Leiter Reber in einer Aussendung einleitend fest.

Die öffentliche Hand könne den wirtschaftlichen Stillstand nicht dauerhaft finanzieren. „Ohne Schäden an Gesundheit und Wirtschaft werden wir ohnehin nicht durch diese Pandemie kommen, es gilt deshalb dem Virus durch vernünftige Maßnahmen zu begegnen und die wirtschaftlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Unseren Betrieben und Unternehmen muss das Arbeiten unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen auch im Handel- und Dienstleistungssektor weiterhin möglich gemacht werden. Wenn die geltenden Sicherheits- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht eingehalten werden, gibt es keinen Grund das wirtschaftliche Leben in unserem Land wieder völlig herunterzufahren, Arbeitsplätze zu gefährden und immer mehr Menschen von öffentlichen Hilfsgeldern abhängig zu machen. Das Ausschütten von Hilfsgeldern ist ein Nullsummenspiel, denn hierfür müssen die Steuerzahler früher oder später wieder aufkommen“, betont der Parteichef Andreas Leiter Reber.

Wenn sich sowohl die Wirtschaftstreibenden als auch die Bürger konsequent an die Regeln halten, müsse es möglich sein, von einem Lockdown abzusehen. „Erwerbstätigkeit und Bewegung sind die beste Therapie in dieser Zeit. Auch sensible Branchen, wie Friseure oder Schönheitspflege, wo Körperkontakte unvermeidlich sind, arbeiten bereits jetzt hochprofessionell. Stetes Desinfizieren des Arbeitsplatzes und strenge Maskenpflicht sorgen für Sicherheit und senken das Risiko einer Infektion mit COVID-19“, hält die Vizeparteiobfrau Ulli Mair fest. Ein Lockdown sei inakzeptabel und führe zu enormen Schäden, die sich kaum abschätzen ließen. Es müsse hinterfragt werden, ab wann welche Maßnahmen die in Kauf zu nehmenden Schäden rechtfertigen, so Mair.

„In Europa gäbe es genügend alternative Ansätze im Umgang mit dem Coronavirus. So wird in der Slowakei konsequent die ganze Bevölkerung durchgetestet und die Gesunden können weiterhin dem normalen Leben und der Arbeit nachgehen, während die erkrankte Menschen entsprechend isoliert und behandelt werden“, gibt Andreas Leiter Reber zu bedenken. Das Durchtesten der gesamten Bevölkerung unterbreche nicht nur mögliche Infektionsketten, sondern schone das Arbeits- und Bildungsleben und entlastet das Sanitätswesen, so der freiheitliche Landesparteiobmann.

„Die ganze Panikmache rund um einen möglichen Kollaps des Sanitätsbetriebes ist endlich zu unterlassen, denn dies geht nur auf Kosten des Personals, das bereits jetzt unter großem Druck steht. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb ist schon vor Jahren kollabiert, wenn Patienten für bestimmte Visiten bereits vor Corona über ein Jahr lang warten mussten und entschieden wurde, wer wann für eine Behandlung zugelassen wird. Die Coronakrise hat die ganzen Schwächen und Unzulänglichkeiten nur noch einmal verschärft. Vor allem die fehlende Koordination und die internen Machtspiele in den Führungsetagen des Sanitätsbetriebs müssen ein Ende finden, denn sie sind ausschlaggebend für die herrschenden Probleme. Landesrat Widmann ist aufgerufen endlich dort, wo die Probleme sitzen, durchzugreifen und für Ordnung zu sorgen“, unterstreicht Ulli Mair.

Die Landesregierung habe schlichtweg keinen Plan, wie es weitergehen soll, und flüchte sich stattdessen in den nächsten Lockdown. „Die katastrophale Kommunikation der vergangenen Wochen samt der scheibchenweisen Präsentation stets neuer Einschränkungen und Verordnungen haben dies ganz klar bestätigt. Es muss endlich ein längerfristiges Konzept auf den Tisch, das zumindest bis zum nächsten Frühjahr reicht und keine Schließungen mehr vorsieht“, halten die Freiheitlichen abschließend fest.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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34 Kommentare auf "Freiheitliche: „Totaler Lockdown führt in die Sackgasse“"


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FIRETIM
FIRETIM
Neuling
26 Tage 13 h

Oje, ban kritisieren kemense olle auser fa di Löcher…. Selbst keine Maßnahmen ergreifen obr iatz wol kritisieren….. (STF, Freiheitliche… usw. ols di gleichen)

alpenfranz
alpenfranz
Superredner
26 Tage 12 h

…oder totaler lockdown oder alles offen… fertig. das halb-halb…kann man vergessen

Danny87
Danny87
Grünschnabel
26 Tage 7 h

@alpenfranz besser kann mans nicht schreiben👍🏻

Mac2020
Mac2020
Neuling
26 Tage 13 h

Die Politiker hatten 5 Monate Zeit einen Plan B zu erarbeiten, falls es zu einer zweiten Welle kommen würde. Und sie wussten, dass die zweite Welle kommt, Landesrat Widmann hat dies dauernd betont. Was sehr komisch erscheint, ist, dass vor 3 Wochen sprach man noch über die Möglichkeit die Weihnachtsmärkte in Südtirol abzuhalten…. und nun der totale Lockdown? Da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht! 

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
26 Tage 11 h

Plan B? Wie war bei dem Chaos dann Plan A 🤔

oasterhos
oasterhos
Grünschnabel
26 Tage 13 h

Seit ihr euch am Geld vergriffen hat – glaubt man euch sowieso nichts mehr. Obwohl es in Südtirol längst Zeit wäre unsere allmächtige SVP abzuwählen. 

traurig
traurig
Tratscher
26 Tage 12 h

@oasterhos welche Partei hätt deiner Meinung olles richtig gmocht???? Dr greaschtn Fehler wor dass sie ins vrtraut hobm. Obr na na! Mir hobm koane Schuld!!! Insre Politiker hobm sie!!! I tat amol sogm mir kennen ins die Schuld fifti fifti auftoaln. Und wlche die RICHTIGE Partei war schreibsch mir no bitte.

oasterhos
oasterhos
Grünschnabel
26 Tage 12 h
@oasterhos: Habe weder das eine noch das andere gesagt – lesen zu können wäre schon von Vorteil. Warum schafft Tirol HEUTE am 9.11 schon wieder mehr Genese als Neuinfizierte? Warum hat man in Österreich nicht das Gefühl es geht alles drunter und drüber? Warum hat man bloß das Gefühl, dass bei uns Amateure am Werk sind. Dass die Bevölkerung nicht unschuldig ist, ist klar. Aber du schreibst immer so, als würde Südtirol Corona Festivals abhalten. Und das seit September oder August ohne Unterbrechung. Das Argument, die Leute haben keine Maske zieht nicht und ist längst überholt. Und zur richtigen Partei:… Weiterlesen »
Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
26 Tage 10 h

@traurig…👍 ich darf in Italien/Südtirol nicht an Wahlen teilnehmen und beobachte die politische “Landschaft” nur aus der Ferne. Das allerdings schon seit über 40 Jahren. Es ist wie fast immer, nach den Wahlen ist vor den Wahlen. Zuerst sein “Kreuzchen” machen und danach war es Keine/r. Ist allerdings überall auf der Welt so.

Doolin
Doolin
Grünschnabel
26 Tage 10 h

@oasterhos …nördlich des Brenners hams eben a Sanität die diesen Namen verdient…
😃

Martinus
Martinus
Grünschnabel
26 Tage 7 h

@oasterhos
Die Österreicher sein anfoch die bestigtn🤦‍♂️

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Superredner
26 Tage 13 h

Die Struktur des Gesundheitswesens ist genauso gefährlich wie das Virus. Man hätte das schon vor Corona auf Vordermann bringen müssen. Primär mit ausreichend (!) bezahlten Personal.

Elf
Elf
Neuling
26 Tage 13 h

I mog die Freiheitlichn net obbo olbn des Ingsperre wert ah net helfn…setzmo ins jo selbo Schachmatt…und jo itz kem sicho widdo Kommentare das es die Schuld fa Blablabla isch …. sports enk sell

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Tratscher
26 Tage 12 h

Diesen Aussagen muss ich völlig beipflichten. Unsere Landespolitiker haben echt keinen Plan. Jetzt bestätigen sie, dass Hochzeiten, Firmengeietn, gesellschaftliche Ereignisse, Onnen an Seen, ausgelassenes Treiben auf den Almhütten etc. zur gegenwärtigen Welle führten. Ja, hätten sie das nicht in Sommer wissen und entsprechend unterbinden müssen!

tscheggl007
tscheggl007
Neuling
26 Tage 11 h

@ PeterSchlemihl: die Maskenpflicht in Kombi mit der Abstandsregel war doch stets aufrecht. Bei deinen oben angeführten Festen und Feiern wird jedoch so Mancheiner drauf gepfiffen haben.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Superredner
26 Tage 11 h

Und wer wollte im Sommer nicht auf ” Hochzeiten, Firmengeietn, gesellschaftliche Ereignisse, Onnen an Seen, ausgelassenes Treiben auf den Almhütten etc.” verzichten ? “Die” Landespolitiker ?
Dass das Virus nicht Simsalabim weg ist, war doch Allen klar. Oder nicht ?

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
26 Tage 10 h

Eine “Gefahrensstelle” hast du zu Viel. Auf den Almhütten/Almgasthöfen wurde durch den Beauftragten der BerghofurlauberInnen persönlich die Einhaltung der Coronamaßnahmen kontrolliert und für in Ordnung befunden.

primetime
primetime
Universalgelehrter
26 Tage 10 h
Das steht nirgends. Aber trotzdem mal ein kleines Denkspiel: Die durchschnittliche Inkubationszeit beträgt 2 bis maximal 3 Wochen. Im Sommer war reger Tourismums, viel weniger als sonst haben sich an die Abstands und Maskenregel gehalten. Trotzdem waren die täglichen Neuinfektionen auf einem Minimum! Wie will man diese ständige These und Hetze gegen Tourismus (darunter verstehe ich alle Schlagwörter die du bereit genannt hast) und Maskenverweigerer stützen? Wie will man die These dass der Tourismus schuld an der zweiten Welle ist noch rechtfertigen ohne großen Wirtschaftlichen Schaden für das ganze Land in Kauf zu nehmen? Ganz einfach – es geht nicht!… Weiterlesen »
PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Tratscher
26 Tage 10 h

@primetime Das Rechenspiel sagt gar nichts. Es kann über Wochen und Monate weitergetragen worden sein, von Person zu Person, und wurde von niemandem wahrgenommen. 80 Prozent haben keine Symtome. Und was die Übertragung auf Almhütten und Hochzeiten betrifft, meine ich fast ausschliesslich die Einheimischen. Die hatten den ganzen Sommer hindurch jegliche Maske vergessen. Wie oft habe ich geschrieben, dass kontrolliert und gestraft werden muss.

sophie
sophie
Superredner
26 Tage 13 h

Südtirol hinkt nach, an Stelle von einer ordentlichen Regelung zu Covid, also alle durchtesten, Gesunde arbeiten und kranken helfen, Beteiebe können offen lassen. So werden jeden Tag einige getestet und immer nur Tröpfchenweise geht es weiter, der hanze Wirtschaftskreis wird geschädigt und immer wieder unterbrochen, das nimmt so einfach kein Ende

halihalo
halihalo
Grünschnabel
26 Tage 12 h

in dieser Beziehung gebe ich den Freiheitlichen ausnahmsweise einmal recht

gippes
gippes
Grünschnabel
26 Tage 13 h

Genau so ist es!

Anderrrr
Anderrrr
Universalgelehrter
26 Tage 12 h

Sel gibi a recht ober die sanität gib in die menschen die schuld i sog lei 1300 test verlieren !!!

jagerander
jagerander
Tratscher
26 Tage 11 h

na bitte.hoben sie wieder wos gefundn wou a poor zualosen….

primetime
primetime
Universalgelehrter
26 Tage 10 h

Die KErnaussage ist aber richtig. Wieviele Lockdowns soll es noch geben? 3? 4? 5? Man muss anfangen mit dem Virus zu leben denn keine Wirtschaft der Welt, kein Sozialsystem der Welt kann die Wirtschaftsleichen stemmen

offnzirkus
offnzirkus
Superredner
26 Tage 11 h

Es wird niemals mehr einen totalen lockdown geben! So hies es im sommer. Jetzt soll er doch kommen. Die politiker sind und waren nie ehrlich zu uns. Nur mehr zum kotzen.

Jalapeno
Jalapeno
Neuling
26 Tage 10 h

Mit diesem ständigen Hin und Her ruiniert die Landesregierung jegliches Vertrauen, das man in sie setzt.
Das Einzige, was die führende Politik im Moment gut hinkriegt ist Angst verbreiten und den Leuten die Schuld für die aktuelle Lage zuschieben…
Wir sollen für unser Handeln die Verantwortung übernehmen… wann macht ihr es???

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
26 Tage 10 h

…Wenn sich sowohl die Wirtschaftstreibenden als auch die Bürger konsequent an die Regeln halten, müsse es möglich sein, von einem Lockdown abzusehen…

Die Betonung liegt auf dem Wort „Wenn“ und das ist leider das grosse Problem an der Sache. 🤔

Neumi
Neumi
Kinig
26 Tage 10 h

… und mit Testen ist das Problem erledigt? Gibt’s dadurch weniger Infektionen oder muss man dann DOCH versuchen, das Virus nicht weiterzugeben?

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
26 Tage 11 h

Wir sind schon in der Sackgasse, dank fragwürdigen Endscheidungen .

alig
alig
Grünschnabel
26 Tage 11 h

genau so ist es

Eric73
Eric73
Grünschnabel
26 Tage 11 h

In Sachen Sackgasse sind die ja Profi

Faktenchecker
26 Tage 9 h

FH auf Trumpels Spuren unterweg?

Führt zur Abwahl !!! 😂😂😂😂😂😂😂

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
26 Tage 1 h

ja, die F sind ja nicht in der Landesregierung.  !! und das ist gut so

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