Kompatscher und Fugatti trugen Problematik in Rom vor

Südtirol und Trentino wegen Luegbrücke auf Brennerautobahn besorgt

Freitag, 18. November 2022 | 11:07 Uhr

Rom/Bozen – Über die bevorstehende Sperrung der Lueg-Brücke und die befürchtete Verkehrsüberlastung der A22 haben die Landeshauptleute Kompatscher und Fugatti mit Vizeminister Rixi gesprochen.
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Die Luegbrücke auf der Brennerautobahn (A13) in Tirol ist seit Anfang Oktober für einige Tage pro Fahrtrichtung nur einspurig befahrbar. Der Autobahnbetreiber Asfinag führt vor Beginn der Wintersaison “unaufschiebbare Sanierungen” durch, um noch massiveren Belegsausbrüchen vorzubeugen. Im Jahr 2025 soll der Abschnitt für bis zu zwei Jahre pro Fahrtrichtung nur einspurig befahrbar sein. Die Arbeiten in Tirol wirken sich auch auf die Mobilität südlich des Brenners aus. So stauten sich zuletzt Ende Oktober die Schwerfahrzeuge auf der Brennerautobahn (A22) zwischen der Staatsgrenze und dem Unterland in einem Abschnitt von hundert Kilometern. In der Folge lag der Verkehr bis Rovereto lahm.

Darüber haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und sein Trentiner Amtskollege Maurizio Fugatti in Rom mit dem neuen Vizeverkehrsminister Edoardo Rixi gesprochen. “Die Auswirkungen der Brückensperrung beunruhigen uns. Daher sind wir dazu im ständigen Austausch mit den zuständigen Tiroler Stellen, parallel dazu bedarf es aber auch einer guten Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien in Rom und in Wien. Nur gemeinsam kann es gelingen, Lösungen zu finden, welche die Einschränkungen so gering wie möglich halten”, betont Landeshauptmann Kompatscher.

Um die zu erwartenden Einschränkungen zu verdeutlichen, wiesen Kompatscher und Fugatti Vizeminister Rixi auf einige Kennzahlen hin: Im Jahr 2019 wurden entlang des Brennerkorridors 53,7 Millionen Tonnen an Waren transportiert, davon 74 Prozent (bzw. 39,9 Millionen Tonnen) über die Straße und 26 Prozent (13,8 Millionen Tonnen) auf der Schiene. Es wird nun befürchtet, dass sich der Schwerverkehr weiter auf die Straße verlagert, welche bereits jährlich eine Kapazität von 2,5 Millionen Fahrzeugen aufweist. Auch der österreichische Autobahnbetreiber Asfinag hat bereits vor langen Staus und Verkehrsbehinderungen entlang der Brennerroute gewarnt. Der Verladebahnhof Interbrennero in Trient hat seinerseits zugesagt, die Transportkapazität zu erhöhen. Dennoch wird befürchtet, dass dies nicht ausreichen wird um die befürchteten Verkehrsüberlastungen zu vermeiden. Vizeminister Rixi ist sich der Problematik dieses Anliegens bewusst und hat zugesagt, sich dazu so bald als möglich mit den zuständigen Stellen in Wien zu treffen, um an Lösungen zu arbeiten.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Südtirol und Trentino wegen Luegbrücke auf Brennerautobahn besorgt"


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Guri
Guri
Superredner
16 Tage 23 h

das Problem wird gewollt in Kauf genommen seitens Nord Tirol , es währe ein leichtes einen Tunnel zu bauen ,somit alles am laufen halten .

Holzile
Holzile
Grünschnabel
16 Tage 19 h

Jo jo ohne oan Tiroul wermo bo viel Sochn ins gegnanondo ausspiel.

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
16 Tage 18 h

guri….
Von Bauwerke hast du wohl keine Ahnung!
Wie viele Jahre brauchst du um einen Tunnel sinnvoll zu planen, bis er genehmigt ist, bis er gebaut ist?
Es wußte jeder das die Sanierungsarbeiten kommen werden und das ist jetzt ein relativ kleiner Teil der gesamten Brückenabschnitte.
Schau dir mal die Brücken im Südtiroler Teil an, da stehen in den nächsten 10 Jahren auch umfangreiche Sanierungen an.

Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 17 h

Wäre “gewesen”. Jetzt noch schnell einen reinzufräsen, geht sich nicht aus. In 3 Jahren sind noch nicht mal alle Gutachten fertig.

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
16 Tage 16 h

@OrtlerNord.. 👍die teilweise seit Jahrzehnten in einem “speziellen” Zustand sind. Auch Patchwork oder Flickenteppich genannt…..

anonymous
anonymous
Kinig
16 Tage 20 h

Brücken müssen halt saniert werden,die halten nicht ewig,aber das ist bei einigen noch nicht durchgesickert

Holzile
Holzile
Grünschnabel
16 Tage 19 h

Muschise la als Atomkroftwerk umstufn, noa mochsch Laufzeitvolängarung und zagg, widdo 10 Johr arui. xD

Doolin
Doolin
Kinig
16 Tage 19 h

…haben von Genua noch nichts gelernt?…

Doolin
Doolin
Kinig
16 Tage 22 h

…dann wird Rom der Asfinag verbieten, die Brücke zu sanieren?…

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Superredner
16 Tage 22 h

einfache rechnung. wenn njr eine spur ist ist viel stau und das kostet zeit und wenn etwas zeit kostet dann kostet es auch geld.
Zeit ist geld.

mair2
mair2
Grünschnabel
16 Tage 21 h

I hett do gonz a onfoche Lösung wiso baut man net an Tunnel.. die A22soll mit zohln und es war no viel schianr…

thomas
thomas
Kinig
16 Tage 2 h

das ist kein besonderer Grund Sorge, vielleicht wählen manche endlich eine andere Route. Und einige bleiben ev daheim

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