SVP erinnert an Ehrenobmann Silvius Magnago (1914-2010)

“Magnagos Erbe: Südtirols Glück und unser wichtigster Auftrag”

Montag, 24. Mai 2021 | 18:23 Uhr

Bozen – Die SVP erinnert an ihren Ehrenobmann Silvius Magnago (1914-2010).

„Heute, dem 25. Mai 2021 jährt sich zum elften Mal der Todestag unseres Ehrenobmannes Dr. Silvius Magnago. Silvius Magnago war und bleibt eine Lichtgestalt für unser Land: Er war eine Persönlichkeit und ein Politiker, der in sich Eigenschaften und Fähigkeiten vereinte, die in ihrem Zusammenspiel das möglich machten, von dem wir heute als eine Erfolgsgeschichte einer ethnischen Minderheit erzählen. Pragmatismus, Hartnäckigkeit und einen Sinn für das Mögliche, allerdings auch Weitsicht, strategisches Feingefühl und ein Auge für die kommenden Generationen gepaart mit Bescheidenheit und einer festen Wertehaltung zeichneten ihn in einem Maße aus, welches für uns Nachfolger besonders in der jetzigen, bewegten und schweren Zeit ein Kompass für unsere Politik ist“, unterstreicht SVP-Obmann Philipp Achammer.

„In großer Dankbarkeit, aber auch Demut, gedenken wir heute Silvius Magnago, dessen politisches Erbe einem in Südtirol beinahe tagtäglich, ob unbewusst oder bewusst, begegnet. Silvius Magnago war ein Mann, geprägt und auch gezeichnet von seinem Lebensweg, der es – vielleicht auch deshalb – wie nur wenige andere verstanden hat, dass die Grundlage für jedes friedliche, zukünftige Zusammenleben nur dann Erfolg haben wird, wenn die jeweiligen Volksgruppen eine für sich tragfähige Entwicklungsperspektive haben. Diese Entwicklungsperspektive, das zweite Autonomiestatut, welches hart von Magnago und den seinen erstritten wurde, bildet auch heute noch das Fundament für ein friedliches Zusammenleben zwischen den Sprachgruppen. Das Zusammenleben auf Augenhöhe, im Gegenseitigen Respekt vor dem anderen, Verständigung und Verhandlung auf Basis klarer Werte und Interessen bildet Magnagos Erbe, ist Südtirols größtes Glück und dessen Überdauern unser wichtigster Auftrag als Südtiroler Volkspartei, dem wir aus tiefer Überzeugung verpflichtet sind“, betont Philipp Achammer.

Vor elf Jahren ist der 1914 in Meran geborene Silvius Magnago im Alter von 96 Jahren in Bozen verstorben. 1947 hatte seine politische Karriere begonnen, 1948 wurde er zum Vizebürgermeister von Bozen und auch in den Südtiroler Landtag gewählt. Von 1957 bis 1991 leitete er als Obmann die Geschicke der Südtiroler Volkspartei – und von 1960 bis 1989 als Landeshauptmann jene von Südtirol. „Wie viele aus seiner Generation, die die Schrecken des Zweiten Weltkrieges miterlebt hatten, glaubte auch Silvius Magnago an die Unbedingtheit des friedlichen Miteinanders und an eine Zukunft der Zusammenarbeit, die Unrecht zwar nicht vergessen, aber Konflikte überwinden lässt“, erinnert der SVP-Obmann.

„Dass wir heute überhaupt etwas haben, das sich heute mehr als nur zu verteidigen lohnt, wird leider sehr oft in der politischen Diskussion rund um Südtirols Autonomie unterschlagen. Sei es nun von jener Seite, die meint, Autonomie weiterentwickeln zu müssen, indem zentrale Aspekte unüberlegt und leichtfertig aufgeweicht oder gar aufgegeben werden sollen. Oder von anderer Seite, die glaubt, Provokation und demonstrativ zur Schau getragene Ignoranz seien der Weg in die Zukunft“, gibt Philipp Achammer zu bedenken und stellt klar: „Uns geht es hingegen darum, auch weithin den von Magnago begonnenen Weg voranzugehen, indem wir hartnäckig verhandeln, dabei aber immer geradlinig und aufrichtig bleiben.“

Besonders jetzt, wenn Südtirol in den nächsten Wochen und Monaten wieder ernsthaften Herausforderungen entgegenblicke, gelte es umso mehr, sich an der Standfestigkeit und an den festen Werteüberzeugungen Magnagos zu orientieren, betont Philipp Achammer abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "“Magnagos Erbe: Südtirols Glück und unser wichtigster Auftrag”"


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Roland Lang
Roland Lang
Grünschnabel
18 Tage 20 h
„Die Anschläge von damals und die darauffolgenden Prozesse gehören genauso wie vieles andere, zur Nachkriegsgeschichte Südtirols und stellen einen bedeutenden Beitrag zu dieser Geschichte und zur Erreichung einer besseren Autonomie für Südtirol dar. Es muss festgestellt werden, dass Italien bis dahin die Existenz einer Südtirol-Frage praktisch immer in Abrede gestellt hatte und auf dem Standpunkt stand, der Pariser Vertrag sei bereits erfüllt und sich geweigert hatte, wenn man von ergebnislosen Gesprächen absieht, mit Österreich in konkrete Verhandlungen einzutreten.“ „Die Einsetzung der Neunzehnerkommission ist sicher unter dem Eindruck des damals Geschehenen erfolgt, es ist nur traurig, feststellen zu müssen, wie so… Weiterlesen »
Faktenchecker
18 Tage 17 h

Du lebst in Deiner Vergangenheit. Zwecklos einen alten Mann dort heraus zu holen

Lana2791
Lana2791
Tratscher
18 Tage 17 h

Die SVP sollet sich nit lei erinnern, gscheider war die Wege weiter zubauen, de Magnago unkeb hot! Ober Sie hobms derrichtet es meiste verwochsn zu lossen

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
18 Tage 4 h

…Silvius müsste sich wohl im Grabe umdrehen, könnte er sehen was aus der SVP geworden ist…
😎

Sigo70
Sigo70
Grünschnabel
18 Tage 17 h

 „Uns geht es hingegen darum, auch weithin den von Magnago begonnenen Weg voranzugehen, indem wir hartnäckig verhandeln, dabei aber immer geradlinig und aufrichtig bleiben.“

Meint das Herr Achammer ernst?

“An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!” (1. Johannes 2,1-6)

So ist das
18 Tage 9 h

Politiker meinen immer alles ernst 😂😂😂

Alter Hase
Alter Hase
Grünschnabel
18 Tage 8 h

Außer dem Platz in Bozen “hinter dem Bahnhof” wurde bis heute keine einzige Straße nach Silvius Magnago genannt. Geschweige denn Alcide de Gasperi oder Alfons Gruber, bzw. Pariser Vertrag.
Ab und zu diskutiert man über Cadorna, Diaz, Garibaldi…
Komisches Land.

Zugspitze947
18 Tage 4 h

Alter Hase: leider wahr ,es gäbe da einige wichtige Persönlichkeiten ! Aber die RECHTEN Parteien in Italo Südtirol sind eben mächtig 🙁

Zugspitze947
18 Tage 8 h

Magnago war ein Glücksfall für Südtirol,aber eben nicht allein ! Ohne seine Mitstreiter Dietl-Benedikter und Brugger wäre Einiges anders gelaufen. Sein Begräbnis war eine Demonstration und Anerkennung seiner Leistungen und es ist mir eine Ehre daran teilgenommen zu haben . Ruhe in Frieden Silvius wir sind in Deiner Schuld 😢

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
18 Tage 7 h

Selbst Amerikaner wissen, das war ein überzeugter Europäer mit bemerkenswertem Lebenslauf. Zum Beispiel war er sowohl italienischer als auch deutscher Offizier.

Offline
Offline
Universalgelehrter
18 Tage 4 h

Im Gegensatz zu den SVPlern seiner Zeit und Generationen sind die heutigen nur noch SPler. Denn das Südtiroler “VOLK” haben sie schon lange aus dem Blick verloren bzw. vergessen. Ihr alleiniger Fokus liegt auf der Macht und damit dem Erhalt von Posten, Gehalt und Pensionen…

heris
heris
Grünschnabel
18 Tage 4 h

Es gibt noch einige Gräben zum zuschütten  auf beiden Seiten.

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