Freiheitliche für Augenmaß und Eigenverantwortung

Mair: „Südtirols Schulen benötigen einen eigenständigen Weg“

Freitag, 29. Mai 2020 | 17:20 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair fordert auch für Südtirols Schulen einen eigenständigen Weg in der Coronakrise, um den Unterricht im September wieder aufnehmen zu können. Die Vorgaben aus Rom stünden in keinem Verhältnis zur Situation in Südtirol und würden die Qualität des Unterrichts ein schränken.

„Mit der Wiedereröffnung der Bildungseinrichtungen im September muss auch der Rahmen für einen Unterricht garantiert werden, der nicht in der Umsetzung und der Qualität Abstriche in Kauf nehmen muss“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest. „Eine Schule ist ein Ort des Lernens und des Wachsens im Umgang mit der Eigenverantwortung und nicht ein steriler Ort, der sich der Omnipräsenz des Coronavirus widmet“, gibt Mair zu bedenken.

„Die Vorschriften aus Rom hinsichtlich der Maskenpflicht in den Schulgebäuden, der Abstandsregeln und deren Überwachung samt einer Flut von Hinweisschildern sind zu restriktiv und bei einer größeren Anzahl von Kindern nicht umzusetzen. Natürlich gilt es, eine weitere Verbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzuschränken, aber die Maßnahmen müssen sich stets an der herrschenden Situation messen lassen können. Südtirol benötigt auch hier einen eigenständigen Weg angesichts der positiven Entwicklung in den vergangenen Wochen“, fordert die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Besonders den Kindern und Schülern muss die Rückkehr zur Normalität ermöglicht werden, wozu auch die Abhaltung des Unterrichts in gewohnter Weise gehört. Für die soziale Entwicklung der Kinder ist dies von zentraler Bedeutung und die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus dürfen nicht zur bestimmenden Komponente im Unterricht werden. Die Auswirkungen auf den Unterricht, das Lernverhalten und den späteren Lebensverlauf lassen sich unter diesen Vorzeichen kaum abschätzen“, so Mair.

„Auch hinsichtlich der Umsetzung der römischen Vorgaben sind alle Zweifel berechtigt. Um die Bestimmungen einhalten zu können, bräuchte es mehr Mittel für den Schülertransport, zusätzlich Unterrichtsräume und Lehrer sowie Aufsichtspersonen, die für die Überwachung der ganzen Regelpalette verantwortlich wären. Hinzu kommt die Frage, wie sich die Eltern organisieren, wenn die Schüler zu unterschiedlichen Zeiten die Schulen aufsuchen und verlassen dürfen“, gibt die freiheitliche Landtagsabgeordnete zu bedenken.

„Südtirol braucht deshalb einen eigenen Weg, der Regeln mit Augenmaß vorgibt und auf Eigenverantwortung baut“, betont Ulli Mair abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Mair: „Südtirols Schulen benötigen einen eigenständigen Weg“"


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Gustl64
Gustl64
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Vor allem einen Weg, der die Gesundheit garantiert , auch die der Lehrpersonen. Man hat oft den Eindruck, dass es bei den Eltern vor allem um Entlastung geht. So manche befürchten, auf ihre berufliche Kariere oder auf Vergnügen verzichten zu müssen. In Krisenzeiten ist die elterliche Fürsorge un so wichtiger.

sunshine
sunshine
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Wenn die Kinder unter diesen Auflagen im Herbst in die Schule müssen, bleiben sie zu Hause, hier bekommen sie mehr Fürsorge als mit Abstand in der Schule!

Sumsi
Sumsi
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Du hast sicher keine Kinder im Schulalter, sonst könntest du mitreden und wüsstest, dass Fernunterricht KEINE Option für den Schulbeginn im Herbst ist. Die Bildungslücke wird sich nicht mehr schließen lassen, sollte es so weitergehen. Ich spreche auch von den Oberschulen!!!

sunshine
sunshine
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Bildungslücke? 🙄 Welche Bildungslücke? Nicht lernen gibt es nicht! Aus den Kindern werden irgendwann erfolgreiche, fleißige Erwachsene, auch wenn ihnen 3 Monate normaler Unterricht fehlen, meine Güte!

Benno
Benno
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

An Mair wird die Welt genesen! 👋Respekt! Sie versteht alles mit ihrem deutschen Hausverstand,… was brauchen wir da Experten!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@Benno….Thema verfehlt, aber mal wieder die Gelegenheit genutzt, ein bisschen deutschfeindlich und damit als Außenseiter da zu stehen.

meinungs.freiheit
1 Monat 8 Tage

Das ist seid Jahrzehnten das leidige Thema dass Südtirol mit den Vorgaben aus Rom schlecht bedient ist, leider ist unsere Auronomie zu schwach.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Jenseits aller politischer Einstellung und Vergangenheit hat Frau Mair da recht. Ist Bildung in Italien auch wie in D Sache der Provinzen/Bundesländer ?

Mac2020
Mac2020
Neuling
1 Monat 8 Tage

Kinder sind das Produkt ihrer Eltern….. also sollten alle Eltern zeigen wie man mit vorbildlicher Eigenverantwortung lebt.  Leider tun das viele  nicht.  Nur rebellieren und schimpfen ist sicher nicht die beste Lösung. 

sarnarle
sarnarle
Superredner
1 Monat 7 Tage

Ja deshalb lerne ich meinen Kindern dass sie die Sachen selbst hinterfragen sollen, und sich selbst eine Meinung dazu bilden, und wenn sie was nicht für richtig halten nicht alles einzuhalten. Ich weiß Eigendenker sind in der heutigen Zeit nicht mehr gefragt. Sie wolllen ein Volk das alles macht was ihm vorgeschrieben wird, weil es ja von sog. Experten so ausgesrbeitet wurde und ja und Amen sagt.

amme
amme
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

wenn mon des geld hätt wos de schun kassiert hätt kennt mon in 1000e familien helfen

sixxi
sixxi
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Ich schätze Ulli schon seit vielen Jahren, aber irgendwie schaut sie krank aus 😔

Edeltraud
Edeltraud
Neuling
1 Monat 8 Tage

Unser Schulsystem ist in einem so miserablen und veralteten Zustand, dass ein Kind schon Vorschläge vorbringen könnte welche besser wären.

Gustl64
Gustl64
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Die Kritik am Schulsystem kommt meistens von den Eltern, die sich um schulische Belange kaum ķümmern. Erst durch den Fernunterricht wird ihnen bewusst welche Schwierigkeiten aber auch Stärken ihr Kind hat. Probleme schiebt man dann auf die Lehrer bzw.die Schule.

sunshine
sunshine
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Die Kinder sind daheim anders als in der Schule, das kann man nicht vergleichen. Dasselbe gilt übrigens auch für die Lehrer: die einen bemühen sich mehr, die anderen weniger. So wie bei den Schülern eben auch. Das Schulsystem ist veraltet, nicht mehr zeitgemäß. Eine Reform wäre dringend nötig!

einesie
einesie
Tratscher
1 Monat 8 Tage

also di hoor genn jo nö obo di augnbraun 😂

sullimann
sullimann
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

do bin i gleicher meinung

Baerbl
Baerbl
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

wia lernen do di erste klasse schreibm kimp iatz ols lei mehr af digital z.b 5 kinder und 5 Computer iatz tats woll zu wos keiagn di lehrpersonen a geld wenn di kinder niamor schule gian derfn online unterricht isch dr greaste blettsinn meine geat holt a net schuale wenn des aso weiter geat rechnen und schreiben konn i ihr a bei brengen und sem isch es mit liebe zum kind gmocht und net a geld o kassiern

sarnarle
sarnarle
Superredner
1 Monat 7 Tage

Wenn wir nur so weitermachen müssen dass Kinder mit Abstand und Maske Schule gehen müssen, wenn das die Zukunft ist dann ist besser alles zusammen lassen.

Mugsi
Mugsi
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Wou se recht hot, hot se recht

Einheimischer
Einheimischer
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Bla… Bla.. Blaaaa…

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Könnte mir bitte jemand meine Frage nach der Bildungshoheit in Italien beantworten ? In D sind die jeweiligen Bundesländer zuständig.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Zu meiner Frage leider keine Antwort. Anscheinend nur Unwissende zu diesem Thema, dafür wird aber kräftig kommentiert und gegen Frau Mair gelästert. Nein, ich kenne sie nicht persönlich, ich beurteile nur diesen Artikel und ihre Meinung

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