Übergabe des dritten Tauschabkommen festgelegt

Militärareale ans Land – bis Jahresende auch in Vahrn und Brixen

Donnerstag, 07. September 2017 | 17:24 Uhr

Brixen/Vahrn – Der Generalsekretär des Verteidigungsministeriums, General Carlo Magrassi, und Landeshauptmann Arno Kompatscher haben heute vereinbart, dass bis Jahresende die Übergabe zum dritten Tauschabkommen zwischen Land Südtirol und Verteidigungsministerium erfolgen wird. Damit gehen die Areale der Verdone-Kaserne samt Sportplatz in Vahrn sowie Teile der Schenoni-Kaserne in Brixen ans Land Südtirol über. Im ersten Halbjahr 2018 soll laut Vereinbarung dann das vierte Abkommen folgen.

Die Tauschabkommen sehen im Gegenzug vor, dass das Land Südtirol auf seine Kosten eine Reihe von Bauwerken des Militärs renoviert. Der Gesamtwert der Arbeiten beträgt 220 Millionen Euro. „Es handelt sich um eine innovative Formel, die beiden Seiten Vorteile bringt – insbesondere für unsere Dörfer und Städte“, beschreibt Landeshauptmann Kompatscher das gesamte Abkommen, das auf einer Vereinbarung aus dem Jahr 2007 beruht. „Das Land und speziell die betroffenen Gemeinden gewinnen sehr wertvolle Areale für öffentliche Bauten oder Wohnbauzonen dazu, ohne zusätzlichen Grund bebauen zu müssen.“ Die sich daraus ergebenden Synergien hätten zu einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium und der Agentur für Staatseigentum (Demanio) geführt. „Diesen Weg möchten wir weiter beschreiten“, sagt Kompatscher.

General Magrassi hat seinerseits die Zusammenarbeit gelobt: „Die außerordentlich guten und konkreten Ergebnisse dieses Abkommens machen es zu einem Vorbild, das wir in Zukunft auf das gesamte Staatsgebiet übertragen möchten“, sagte Magrassi, den eine Delegation unter der Führung des Alpini-Kommandanten Federico Bonato und der Regionalen Direktorin der Agentur für Staatseigentum, Rosalia Cannada-Bartoli, begleitete.

Bislang wurden drei der insgesamt sechs Abkommen unterzeichnet. So gehören mittlerweile die Mercanti-Kaserne von Eppan und das Areal beim Flughafen Bozen dem Land Südtirol – ebenso eines in der Bozner Reschenstraße. Letzteres braucht der Sanitätsbetrieb für den Anschluss der neuen Klinik an die Fernwärme. Im Gegenzug hat das Land 150 Unterkünfte für die Familien der Mitarbeiter des Heeres und andere Gebäude, die das Militär nutzt, renoviert. Insgesamt betrifft es im ganzen Land Unterkünfte für 880 Personen.

Im Oktober beginnt darüber hinaus ein Forschungsprojekt, das neben Land Südtirol, Verteidigungsministerium und Agentur für Staatseigentum auch die Freie Universität Bozen und die Universität Politecnico von Turin einbezieht. Es zielt darauf ab, Ideen für eine sinnvolle Neubestimmung der Militärareale in Südtirol zu sammeln.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Eisacktal

Kommentare

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11 Kommentare auf "Militärareale ans Land – bis Jahresende auch in Vahrn und Brixen"


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Kropfli
Kropfli
Grünschnabel
18 Tage 16 h

In Brixen wurde im Gegenzug vom Land zwei Wohnanlagen fürs “Militär” errichtet. Da sollen jetzt über hundert Asylantragssteller untergebracht werden. Zählen nicht zur nationalen Quotenverteilung, sondern kommen dazu, gehört ja dem Staat und nicht Südtirol. Schöner Tausch. Bringt beiden was. “Scheinz!”

Staenkerer
18 Tage 1 h

in vahrn wurde u. werd jo a a mords siedlung mit 6- 8 parteienhäuser gebaut! leicht möglich das do schun fleißig fürs militär mitgebaut werd u. de a wieder mit neogäste gfüllt wern?!

Blitz
Blitz
Tratscher
18 Tage 16 h

Kompatscher hot sich wieder amol übern Tisch ziechn lossn, sehr schlechter Tausch !

kik
kik
Tratscher
18 Tage 16 h

fünf überbezahlte ??

Staenkerer
18 Tage 15 h

wieviel wohnungen in bester lage wern desmol gebaut dafür, de nor laar stien ….

bin vo do...
bin vo do...
Grünschnabel
18 Tage 13 h

oder in die nicht einheimischen gebn wern?

Obelix
Obelix
Tratscher
18 Tage 3 h

@Staenkerer, hab mich informiert. In Brixen  – Milland stehen zwei Riesen -Häuser die alle anderen um einige Stöcke überragen. Einwände der Nachbarn waren beim Bau nicht möglich weil Bauträger Land, bzw. Staat fürs Militär. Jetzt will ansch. kein Militärangehöriger hinein, weil denen die Mieten zu hoch sind?? Am Ende wird es so gehen wie schon weiter oben Kropfli schreibt. Die zwei Monsterhäuser werden mit “Flüchtlinge” gefüllt.

Staenkerer
18 Tage 1 h

@Obelix jo, i kenn de häuser u.woaß de gschichte u. konn des bestätigen! welch handeljetz wieder in brixn u. vahrn läuft isch mit spannung zu erwortn,! übrigens werd es areal der vahrner kaserme seit a poor johr als firmen als logerplotz benutzt, (angeblich gemietet vom land, do de gemeinde vahrn es nit übernehmen wollte, begründung: koan bedorf)!
des gemauschl um de kasermen u. wos de dem lond, also ins, kostn werd woll nie gonz an de öffentlichkeit kemmen!

honigdachs
honigdachs
Grünschnabel
18 Tage 13 h

öffentliche bauten und wohnbauzonen , jojo lei austelln sella budn und frisch gonz an haufn wohnungen fir noidn insra mitbürger odo sogor kloana villen , weil olls ondre kanntjo zi mindo sein !!!! der grund soll in de leit zruggebm werrn in denen er genummen wordn isch und sisch nix ….. af ondra sich bereichern mehra konnjo der kompatscha net und noa no mit sella wahnwitzigen deals !!! lächerlich

berthu
berthu
Tratscher
18 Tage 13 h

Gibt’s auch mal eine Bericht und Zahlen, was das Land ausgibt – was daraus geworden ist. Wieviel Südtiroler zum Zuge gekommen sind? Der Grund allein kann es wohl nicht sein.
Die baufälligen Bauten werden ja kostspielig abgerissen und Grund und Boden gesäubert. Viel Sondermüll dabei!

amme
amme
Grünschnabel
18 Tage 4 h

zuerst haben sie das land und die Areale gestohlen und jetzt lässt sich der lächelnde von den italofreunden über den Tisch ziehn

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