Wieder Sommerurlaub

Südtirol bleibt Präsidenten-Liebling

Donnerstag, 16. Juli 2026 | 09:27 Uhr

Von: luk

Bozen/Seis – Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella wird seinen Sommerurlaub voraussichtlich auch in diesem Jahr wieder in Südtirol verbringen. Geplant ist erneut ein Aufenthalt in der “Villa Ausserer” in Seis am Schlern, einer Unterkunft der italienischen Streitkräfte, in der das Staatsoberhaupt bereits im August des vergangenen Jahres einige Ferientage verbrachte.

Eine offizielle Bestätigung aus dem Quirinalspalast steht zwar noch aus, Medienberichten zufolge könnte Mattarella jedoch zwischen dem 7. und 9. August in Südtirol eintreffen. Öffentliche Termine sind während des Aufenthalts nicht vorgesehen. Im vergangenen Sommer beschränkte sich das Programm auf ein Treffen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher auf Schloss Prösels.

Bereits wenige Wochen später wird Mattarella erneut nach Südtirol zurückkehren, berichtet die Zeitung Alto Adige. Am 5. September nimmt er gemeinsam mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen am Autonomietag im Kurhaus von Meran teil. Anlass der Feierlichkeiten ist das 80-jährige Jubiläum des Gruber-De-Gasperi-Abkommens.

Südtirol zählt seit Jahrzehnten zu den bevorzugten Urlaubszielen italienischer Staatspräsidenten. Als Wegbereiter dieser Tradition gilt Sandro Pertini, der regelmäßig seine Ferien in Wolkenstein in Gröden verbrachte. Auch Carlo Azeglio Ciampi wählte mehrfach die “Villa Ausserer” in Seis als Feriendomizil, während Giorgio Napolitano viele Sommer im Fischleintal in Sexten verbrachte.

Nicht immer verliefen die Besuche jedoch ohne Zwischenfälle. Nach Vandalismus gegen rund 30 Fahrzeuge mit Kennzeichen anderer italienischer Provinzen in Bruneck im Sommer 1988 sagte der damalige Staatspräsident Francesco Cossiga, der ebenfalls regelmäßig in Südtirol Urlaub machte, einen geplanten Aufenthalt ab.

Bezirk: Salten/Schlern

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