"Alto Adige" sei "tolomeisch-faschistische Etikette"

Südtiroler Freiheit fordert “Sudtirolo”

Montag, 08. August 2016 | 17:01 Uhr

Bozen – Die Südtiroler Freiheit wiederholt ihre Forderung nach der amtlichen Einführung von „Sudtirolo“ neben „Südtirol“. Cristian Kollmann, der Toponomastikexperte der Bewegung, erinnert daran, dass am 8. August 1923, also genau vor 93 Jahren, die Bezeichnungen „Südtirol“, „Deutschsüdtirol“, „Tirol“, „Tiroler“ und sämtliche übrige Ableitungen verboten wurden. Für zulässig erklärt wurden lediglich die Bezeichnungen „Alto Adige“ und „Atesino“ und – „in via provvisoria e di tolleranza“ – die entsprechenden deutschen Rückübersetzungen „Oberetsch“ und „Etschländer“.

„Alto Adige“ ist, so Kollmann, die „tolomeisch-faschistische Etikette der ersten Stunde und erfüllt bis heute den Zweck, jeden Bezug zu Tirol in Abrede zu stellen.“

Und Kollmann weiter: „Die Tatsache, dass dieser manipulative und beleidigende Begriff wie selbstverständlich verwendet und auch noch verteidigt wird, ist bezeichnend für die fehlgeleitete Politik auch noch nach dem Ende des Faschismus. Die Südtiroler Freiheit wird nicht müde werden, sich weiterhin für die Abschaffung von ‚Alto Adige‘ und die Einführung von ‚Sudtirolo‘ einzusetzen.“

Von: sr

Bezirk: Bozen

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