Von: apa
Anlässlich des Internationalen Tags des Waldes, am 21. März, warnt die Menschenrechtsorganisation Südwind vor einer Abschwächung des europäischen Waldschutzes und fordert eine rasche und konsequente Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung in Österreich. Die Verordnung wurde zuletzt Ende Dezember durch das EU-Parlament abgeschwächt, weitere “Vereinfachungen” soll die EU-Kommission im kommenden Monat vorlegen.
“Während Handelsabkommen wie Mercosur vor der Tür stehen und andere Schutzinstrumente wie das Amazonas-Soja-Moratorium zu scheitern drohen, wäre eine weitere Schwächung der EU-Entwaldungsverordnung fatal für die Wälder der Welt”, spricht sich Maria Hammer, Südwind-Sprecherin für Waldschutz, gegen dieses Vorgehen aus. Eine weitere Verwässerung des Gesetzes würde den Verlust eines zentralen Werkzeugs “im Kampf gegen Entwaldung, Klimakrise und Menschenrechtsverletzungen” bedeuten.
NGO erinnert an Nutzen der Verordnung
Schätzungen zufolge könnten durch die EU-Entwaldungsverordnung in nur einem Jahr bereits rund 50 Millionen Bäume vor der Abholzung bewahrt werden, argumentierte die NGO. Nachhaltiger Konsum wäre zudem einfacher, indem Produkte aus Entwaldung vom EU-Markt ausgeschlossen werden und Unternehmen nachweisen müssen, dass ihre Produkte nicht auf entwaldeten Flächen angebaut wurden. Die EU-Entwaldungsverordnung (EU Deforestation Regulation, EUDR) wurde 2023 mit großer Mehrheit im EU-Parlament sowie mit der Zustimmung Österreichs im Rat beschlossen, ehe sie – wie andere Teile des Green Deal – auf Druck der Wirtschaft aufgeweicht wurde.
Südwind beteiligt sich mit einem NGO-Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen an einer Petition gegen den Abbau europäischer Schutzgesetze. Die Petition “Hände weg vom Waldschutz” kann hier unterzeichnet werden: https://www.suedwind.at/aktiv-werden-haende-weg-vom-waldschutz/.




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