Veronika Aigner und Salcher tragen Fahne bei Paralympics

Aigner, Salcher tragen Fahne bei Paralympics-Eröffnungsfeier

Dienstag, 03. März 2026 | 13:27 Uhr

Von: apa

Das Österreichische Paralympische Komitee (ÖPC) hat am Dienstag seine Fahnenträger bei der Eröffnung der XIV. Paralympics in Mailand/Cortina d’Ampezzo bekanntgegeben. Veronika Aigner und Markus Salcher werden am Freitag allerdings nicht bei der Feier in der Arena di Verona anwesend sein, sondern aus Cortina zugeschaltet. Das Duo bestreitet am Tag darauf die Abfahrt, daher wollte man den Athleten die rund sechs Stunden Fahrzeit hin und retour ersparen.

Aigner trägt zum ersten Mal, Salcher zum zweiten Mal nach Peking 2022 die österreichische Fahne. “Wir fragen stets die erfolgreichsten Athlet:innen im Team, ob sie diese Aufgabe übernehmen wollen. Veronika und Markus haben beide zugesagt, weil sie nicht extra nach Verona fahren müssen, sondern die Aufgabe in Cortina übernehmen können”, wird ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber in einer Aussendung zitiert.

Aigner, die zweifache Goldmedaillengewinnerin von Peking, war von der Nominierung überrascht. “Ich wusste nicht, dass es möglich ist, die Fahne in Cortina zu tragen”, erklärte sie. Die Aufgabe sei eine “große Ehre”. Für Salcher ist es ein “schöner Abschluss meiner paralympischen Reise”.

Kleine ÖPC-Abordnung, kein Boykott

Die Arena di Verona, wo am 22. Februar die Schlussfeier der Olympischen Winterspiele inszeniert wurde, wurde eigens für die nunmehrige Eröffnung barrierefrei umgebaut. Maximal vier Athletinnen oder Athleten und zwei Personen aus dem Betreuerteam werden wegen der großen Distanz zu Cortina für Österreich in Verona teilnehmen. Die ÖPC-Führung um Präsidentin Maria Rauch-Kallat und Huber wird nicht vor Ort sein. Dies sei im Gegensatz zu den sechs Nationen Ukraine, Tschechien, Finnland, Polen, Estland und Lettland aber kein Boykott. Letztere bleiben der Feier wegen der Paralympics-Teilnahme sechs russischer sowie vier Athletinnen und Athleten aus Belarus per Wildcard fern.

Im vergangenen September war die Wiederaufnahme von Russland und Belarus per Wahl entschieden worden. Österreich hatte mit zahlreichen anderen nationalen Komitees gegen eine Wiederaufnahme gestimmt, doch die Mehrheit entschied anders. “So schwer es ist, liegt unser Fokus auf den sportlichen Bewerben. Bei Boykotten hat die Vergangenheit gezeigt, dass sie dem Sport nicht dienen”, hieß es von Rauch-Kallat und Huber. Das Abstimmungsergebnis bleibe dennoch für beide schwer nachvollziehbar.

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