2:1-Heimsieg der Wölfe gegen die Red Bulls

Fulminanter Heimsieg bringt 2:0-Serienführung

Donnerstag, 12. März 2026 | 22:12 Uhr

Von: ka

Bruneck – Nach dem dramatischen Overtime-Sieg in Salzburg wechselt die Viertelfinalserie nun in die heimische Intercable Arena. Vor ausverkauftem Haus will der HC Falkensteiner Pustertal das Momentum nutzen und den Vorsprung in der Serie weiter ausbauen. Jason Jaspers kann dabei auf den kompletten Kader zurückgreifen.

In der Intercable Arena entwickelt sich von der ersten Sekunde an eine hochintensive Partie. Die Wölfe setzen bereits in der ersten Minute ein Ausrufezeichen, als Henry Bowlby nach einem schnellen Konter die erste Großchance verzeichnet. Auf der Gegenseite sorgt ein abgefälschter Schuss von Stephens erstmals für Unruhe vor Eddie Pasquale. Der HCP bleibt am Drücker: Erst verpasst Bowlby das leere Tor, dann streicht ein Onetimer von Austin Osmanski nur knapp am Gehäuse vorbei. In der 11. Minute schlagen die Gäste dann eiskalt zu. Nach einem Konter zieht Michael Raffl quer vor das Tor, und Nissner stochert die Scheibe im zweiten Nachsetzen zum 0:1 über die Linie (11. Minute). In der Folge rücken die Unparteiischen in den Fokus, als ein klares Halten an Frycklund ungeahndet bleibt, während Greg Di Tomaso kurz darauf auf die Strafbank geschickt wird. Doch die Wölfe zeigen sich in Unterzahl gewohnt bissig: Bardreau und Bowlby fahren einen blitzsauberen 2-gegen-1-Konter, den Henry Bowlby nach einem präzisen Querpass zum vielumjubelten 1:1-Ausgleich vollendet (14. Minute) – es ist bereits der neunte Shorthander für den HCP in dieser Saison. Gegen Ende des Drittels bietet sich den Schwarzgelben im Powerplay nach einem Foul von “Bad Boy” Lewington sogar die Chance auf die Führung (16. Minute). Trotz eines starken Überzahlspiels und mehrerer gefährlicher Abschlüsse auf das Tor von Tolvanen bleibt es beim Unentschieden nach zwanzig Minuten.

HCP

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt die heute extrem spielfreudige zweite Linie der Wölfe tonangebend: Zunächst prüft Bowlby Atte Tolvanen per Onetimer, ehe Purdeller im Slot hartnäckig nachstochert. Die Belohnung folgt prompt: Verteidiger Daniel Glira, der weit aufgerückt war und sich eigentlich schon wieder Richtung blaue Linie orientierte, kommt nach einem geblockten Mantinger-Schuss im hohen Slot frei an die Scheibe und zieht trocken zur 2:1-Führung ab. Salzburg reagiert wütend auf den Rückstand und erhöht die Schlagzahl. Während Pasquale mehrere Weitschüsse (u.a. von Corcoran) sicher pariert, haben die Wölfe in der 28. Minute das Glück des Tüchtigen, als Lewington nur die Torumrandung trifft. In der Folge entwickelt sich ein offener Schlagabtausch: Erst scheitern Saracino und Bardreau (per Rückhand) an Tolvanen, kurz darauf muss Eddie Pasquale seine ganze Klasse aufbieten, um einen 2-gegen-0-Konter der Red Bulls gegen Michael Raffl zu entschärfen. Die Schlussphase des Drittels ist geprägt von massiver Salzburger Drückphase und zunehmender Härte. Fünf Minuten vor der Sirene kochen die Emotionen endgültig über: Nach einem harten Open-Ice-Hit von Robertson gegen Bowlby schreitet Cole Bardreau als Rächer zur Tat. Zur Überraschung der 3.104 Fans bleibt die Aktion von Robertson nach Videostudium ungeahndet, während Bardreau wegen übertriebener Härte in die Kühlbox muss. In der daraus resultierenden Unterzahl werden die Hausherren tief in der eigenen Zone eingeschnürt, verteidigen das knappe 2:1 aber mit viel Leidenschaft bis zum Pausenpfiff.

Das Schlussdrittel beginnt mit einer exzellenten Defensivleistung der Wölfe, die die restliche Unterzahl unbeschadet überstehen und sofort den Weg nach vorne suchen. Nick Saracino hat das 3:1 gleich doppelt auf der Schaufel, scheitert aber erst im Slot und kurz darauf am Schoner des am Boden liegenden Tolvanen. In der Folge erhöhen die Red Bulls die Schlagzahl massiv und schnüren den HCP phasenweise in der eigenen Zone ein, sodass sich die Hausherren oft nur durch Befreiungsschläge zu helfen wissen. In der 49. Minute haben sie zudem das Glück des Tüchtigen, als Benjamin Nissner nur den Außenpfosten trifft. Inmitten der Salzburger Angriffswellen setzen die Wölfe immer wieder gefährliche Nadelstiche: Henry Bowlby tankt sich gegen drei Gegenspieler durch, findet mit seinem verdeckten Backhander jedoch in Tolvanen seinen Meister. Das Spiel ist nun von vielen Unterbrechungen geprägt, doch Eddie Pasquale bleibt der gewohnt sichere Rückhalt und entschärft unter anderem einen gefährlichen Onetimer von Stephens (52. Minute). Sechs Minuten vor dem Ende rücken die Schiedsrichter erneut mit einer zweifelhaften Entscheidung in den Mittelpunkt: Henry Bowlby wird mit einem Traumpass über das gesamte Feld geschickt und kreuzt gefährlich vor dem Tor auf. Nach einem Kontakt mit dem Salzburger Schlussmann wird der Pusterer Stürmer wegen Torhüterbehinderung auf die Strafbank geschickt. Doch das Unterzahlspiel der Wölfe steht an diesem Abend felsenfest. Nach Ablauf der Strafe bieten sich dem HCP durch Lipon und erneut Bowlby erstklassige Konterchancen zur Vorentscheidung. Bereits 2:17 Minuten vor dem Ende geht Salzburg-Coach Manny Viveiros volles Risiko und nimmt Tolvanen für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die Schlussoffensive der Mozartstädter verpufft jedoch gegen die leidenschaftlich kämpfende Pusterer Defensive. Als die Schlusssirene schließlich ertönt, bricht ohrenbetäubender Jubel aus. Während die Spieler den hart erkämpften Sieg feiern, schallt aus allen Kehlen das mittlerweile traditionelle „Puschtra zi sein“ durch die Arena.

Mit diesem hochverdienten 2:1-Heimsieg stellen die Wölfe in der Viertelfinalserie auf 2:0 und sorgen für eine perfekte Ausgangslage vor dem nächsten Duell in Salzburg, das bereits übermorgen über die Bühne geht. Am Dienstag 17.03. findet dann Spiel 4 in Bruneck statt.

HC Falkensteiner Pustertal – EC Red Bull Salzburg 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)

Referees: NIKOLIC K., OFNER, Fleischmann, Mantovani
Goals HCP: Bowlby (14./SH), Glira (23.)
Goal RBS: St. Denis (12.)
Stand in der best-of-7-Serie: 2:0

Bezirk: Pustertal

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