Von: apa
Lisa Eder hat beim Skisprung-Weltcup in Zao am Mittwoch ihren überfälligen ersten Weltcupsieg gefeiert. Die 24-jährige Salzburgerin, die zuletzt fünf Mal in kurzer Zeit Zweite geworden war, setzte sich mit Weiten von 96 und 98 Metern 1,4 Zähler vor Nika Prevc (SLO) und 5,6 vor der Kanadierin Abigail Strate durch. Julia Mühlbacher landete als zweite Österreicherin im Bewerb auf Rang 19. Eder ist die insgesamt sechste Österreicherin, die ein Weltcup-Skispringen gewonnen hat.
Vor ihr war dies Daniela Iraschko-Stolz, Eva Pinkelnig, Chiara Kreuzer, Sara Marita Kramer und Jacqueline Seifriedsberger gelungen. Der Weltcup-Tross der Frauen bleibt in Japan, am Wochenende stehen zwei Bewerbe in Sapporo auf dem Programm.
Eder überrascht über “viele Emotionen”
Eder fiel nach insgesamt sechs zweiten und sieben dritten Plätzen im Weltcup ein Stein vom Herzen. Freudentränen und ein Dank an ihre Familie und auch an ihren Freund, Manuel Fettner, waren ihre erste Reaktion. “Es war ein richtig cooler Tag. Es hat zwar irrsinnig viel geschneit, aber ich bin megahappy, dass ich jetzt einmal einen Weltcupsieg habe. Das ist richtig schön. Ich habe gar nicht gewusst, dass so viele Emotionen in mir stecken”, freute sich Eder. Sie triumphierte just an jenem Schauplatz, an dem sie sich fast exakt vor acht Jahren erstmals für einen Weltcupbewerb qualifiziert hatte.
Daran änderte im zweiten Durchgang auch ein Großangriff von Nika Prevc nichts mehr, der sie in diesem Jahr allein vier Mal als Zweite teils sehr knapp unterlegen war. Ein 101-m-Satz der Slowenin reichte nicht mehr, um die führende Eder abzufangen.
Glücklich war auch ÖSV-Frauen-Cheftrainer Thomas Diethart. “Ich bin im Moment ein bisserl emotional, megaschön. Lisa hat endlich einmal zwei wahnsinnig gute Sprünge gezeigt. Das war für sie, der eine step, den sie gebraucht hat, damit sie sieht, sie kann das. Das ist das Wichtigste, was man erleben kann.”
Gesamtrang drei abgesichert
Für Sapporo stapelt Eder lieber wieder etwas tiefer, obwohl sie da vor einem Jahr auch schon Zweite geworden war. “Ich kenne die Schanze in Sapporo. Ich tue mir auf Großschanzen ein bisserl schwerer. Da muss mehr zusammenpassen, dass ich vorne mitspringen kann, aber ich möchte das Bestmögliche versuchen.” Im Gesamt-Weltcup sicherte sich Platz drei nun ab und überbot auch die 1.000-Punkte-Grenze. Auf Gesamtleaderin Prevc fehlen allerdings 539 Zähler.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen