1.000 Teilnehmerinnen

Women’s run Brixen setzt erneut ein Zeichen gegen Gewalt

Samstag, 02. September 2023 | 10:35 Uhr

Brixen – Spaß, Sport, Zusammenhalt und Solidarität standen beim elften Women’s run Brixen am Freitag im Vordergrund. 1000 Frauen liefen in einheitlichen, granatapfelroten Shirts vier Kilometer durch die Brixner Altstadt – für den guten Zweck.

Es ist nicht nur aktuell, sondern konstant ein trauriges Thema: Gewalt an Frauen. 1000 Frauen nahmen es sich zu Herzen und setzten beim elften Women’s run Brixen ein starkes Zeichen – für Mut, Engagement, Zusammenhalt und gegen Gewalt. Da die Teilnehmerinnengrenze erreicht wurde, wurden die Anmeldungen für die diesjährige Ausgabe bereits Anfang August geschlossen. „Wir haben uns zwar 1000 Frauen zum Ziel gesetzt, dass wir es aber effektiv erreichen – und das bereits einige Wochen vor dem Event – hätten wir uns wirklich nicht gedacht. Erstmals fand der Lauf Anfang September statt, das scheint die Frauen zum Mitmachen motiviert zu haben“, so Christian Jocher, Präsident des Organisationskomitees. Das Wetter meinte es gut mit den Veranstalterinnen, die bereits seit Monaten auf Hochtouren an der Organisation arbeiten.

Integration und Inklusion

Um 18.15 Uhr wurde der einzige Frauenlaufs Südtirol offiziell eröffnet – mit Grußworten des Landeshauptmannes Arno Kompatscher. Vor dem traditionellen Warm-Up, performte die Südtiroler Sängerin Barbara Zanetti ihren Laufsong „Run for live“ vor dem in rot gehüllten Domplatz. Um 19.00 Uhr fiel der Startschuss – wie immer – mit der Hymne des Women’s run Brixen, dem Song „An Tagen wie diesen“. Gestartet wurde über einen ganz besonderen Startteppich, dieser wurde über die Sommermonate von den Jugendlichen des Jugendhauses Kassianeum gestaltet. Auch entlang der Strecke legten die Veranstalterinnen großen Wert auf Integration: die Tänzerinnen des SSV Brixen motivierten die Läuferinnen ebenso wie die Triathleten des Schwimmclubs Brixen, die den Frauen den Weg wiesen. Viele Schaulustige spornten die Frauen entlang der Strecke oder beim Zieleinlauf am Domplatz ein. Dort gab es im Anschluss an das Rennen ein Essen und Getränke für die Teilnehmerinnen – und eine große Party mit der Brixner Live-Band „Grandma’s rocking chair“.

Gegen Gewalt an Frauen

Der Initiative „es geat di a un – tocca  a te” konnte nach dem Lauf ein Scheck in Höhe von 10.000 Euro übergeben werden. „Wir können diese Geld sowie jede Spende gut gebrauchen – immer. Das ganze Jahr über gibt es Frauen, die Hilfe benötigen, um sich etwa nach dem Aufenthalt im Frauenhaus eine neue Existenz aufzubauen“, sagt Giada Del Marco, Präsidentin der Initiative. Die Spenden werden unter anderem für die Bezahlung von Rechnungen verwendet, wie etwa Physiotherapie, die die Frauen benötigen, nachdem sie Gewalt erfahren haben, Selbstverteidigungskurse oder auch Zahnarztrechnung, für beschädigte Zähne. Unter den Teilnehmerinnen verlost wurde der sogenannte „Angelo di Valeria“, ein Kunstwerk, das alljährlich von einer Künstlerin zur Verfügung gestellt wurde. In diesem Jahr war es die Radierung mit Frauenmotiv von Margit Pittschieler, über die sich Monika Schwazer aus Jaufensteg freuen konnte. Alles in allem war die elfte Ausgabe des Women’s run Brixen, die in diesem Jahr erstmals als eigentständige Veranstaltung ohne Brixen Dolomiten Marathon, organisiert wurde, ein großer Erfolg. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Event und hoffen, dass es auch den vielen Teilnehmerinnen aus dem ganzen Land Spaß gemacht hat. Wir freuen uns bereits auf Ausgabe Nummer 12 am 31. August 2024“, so Petra Ellecosta vom Organisationskomitee. Die Einschreibungen für 2024 werden traditionell am Tag der Frau am 8. März eröffnet.

Von: mk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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8 Kommentare auf "Women’s run Brixen setzt erneut ein Zeichen gegen Gewalt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Savonarola
28 Tage 14 h

ist ja schön und gut, und super, dass Geld gesammelt werden konnte, bloß…es hilft nichts. Die Gewalt wird weitergehen und die gesetzten Zeichen kommen bei denen nicht an, bei denen sie sollten…

thomas
thomas
Kinig
28 Tage 22 h

echt cool!

andr
andr
Universalgelehrter
28 Tage 20 h

Bravo super Veranstaltung 👍

Olm sgleiche
Olm sgleiche
Grünschnabel
28 Tage 13 h

Solang die Gesetzgebung keine andere ist nützt die beste Demo nichts!!!

Schlernhex
Schlernhex
Superredner
28 Tage 13 h

Grundsätzlich ist Gewalt egal ob gegen Frau oder gegen Mann, zu verabscheuen. Beides kommt vor und beides ist Ausdruck von Unbeholfenheit, psychischem, sozialem Druck, dessen Folgen weitgehende Auswirkungen für die Betroffenen haben.
Psychischen Terror, subtile Gewalt usw. – ist alles besonders verwerflich und kann in schlimmste Folgen ausarten. Von nichts kommt nämlich nichts.
In den Schulen wird allerlei unsinniges Zeug gelehrt – jedoch keine – keine sozialen ethischen Kompetenzen weitergegeben. Ich denke, dass das Wegfallen von ethisch-moralischen Werte vermehrt radikale Auswüchse zum Vorschein bringt.
Also muss in den Schulen angesetzt werden, um was zu verändern.

N. G.
N. G.
Kinig
28 Tage 13 h

Es ist in Mode gekommen Schulen und Lehrern die Erziehung von Kindern aufzudrücken. Die Arbeit der Eltern zu übernehmen. Lehrer sind LEHRENDE und KEINE Erzieher! Vollkommenener BLÖDSINN denn dafür sind sie weder zuständig noch eingestellt worden.
Eltern müssen mehr in die Pflicht genommen werden, kontrolliert werden, sobald der kleinste Verdacht besteht daß irgendwas nicht stimmt Das Kindern von ihnen Moral und Anstand nicht meht beigebracht wird ist nicht Sache von Lehrern.
Zuletzt, wer sind denn diese Eltern?
WIR, die wir diese Kinder groß ziehen, also WIR und die letzten Generationen von Eltern haben Schuld. Genau diejenigen die heute hier groß Plappern!

Tata
Tata
Universalgelehrter
28 Tage 13 h

in Eltonhaus muss dou ungsetzt wearn…es isch ziemlich oanfoch, olm olls af die Schuile ozischiobm…die Elton kearn dou in Pflicht ginum…die Schuile isch a Boldungseinrichtung und net a Erziehungsonstolt🤦🏻‍♀️🤦🏻‍♀️

Zenzi65
Zenzi65
Grünschnabel
28 Tage 11 h

Nur ein Zeichen!?

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