Von: mk
Bozen – Eine Reise ans Ende der Welt – erzählt in Bildern und persönlichen Eindrücken. Am Dienstag, 26. Mai, berichten Raul-David Șerban und Matteo Delpero von der River Basin Group der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften über ihre Forschungsexpedition im Südlichen Ozean an Bord der National Geographic Endurance. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr am Campus Bozen Zentrum (Raum F 0.03) und ist für alle Interessierten offen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine wissenschaftliche Expedition zwischen der Antarktischen Halbinsel, Südgeorgien und den Falklandinseln. Ziel des Forschungsprojekts ist es, den Permafrost und seine Auswirkungen auf die Wasserqualität zu untersuchen. Präsentiert wird die Mission von zwei Forschern der unibz, die 2025 für das renommierte National Geographic – Lindblad Expeditions Visiting Scientist Program ausgewählt wurden. Das Programm bringt internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Forschenden von National Geographic an einige der entlegensten Orte der Welt, um dort Forschungsarbeiten unter außergewöhnlichen Bedingungen durchzuführen. Die ausgewählten Forschenden reisten an Bord der hochmodernen Polarschiffe National Geographic Endurance und National Geographic Resolution und teilten während der dreiwöchigen Expedition ihre wissenschaftliche Arbeit und Erfahrungen.
Raul-David Șerban forscht als Postdoktorand im Bereich periglaziale Geomorphologie an der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften, Matteo Delpero ist dort Doktorand im Bereich Hydrologie und Hydrochemie. Ihre Expedition an Bord der National Geographic Endurance startete und endete in Ushuaia in Argentinien und führte sie in einige der entlegensten Gebiete der Südhalbkugel.
Bei der Veranstaltung am 26. Mai berichten die beiden jungen Wissenschaftler von ihrer Expedition – mit persönlichen Eindrücken und Bildern, die während der Expedition entstanden sind. Gleichzeitig bietet der Abend die Gelegenheit, mehr über Ziele, Methoden und Herausforderungen ihrer Forschung zu erfahren. Als Beitrag zur Wissenschaftsvermittlung möchte die Veranstaltung dem lokalen Publikum eine Forschung näherbringen, die Umweltwissenschaften, Klimawandel und die direkte Beobachtung extremer Regionen miteinander verbindet. Die jungen Forscher geben Einblicke in die Vorbereitung einer solchen Expedition und in das wissenschaftliche Arbeiten unter Extrembedingungen. Dabei erläutern sie, weshalb die Erforschung des Permafrosts auch für das Verständnis der künftigen Wasserverfügbarkeit wichtig ist.
„Das Projekt der unibz beschäftigt sich mit der Verbreitung von Permafrost und den Folgen seines Auftauens für Gewässerökosysteme. Wenn Permafrost schmilzt, kann sich die Wasserqualität verändern: Die Konzentration gelöster Stoffe steigt, zugleich können Schwermetalle freigesetzt werden. Gerade in der Antarktis und auf den subantarktischen Inseln ist dieses Thema bislang kaum erforscht – obwohl diese schwer zugänglichen Regionen entscheidend sind, um die Auswirkungen des Klimawandels in kalten Lebensräumen besser zu verstehen“, erklärt Andrea Andreoli, Dozent an der Fakultät und Koordinator der Forschungsgruppe River Basin Group, der auch Raul-David Șerban und Matteo Delpero angehören. Die während der Expedition erhobenen Daten leisten einen Beitrag zum internationalen Vergleich der Wasserqualität in Permafrostgebieten und werden in offenen wissenschaftlichen Datenarchiven zugänglich gemacht.
Die Veranstaltung in italienischer Sprache findet am Dienstag, 26. Mai, um 17:30 Uhr im Raum F0.03 am Campus Bozen Zentrum statt. Der Eintritt ist frei.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen