Von: apa
Im Dolby Theatre von Hollywood ist nach dem Schaulaufen am Roten Teppich die wie im Vorjahr von Conan O’Brien moderierte 98. Oscargala gewohnt starprall in ein Preisrennen gestartet, das sich offen wie selten gestaltet. Zum traditionellen Auftaktfilm wurde O’Brien im Kostüm der Hexe aus “Weapons” durch diverse in der Königskategorie nominierten Filme gejagt, bevor der Preisregen mit der Auszeichnung für die beste Nebendarstellerin eröffnet wird.
An der Spitze steht mit dem Allzeitrekordwert von 16 Nominierungen Ryan Cooglers schwarzes Vampir-Selbstermächtigungsdrama “Blood & Sinners”. Diesem dicht auf den Fersen ist Paul Thomas Andersons Revoluzzerfilm “One Battle After Another” mit 13 Nominierungen. Welcher der beiden Filme aus dem Hause Warner Bros. als der große Gewinner des Abends mit 24 Preiskategorien in der Starmetropole aussteigen wird, darüber sind sich Hollywoods Auguren uneins. Andersons Politsatire “One Battle After Another” mit Leonardo DiCaprio als liebender Vaters, der von Sean Penn als Cop gejagt wird, war etwa der große Sieger der Golden Globes, konnte aber auch bei den BAFTAs, den Producers Guild Awards und den Critics Choice Awards reüssieren. Und ungeachtet über einem Dutzend Nominierungen konnte Paul Thomas Anderson noch nie einen der begehrten Goldjungen mit nach Hause nehmen. Der Regisseur hat heuer dafür gleich in den Sparten Bester Film, Beste Regie oder Bestes adaptiertes Drehbuch Chancen.
Aufholjagd von “Blood & Sinners”
“Blood & Sinners” von Ryan Coogler konnte dafür zuletzt bei den den Oscars vorgelagerten Galas mächtig Boden gutmachen. Ungeachtet der #OscarsSoWhite-Debatte in den vergangenen Jahren konnte bis dato noch nie ein afroamerikanischer Filmemacher die Regietrophäe mit nach Hause nehmen. “Black Panther”-Regisseur Coogler hätte hier also durchaus die Möglichkeit für einen historischen Moment. Neben den Nominierungen in den Hauptkategorien dürfte “Blood & Sinners” aber unter anderem in der neuen Oscar-Kategorie Casting reüssieren können.
Ob “Blood & Sinners”-Doppelrollenhauptdarsteller Michael B. Jordan oder doch der lange als Topfavorit gehandelte Timothée Chalamet für sein Projekt “Marty Supreme” den Hauptdarsteller-Oscar holen wird, muss sich erst noch weisen. Dass indes Jessie Buckley für das Shakespeare-Drama “Hamnet” bei den Schauspielerinnen ausgezeichnet wird, gilt beinahe als fix.
Ergebnis seit 5. März fix
Klar ist jedenfalls, dass viele Nominierungen nicht zwangsläufig viele Auszeichnungen bedeuten, denkt man etwa an “Emilia Pérez” und “The Brutalist”, die im Vorjahr 13 bzw. zehn Nominierungen hatten und lediglich mit zwei respektive drei Preisen nach Hause gingen. Das Academy-Voting mit ca. 10.000 wahlberechtigten Personen ging jedenfalls bereits am 5. März zu Ende. Die Lösung der Frage, wer der große Oscar-Gewinner 2026 sein wird, wird gegen 3.30 Uhr erwartet.
(S E R V I C E – www.oscars.org/ )




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