Von: mk
Bozen – Raufußhühner in den Alpen, ihre Gefährdung und die ethischen Fragen rund um ihren Schutz stehen am 10. Juni im Mittelpunkt eines von Eurac Research und der Plattform Biodiversität Südtirol organisierten Kolloquiums im Naturmuseum Südtirol.
Raufußhühner gehören zu den faszinierendsten Vogelarten der Alpen und erzählen eine sehr alte Geschichte: Wie Auerhuhn, Birkhuhn und Schneehuhn gelten sie als Relikte der Eiszeit. Ihr Vorkommen sagt viel über den Zustand alpiner Lebensräume aus. Wer sie schützt, trägt daher auch zum Erhalt vieler anderer Arten und Lebensräume bei. Doch diese Vögel stehen zunehmend unter Druck: Klimawandel, Lebensraumverlust, mehr Prädatoren und menschliche Aktivitäten erschweren ihr Überleben. Gleichzeitig sind einige Arten auch aus jagdlicher Sicht von Interesse. Daraus entstehen schwierige Fragen: Wie soll man mit diesen Wildtieren umgehen? Welche Verantwortung trägt der Mensch für ihren Schutz?
Beim Kolloquium „Ethische Aspekte im Management alpiner Raufußhühner“ am Mittwoch, 10. Juni um 18 Uhr im Naturmuseum Südtirol beleuchtet Markus Moling die ethischen Aspekte im Umgang mit alpinen Raufußhühnern und diskutiert mögliche Wege zu ihrem Erhalt. Markus Moling ist Professor für Philosophie in Brixen. Er beschäftigt sich mit Umweltethik, Wildtierethik, Jagdethik und dem Verhältnis von Mensch und Natur.
Die Teilnahme ist kostenlos. Das Kolloquium wird von Eurac Research und der Plattform Biodiversität Südtirol organisiert und zusätzlich live über den YouTube-Kanal des Museums unter https://www.youtube.com/live/adpbJqOhJaQ übertragen.




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