Sean Penn blieb der für ihn erfolgreichen Oscar-Verleihung fern

98. Oscars: Darstellerpreise an Sean Penn und Amy Madigan

Montag, 16. März 2026 | 01:29 Uhr

Von: apa

Die 98. Oscargala von Hollywood läuft – und die ersten Gewinner können sich bereits über ihre goldenen Statuetten freuen. Zum zweiten Mal in Folge wird die Glamourgala vom Comedian Conan O’Brien moderiert, der im Auftaktfilm im Kostüm der Hexe aus “Weapons” durch diverse in der Königskategorie nominierte Filme gejagt wurde. “Als ich letztes Jahr moderierte, stand Los Angeles in Flammen”, sinnierte der 62-Jährige zum Auftakt ironisch: “Aber dieses Jahr läuft alles super.”

Zugleich verzichtete O’Brien nicht auf ernstere Töne: “Lasst uns feiern, nicht weil wir denken, dass alles gut ist, sondern weil wir arbeiten und auf Besseres hoffen.” Einige der Anwesenden müssen dabei bereits nicht mehr auf Besseres hoffen, sondern können sich bereits über Gutes freuen.

Nebendarstellerehren für Madigan und Penn

Mit Hexenlachen nahm etwa die 75-jährige Amy Madigan ihre erwartete Ehrung als beste Nebendarstellerin für ihren Part der diabolischen Hexe in “Weapons” entgegen und sinnierte darüber, weshalb sie sich am Vorabend die Beine rasiert habe, wenn sie heute lange Hosen trage. Bei den Männern holte der 65-jährige Sean Penn für seinen Part als sinistrer Colonel Steven Lockjaw in Paul Thomas Andersons Satire “One Battle After Another” den Sieg – blieb der Verleihung allerdings fern. Die Ehrung stellt den dritten Oscar für den Hollywood-Veteran dar.

Animationsehren für “KPop Demon Hunters”

Wie bereits im Vorfeld fix erwartet, holte der Netflix-Hit “KPop Demon Hunters” von Maggie Kang und Chris Appelhans die Trophäe bei den Animationsfilmen und animierte die Präsentatoren zum flammenden Appell gegen die drohende Übermacht von KI in der Kunstform. Das Werk über eine KPop-Mädchenband war der meistgesehene Film auf Netflix im vergangenen Jahr.

Auf gleich zwei Ehrungen für Kostüm und Make-up/Haare kann Guillermo del Toros Literaturadaption “Frankenstein” blicken. Allein Monster-Darsteller Jacob Elordi verbrachte 400 Stunden in der Maske für seinen Part. Unter anderen jubelte Burgtheaterschauspieler Felix Kammerer, der im Werk zu sehen ist, über die Ehrungen im Dolby Theatre.

Bis dato liegt “One Battle After Another” vor “Blood & Sinners”

Bis dato liegt Nominierungsspitzenreiter “Blood & Sinners” hinter dem großen Konkurrenten “One Battle After Another”. Während Ryan Cooglers schwarzes Vampir-Selbstermächtigungsdrama bisher alle fünf möglichen Preischancen – darunter die Kategorien Nebendarstellerin und Nebendarsteller – vergab, holte Paul Thomas Andersons Revoluzzersatire sich neben dem Preis für Sean Penn auch jenen in der heuer neu eingeführten Kategorie Casting. Gegen 3.30 Uhr dürfte dann letztendlich feststehen, welches Werk der große Gewinner der Oscargala 2026 ist und die Königskategorie Bester Film für sich in Anspruch nehmen kann.

(S E R V I C E – www.oscars.org/ )

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen