Ergebnis der Spontanbefragung

96 Prozent für Kostenpflicht bei unnötigen Bergrettungseinsätzen

Mittwoch, 18. Februar 2026 | 07:12 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Leserbefragung der vergangenen Woche ist eindeutig ausgefallen: Eine überwältigende Mehrheit der Teilnehmer spricht sich dafür aus, dass unnötig ausgelöste Bergrettungseinsätze künftig auch in Südtirol verrechnet werden sollen.

Auf die Frage „Wer unnötig Rettungseinsätze auslöst, soll für die Kosten aufkommen?“ antworteten 96 Prozent mit Ja. Konkret stimmten rund 4.900 Teilnehmer für eine Kostenpflicht. Lediglich vier Prozent – das sind etwas mehr als 200 Stimmen – plädierten dafür, Bergrettungseinsätze grundsätzlich kostenlos zu belassen.

Insgesamt beteiligten sich rund 5.000 Leser an der Umfrage, mehr als 9.000 Mal wurde die Abstimmung aufgerufen.

Damit ist das Meinungsbild klar: Die große Mehrheit fordert mehr Eigenverantwortung am Berg und finanzielle Konsequenzen bei vermeidbaren Rettungseinsätzen. Auch im Kommentarbereich war man dieser Ansicht. Allerdings wurde gefordert, dass es klare Kriterien geben sollte.

@krokodilstraene schreibt: “Es müssen allerdings ganz klare und objektive Kriterien definiert werden, die dann auch objektiv geprüft und angewandt werden! Es darf nicht sein, dass die Allgemeinheit die ‘Dummheit’ anderer auch noch bezahlt!”

@Realo61 meint: “Auch Rettungseinsätze nach Lawinenabgängen sollten in Rechnung gestellt werden, wenn eine offizielle Warnstufe gegeben war. Oft müssen sich Retter zudem selbst in Gefahr bringen um Verschüttete noch lebend bergen zu können…”

@Altyetimike findet: “Seit 45 Jahren als Touri in Südtirol. Selbstverständlich AVS Mitglied. Unnötige Rettungseinsätze sind, wie der Name schon sagt, unnötig. Mit Badelatschen in die Berge, ja gehts noch? Und das soll dann die Allgemeinheit berappen?”

Bezirk: Bozen

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