Sexismus hat bei dieser Moderatorin keine Chance - VIDEO

Peinlicher Spruch: Sie holt Stratosphärenspringer auf den Boden

Donnerstag, 20. April 2017 | 19:41 Uhr

Wien – Ein Schlagabtausch auf Facebook zwischen Stratosphärenspringer Felix Baumgartner und Puls 4-Moderatorin Corinna Milborn schlägt nicht nur in Österreich hohe Wellen. Auslöser war ein Foto des Unterwäschehersteller Palmers zu Ostern. Nachdem Baumgartner die Moderatorin auf plumpe Weise kritisierte, konterte diese auf äußerst galant. Sicher kein Höhenflug für Baumgartner.

Was ist passiert? Das Foto von Palmers, das ebenfalls auf Facebook veröffentlicht wurde, zeigt sechs junge Frauen in Unterwäsche, die am Boden auf einem Teppich liegen, wobei man ihre Gesichter nicht erkennen kann. Dazu war der Spruch „Unsere Osterhäschen“ zu lesen.

Unsere Osterhöschen 🐇

Pubblicato da Palmers su Sabato 15 aprile 2017

Unter den vielen Menschen, die Palmers kritisierten, befand sich auch Fernsehmoderatorin Corinna Milborn. „Da ist man mal ein paar Tage offline und kehrt in eine Welt zurück, in der ein Unterwäschehersteller mit der Ästhetik eines Mädchenhändler-Tatorts wirbt. Na servas“, schrieb sie auf Facebook.

Felix Baumgartner, der mit seinem Sprung aus 39 Kilometern Höhe berühmt geworden ist, konnte die Aufregung allerdings nicht verstehen. Dass Milborn die Werbung kritisiere, sei bei „der Figur auch kein Wunder“, kommentierte er auf Facebook von Los Angeles aus.

Schön wenn sich Zuhause wieder einige sogar zu Ostern aufregen! Allen voran Puls-4-Infochefin und -Moderatorin Corinna…

Pubblicato da Felix Baumgartner su Martedì 18 aprile 2017

Der sexistische Spruch gefiel nicht allen seiner knapp 1,5 Millionen Facebook-Fans. Doch damit nicht genug. Auch die Moderatorin selbst reagierte einen Tag später auf Facebook auf äußerst professionelle Weise und trieb Baumgartner ziemlich in die Ecke.

In einem Video erklärte sie Baumgartner sachlich, warum sie die Werbung problematisch findet: „Das erinnert mich an meine Recherchen zu Menschenhandel – nämlich an die Fotos, die Frauenhändler von ihren Opfern machen, um dem nächsten Abnehmer die ‚Ware‘ zu zeigen.“

Auch, warum Baumgartners Kommentar sexistisch ist, erklärt die Moderatorin gekonnt. Er habe sich unter den Kritikern der Werbung ausgerechnet eine Frau ausgesucht. Anstatt auf den Inhalt ihrer Kritik einzugehen, mache er ohne irgendeinen Zusammenhang ihren Körper zum Thema. „Was Sie da getan haben, ist nämlich sehr typisch. Ich will nicht, dass Ihr Facebook-Posting dazu führt, dass irgendeine Frau da draußen das Gefühl hat, sie müsse sich erst irgendwelchen Schönheitsvorstellungen von Leuten wie Ihnen beugen, bevor sie in der Öffentlichkeit den Mund aufmacht“, betont Milborn.

Milborn hat ihn deshalb in ihre Sendung eingeladen, wo sie mit ihm über sein Frauenbild und dessen Auswirkungen sprechen möchte. Dabei setzte sie ihn geschickt unter Druck und appellierte an seinen Mut. „Sie sind ja schon aus dem All gesprungen, Sie sind also sicher nicht zu feig dafür – oder, um es in Ihrer Sprache zu sagen: Sie haben doch sicher die Eier, sich der Diskussion zu stellen. Ich freue mich darauf“, erklärt die Moderatorin. Das nennt man schlagfertig.

Lieber Felix Baumgartner, ich habe eine Einladung für Sie. Sie haben mich in einem Facebook-Posting erwähnt, weil ich das Werbefoto eines Unterwäscheherstellers kritisiert habe. Ich erkläre Ihnen gerne nochmal warum: Man sieht darauf Frauen, die kaum bekleidet auf einem schmutzigen Boden liegen und mit dem Gesicht gegen die Wand auf einen Haufen Dreck schauen. Das erinnert mich an meine Recherchen zu Menschenhandel – nämlich an die Fotos, die Frauenhändler von ihren Opfern machen, um dem nächsten Abnehmer die "Ware" zu zeigen: Man sieht da Frauen, wenig oder nicht bekleidet, in Abbruchhäusern oder Kellern, oft von hinten fotografiert, damit man das Gesicht nicht erkennt und die Frauen nicht gefunden werden können. Das ist eine Realität. Und ich finde so eine Ästhetik sehr unpassend für eine Werbung für Unterwäsche zu Ostern. Sie sind aber nicht auf diese Kritik eingegangen, sondern haben behauptet, ich hätte das Sujet _wegen meiner eigenen Figur_ kritisiert. Was überhaupt keinen Sinn ergibt. Ich wollte deswegen zunächst auch gar nicht darauf eingehen. Es haben aber so gut wie alle Medien Ihr Facebook-Posting aufgegriffen, und deswegen antworte ich jetzt doch: Was Sie da getan haben, ist nämlich sehr typisch. Sie haben nicht einen der Männer kritisiert, die das Sujet ebenso gesehen haben, sondern haben sich eine Frau herausgepickt. Und Sie sind nicht auf den Inhalt eingegangen, sondern haben zusammenhanglos mein Aussehen, meinen Körper thematisiert. Das passiert Frauen dauernd, und es trifft alle: Zu hübsch um ernst genommen zu werden, zu blond um gescheit zu sein, zu sexy oder zu unweiblich, zu stark geschminkt oder zu hässlich, zu dünn oder zu dick, zu alt oder zu dunkelhäutig (oder mit der falschen Figur um eine Meinung zu äußern – was, mit Verlaub, wirklich zum deppertsten gehört). Ich will nicht, dass Ihr Facebook-Posting – mit dieser Reichweite – dazu führt, dass irgendeine Frau da draußen das Gefühl hat, sie müsse sich erst irgendwelchen Schönheitsvorstellungen von Leuten wie Ihnen beugen, bevor sie in der Öffentlichkeit den Mund aufmacht. Deshalb möchte ich das gerne mit Ihnen besprechen. Ich möchte Sie einladen in meine Sendung "Pro und Contra" auf PULS 4, um mit Ihnen über Ihr Frauenbild und die Auswirkungen zu diskutieren. Sie sind ja schon aus dem All gesprungen, Sie sind also sicher nicht zu feig dafür – oder, um es in Ihrer Sprache zu sagen: Sie haben doch sicher die Eier, sich der Diskussion zu stellen. Ich freue mich darauf.ps weil das unklar berichtet wurde: Ich habe nie etwas über die Frauen auf dem Sujet gesagt und schon gar nicht über ihre Körper, sondern das Setting kritisiert. Ich hab auch das Posting nicht gelöscht, sondern die Sichtbarkeit auf "nur Bekannte" gestellt – ich habe hier die Information einer TV-Sendergruppe zu leiten und kann mich nicht den ganzen Tag um die Kommentare kümmern.

Pubblicato da Corinna Milborn su Mercoledì 19 aprile 2017

 

Von: mk

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

21 Kommentare auf "Peinlicher Spruch: Sie holt Stratosphärenspringer auf den Boden"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Savonarola
Savonarola
Tratscher
1 Monat 6 Tage

emanzenhaft aufgebauschter Artikel für einen Sturm im Wasserglas.

Tabernakel
1 Monat 6 Tage

Chauvinist!

ahiga
ahiga
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

..ok, aber moment, ..beleidigen muss sie sich deshalb  nicht lassen…also wenn sie dann “zurückschlägt” muss “er” halt damit leben, bzw rechnen…
gibt vielleicht nicht jedesmal schönere als man selber ist, ..aber intelligentere fast immer

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@ahiga Wo sie Recht hat, hat sie Recht 🖒

Edith
Edith
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

@ Savonarola
Das sehe ich als Frau genauso. Der wird sie halt aus dem Haufen von Kritikern herausgepickt haben, weil sie als Fernsehmoderatorin ihm wahrscheinlich bekannt war. Sonst wäre es eben irgendjemand anders gewesen. Und ja, nicht jede Frau kann sich solche Unterwäsche “leisten”, weil die Natur uns eben unterschiedlich gemacht hat. Zu meinem Glück “darf” ich noch solche Höschen tragen. 😊

Ewa
Ewa
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Tolle Frau mit super Argumenten, die dem Macho mit einem Augenzwinkern den Wind aus den Segeln genommen hat. Find ich klasse.
Es bräuchte mehr solch mutige Frauenpower.👍

Eppendorf
Eppendorf
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Baumgartner war, ist und wird immer ein Prolet bleiben.

Techno Guy
Techno Guy
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Super Reaktion! Bravo!

bern
bern
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Das wird dem Baumgartner nun aber sehr sehr zu denken gegeben haben (Ironie Ende).
Aufgebauschter Artikel über zwei unwichtige Personen und deren unwichtigen Smalltalk.

Edith
Edith
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage
@ bern Du hast recht. Abgesehen davon, dass er nicht mein Typ ist, denke ich, genauso wie du, dass er sich deswegen keine grauen Haare wachsen lässt. Sie hat mit ihrer (etwas unpassende) öffentlichen Kritik an der Unterwäsche eine ebenso unpassende (zugegebenermaßen sehr undiplomatisch) Gegenkritik eingehandelt. Aber ich denke, wenn er sich zuerst über die Höschen geäussert hätte, dann wäre sie wahrscheinlich auf seine Kritik aufgesprungen. Es ist nun mal so, dass Ansichten und Ohrfeigen verschieden sind. Damit wird auch sie leben müssen, ob es ihr passt, oder nicht. Übrigens ist nicht jede Frau ihrer Ansicht, dass kann ich dir… Weiterlesen »
Vieldenker
Vieldenker
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

de moderatorin ot wohrscheinlich a normale figur und de afn foto sein net weltklasse frauen, de schaugn aus wi kinder

Edith
Edith
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

@ Vieldenker
Bin zwar kein Kind mehr, aber von der Figur her darf ich mir (noch) solche Höschen erlauben.

Vieldenker
Vieldenker
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

@Edith du oschmi net verstonnen

mika
mika
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Super Bild – auch 1000 Jahre Emanzentum werden an der Realität nichts ändern können: Männer wollen schöne Frauen und Frauen wollen schön sein. 
Natur ist stärker als jede Ideologie 😀 

Edith
Edith
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

@ mika
 und glaube mir, wir Frauen geniesen das, auch wenn es einigen meiner Artgenossinnen nicht paßt. Vor allem die jüngeren Frauen (und auch die reiferen, die mit sich zufrieden sind) werden mir recht geben. Jede Frau möchte begehrt werden. Und da können solche Wäschestücke oft von Vorteil sein. 😜

mika
mika
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@Edith Eben, es ist doch auch nichts dabei. Im Gegenteil: Der Neid der Zukurzgekommen Genossinnen ehrt das richtige Weib fast so sehr, wie von einem richtigen Kerl begehrt zu werden.. 😀 
 
Wir genießen das Leben, während andere alles kaputtmoralisieren, sich schwarz ärgern – und am Ende dem nichtgelebten nachtrauern.

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Sehr gut Frau Millborn 👍
Solche Sprüche zeigen was man von sich gibt wenn man nix drinn hat 😂

Edith
Edith
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage
Palmers hat meines Erachtens nur das beworben, das von denen auch produziert wird. Unterwäsche! Und wenn sich Frau Milborn so darüber auslässt, braucht sie sich nicht über lästernde Antworten zu wundern. Tatsache ist doch, dass sich nicht jede Frau solche reizende Unterwäsche erlauben kann, aus welchen Gründen auch immer. Dann wäre es doch besser, man gibt seine Frust nicht gleich öffentlich zum Besten. Damit provoziert man bekanntermaßen doch nur Gegenargumentationen, ob nun passend oder nicht, bleibt dahingestellt. Ich (für meine Person) finde diese Höschen (vor allem das 2. von links) recht reizend und möchte schon noch zu solcher Unterwäsche greifen… Weiterlesen »
Edith
Edith
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Und übgrigens, das Sujet wurde mit Bezug auf den beruflichen Erfolg von Palmers als Zitat auf das genau vor 20 Jahren alten Palmers Strumpf-Plakat, (das übgrigens auch heute noch als Kult gilt). Auch damals (1997) hatte das damalige Plakat für Empörung bei Feministen gesorgt. Doch die Öffentlichkeit fand es gut, so dass es innerhalb weniger Wochen gleich über 20.000 Mal nachgedruckt und für 35 Schillinge für Kunden und Sammler zu erwerben war. Aus dem damaligen PR-Desaster wurde für Palmers ein PR-Erfolg.
Ob es diesmal (mit tatkräftiger Hilfe von Frau Milborn?) auch so einschlägt? Wir werden sehen. 😉

Edith
Edith
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage
Ich denke, Frau Milborn ist eine sehr intelligente Frau und hat die Gelegenheit zu ihrer (beruflichen) Gunst genutzt. Wie kann sie sonst so einfach einen so bekannten “Gast” in ihre Fernsehsendung bekommen, um ihre Einschaltquoten in die Höhe zu schrauben. Da kommt ihr solch ungeschickte Kritik des Herrn Baumgartners gerade recht. Und in der Sendung, wo sie eindeutig Heimvorteil hat, wird sie sich schon das passende Diskussionskonzept zurecht gelegt haben, damit nicht sie als “Verlierer” aus der Sache herausgeht. Eine Frau eben! N.B. Beide sind nicht mein Typ, weder er noch sie. Und die sexistische Masche zieht immer, weil Frau… Weiterlesen »
Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@ Vieldenker
Die Moderatorin hat Figur und Hirn ,da hat sich der arme Kerl mal richtig verbissen und der Welt gezeigt was er wert ist 😀, gut so !!

wpDiscuz