Von: luk
Brixen – Im Eisacktal sollen künftig 1265 Strommasten aus dem Landschaftsbild verschwinden, zugleich aber sollen die Bürgerinnen und Bürger von einer stabileren und effizienteren Stromversorgung profitieren. Im Genehmigungsverfahren zur Reorganisation der Hochspannungsleitungen ist dafür nun ein wichtiges Ziel erreicht, denn ab Mittwoch sind die Projektunterlagen in den betroffenen Gemeinden für 30 Tage veröffentlicht.
Großes Infrastrukturprojekt für Stromversorgung
“Es handelt sich um eines der größten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahrzehnte und zugleich um eines der umfangreichsten Genehmigungsverfahren in der Geschichte Südtirols, das nun einen entscheidenden Schritt vorankommt”, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. “Das Vorhaben stärkt langfristig die Versorgungssicherheit, macht unser Stromnetz widerstandsfähiger und trägt dazu bei, Energieverluste zu verringern”, unterstreicht der Landesrat für Umwelt-, Natur-, Klimaschutz und Energie Peter Brunner.
Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können jetzt Einsicht in die Unterlagen nehmen und überprüfen, ob ihre Grundstücke vom Vorhaben betroffen sind. Der staatliche Netzbetreiber Terna hat dazu den betroffenen Gemeinden die endgültigen Projektunterlagen übermittelt. Mit der Veröffentlichung für 30 Tage geht das staatliche Genehmigungsverfahren in die abschließende Phase. Das zuständige Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit in Rom hatte es am 27. Mai 2026 eingeleitet.
262,5 Kilometer bestehende Freileitungen werden abgebaut
Das Projekt gilt als eine der bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen im Bereich des Energietransportes in Südtirol. “Insgesamt werden rund 262,5 Kilometer bestehende Freileitungen abgebaut und 1265 Strommasten entfernt. Damit handelt es sich nicht nur um ein bedeutendes Energieinfrastrukturprojekt, sondern auch um einen wichtigen Beitrag zur Entlastung von Landschaft und Umwelt”, erklärt der Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, Flavio Ruffini.
Bereits Mitte Juni hatten Landesrat Brunner und Vertreter von Terna den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aller betroffenen Gemeinden den aktuellen Stand des Verfahrens vorgestellt und über die weiteren Schritte informiert.
Nach der Veröffentlichung der Unterlagen werden mögliche Einwände geprüft. Dann kann das staatliche Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden. Anschließend treibt der Netzbetreiber Terna die konkrete Planung und Umsetzung des Projekts weiter voran.




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