Bezirksversammlung Eisacktal abgehalten

“Betriebe brauchen verbindliche Sicherheiten”

Freitag, 11. Dezember 2020 | 09:34 Uhr

Brixen – Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Auflagen und Aussichten für die Wintersaison und die geplanten Marketingstrategien für Südtirol kennzeichneten die Jahresversammlung des Bezirkes Eisacktal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), welche kürzlich in Form einer Videokonferenz abgehalten wurde.

Der Tourismus im Eisacktal hat eine schwierige Zeit hinter sich und der verzögerte Start der Wintersaison und der Winterskigebiete bringt zwar Planungssicherheit mit sich, führt aber auch zu erheblichen Umsatzverlusten, befürchtet HGV-Bezirksobmann und Landtagsabgeordneter Helmut Tauber. „Fakt ist, dass uns diese zweite Corona-Welle in einer Phase trifft, wo wir eigentlich unsere Betriebe wieder aufsperren wollten und wir normalerweise eine Top-Frequenz haben“, sagte Tauber. Das sei derzeit eine enorm schwierige Situation für die Betriebe. Er erinnerte auch an die finanziellen Auswirkungen auf die Mitarbeiter, welche momentan kein reguläres Einkommen haben können. „Hier brauchen wir schnell Sicherheit, sonst bekommen wir auch noch auf dem Arbeitsmarkt ein Problem“, forderte Tauber. Der Tourismus könne nicht mehr länger die Hauptlast der Covid-Pandemie tragen.

HGV-Präsident Manfred Pinzger betonte, dass der Tourismus-Sektor mittlerweile zum Spielball der Politik geworden ist. „Mit viel Aufwand haben sich unsere Betriebe an die Schutzmaßnahmen gehalten. Und trotzdem wurde der gesamte Sektor Anfang November wieder in den totalen Lockdown versetzt. Das Zu- und Aufsperren der Gastbetriebe ist keine langfristige Lösung, nachdem die Infektionszahlen ja im November nicht signifikant gesungen sind. Also müssen die Infektionsherde anderswo geschehen und nicht in unseren Betrieben“, sagte Pinzger und forderte zudem, dass man den Restaurants auch das Abendgeschäft ermöglichen muss.

Dass Südtirol bereit ist für die Wintersaison, zeigte Helmut Sartori, Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer Südtirols, in seinen Ausführungen auf. „Die Weihnachtssaison macht bis zu 30 Prozent des Winterumsatzes aus. Aus diesem Grund drängen wir darauf, dass wir endlich loslegen können“, sagte Sartori. Die Seilbahnbetreiber haben ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt und sind bereit, dies jederzeit umzusetzen.

An der Videokonferenz nahm auch Landesrat Arnold Schuler teil, welcher unter anderem auf die unsichere Situation im Tourismus einging. „Südtirol ist nicht nur von der Reisefreiheit zwischen den Regionen abhängig, sondern auch davon, ob Gäste beispielsweise aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich nach Südtirol kommen dürfen“, so der Landesrat. Er ging auch auf die Entwicklung des Tourismus im Eisacktal in den letzten Monaten ein. Demnach sank die Zahl der Gästeankünfte im Sommerhalbjahr um rund 39 Prozent und die Übernachtungen um knapp 35 Prozent.

Über den Stand der Dinge zum Infektionsgeschehen in Südtirol und darüber, wie es mit der zweiten Testphase in Südtirol weitergeht, berichteten Florian Zerzer, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, und Patrick Franzoni, Projektleiter von „Südtirol testet“. Welche Maßnahmen IDM Südtirol für die anstehende Wintersaison plant, darüber referierte Wolfgang Töchterle, Director Marketing bei IDM Südtirol.

Von: mk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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1 Kommentar auf "“Betriebe brauchen verbindliche Sicherheiten”"


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Tratscher
1 Monat 11 Tage

Den “werten Herren die im Glaskäfig”  sitzen ist schon bewußt, dass das Corona-Virus keine verbindlichen Sicherheiten erlassen wird!!
Es ist allseits bekannnt, der größte Gewinn wird dur die “AHA” Regel erzielt, daher ist ein Arbeiten gegen die Logik verheerend…..

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