Stärkerer Preisanstieg bei Konsumgütern als im Rest Italiens

Bozen bleibt teures Pflaster

Freitag, 15. September 2017 | 13:26 Uhr

Bozen – Erneut zeigt sich, dass Bozen ein teures Pflaster ist. Laut einer Studie zu den Preisen von Konsumgütern, sind diese in den vergangenen Monaten in der Südtiroler Landeshauptstadt drei Mal zu stark gewachsen wie im nationalen Durchschnitt.

Eine vierköpfige Familie gibt in Südtirol somit 1.622 Euro mehr aus, als im vergangenen Jahr. Im restlichen Italien würde die gleiche Familie nur knapp 500 Euro mehr ausgeben als im Vorjahr.

Der Anstieg bei den Preisen reduziert Medienberichten zufolge die Kaufkraft der Konsumenten, ist aber gleichzeitig ein Zeichen für die gestiegene Nachfrage.

Handelskammer: Ist Bozen wirklich die teuerste Stadt Italiens?

Zum wiederholten Mal weist der italienische Verbraucherverband „Unione Nazionale Consumatori“ darauf hin, dass Bozen die teuerste Stadt Italiens sei. Auf diese Feststellung möchte die Handelskammer Bozen einige Anmerkungen vorbringen.

  •   Die Inflationsrate gibt an, um wie viel sich Güter und Dienstleistungen in einem bestimmten Zeitraum preislich verändert haben bzw. teurer geworden sind. Im Warenkorb werden die Preise der meistverkauften Produkte der jeweiligen Städte erhoben, welche sich bezüglich Qualität und Marke aber stark unterscheiden können. Wie teuer Güter und Dienste im absoluten Vergleich sind, darüber sagt die Inflationsrate aber nichts aus und der Schluss Bozen sei die teuerste Stadt Italiens ist in dieser Hinsicht nicht zutreffend.
  •   Die Preisbeobachtungsstelle des ASTAT (siehe: www.provinz.bz.it/beobachtungsstelle-preise-tarife/) veröffentlicht zum Preisniveau in Bozen hingegen aussagekräftige Informationen. Diese Stelle erhebt monatlich die Durchschnittspreise der meistverkauften Produkte für die Städte Innsbruck, Bozen und Trient. Für Juni 2017 zeigt dieser Preisniveauvergleich eindeutig, dass von 40 untersuchten Produkten des täglichen Bedarfs, Bozen bei 25 Preisen günstiger ist als Innsbruck und bei 19 Preisen sogar günstiger ist als Trient.
  •   Die hohe Wirtschaftsleistung Südtirols führt dazu, dass Südtirol zu den Regionen mit dem höchsten Wohlstandsniveau in Europa zählt und die Bevölkerung deshalb eine vergleichsweise hohe Kaufkraft hat, was sich entsprechend auch auf das Preisniveau auswirkt.
  •   Eine gesonderte Betrachtung verdienen hingegen die Wohnungspreise. Diese sind laut „Osservatorio Immobiliare“ der Agentur für Einnahmen in Bozen tatsächlich hoch und erreichen das Niveau der Innenstädte von Mailand und Rom. Hierfür ist allerdings maßgeblich die geringe Flächenverfügbarkeit für Wohn- und Nichtwohnbauten in einem Berggebiet wie Südtirol verantwortlich, wo man richtigerweise sparsam mit neuen Baugründen umgeht.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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18 Kommentare auf "Bozen bleibt teures Pflaster"


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One
One
Grünschnabel
10 Tage 14 h

Die gefährlichste Drecksstadt Europas schlägt wieder zu. Einfach nur hässlich das ganze Stadtbild und alles dazugehörige. War erst vor kurzem beruflich wieder in Bozen und bin geschockt, mit Vollgas, wieder geflüchtet. Leider haben die meisten Einwohner keine andere Wahl und müssen gezwungenermaßen dort leben. Ich wünsche denen alles Gute und viel Kampfgeist, diese Stadt zu ertragen.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
10 Tage 13 h

Niemand muss in Mitteleuropa gezwungenermaßen irgendwo wohnen. Und du fahr nächstes Mal in eine andere Drecksstadt, denn egal wo du hinfahren oder ob du bei dir zuhause in Hinterwalden bleibst, Brennpunkte gibt es überall

nightrider
nightrider
Tratscher
10 Tage 13 h

Es erste mol aus der Schlucht ausi gfunden?

One
One
Grünschnabel
10 Tage 1 h

@nightrider Nein, ich bin aus Meran. Leider muss ich hier aber auch miterleben, wie der neue BM haargenau die gleichen Fehler wie seine Vorgänger in Bozen macht und durch solche Inkompetenz eine Stadt mit Jahrhunderten an Tradition, Stück für Stück zerstört.

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
10 Tage 18 h

solange die Leute nicht abwandern treibt man das Spiel unbehindert weiter ………..
Sicherheits – und Verkehrsproblem ist sowieso schon total verwerflich .

Audi
Audi
Tratscher
10 Tage 19 h

Gefährlich und trotzdem teuer …

nightrider
nightrider
Tratscher
10 Tage 13 h

Bozner sind alles Helden da sie es schaffen in der schlimmen Stadt zu überleben. :-))))))))))))))))))))

moler
moler
Tratscher
10 Tage 19 h

ober laut statistik hobn mirs jo genua
zum kotzn mit de gonzn zohln.
sel verstien mir schun long daß mir solongsom , wenn a beade orbeitn gien , nix mehr zum fressn hobn 😡😡

erika.o
erika.o
Tratscher
10 Tage 19 h

glab i glei …
in Bozen lebm a viele fa
di “Bessan”
Tabernakel … du a ?

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
10 Tage 16 h

In dem Bericht wird nicht erwähnt, dass pro Jahr ca. viermal soviele Touristen nach Südtirol kommen, wie das Land Einwohner hat. Dies erklärt evtl. die stärkere Nachfrage und den damit verbundenen Preisanstieg. Zum Leidwesen des Otto-Normalverbrauchers. Für jene, die nicht direkt oder indirekt von Tourismus profitieren, ein unangenehmer Effekt.

Stimme der Wahrheit
Stimme der Wahrheit
Grünschnabel
10 Tage 2 h

Ok Ivo, dann pass mein gehalt deiner these an

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
9 Tage 23 h

@Stimme der Wahrheit wer bin ich, dass ich das könnte? Du scheinst die Aussage meines Beitrages nicht zu verstehen

traktor
traktor
Superredner
10 Tage 14 h

die preissteigerung steht in keiner relation zur gehaltsentwicklung…

witschi
witschi
Universalgelehrter
10 Tage 19 h

wem sagt ihr das. ich gebe 100 euro am tag aus

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
10 Tage 16 h

vodienscht et schlecht😊

witschi
witschi
Universalgelehrter
10 Tage 16 h

@Kurt, ach gea. schulden

Poppi
Poppi
Superredner
10 Tage 13 h

@witschi
Nicht nur du…. 😯

Stimme der Wahrheit
Stimme der Wahrheit
Grünschnabel
10 Tage 2 h

Zum Glück werden die Gehälter jährlich inflationsgerecht angepasst. Natürlich nur die Gehälter gewisser Kathegorien. Oder besser gesagt einer Kathegorie. Genau dijene Kathegorie die bei den Wahlen zur Rechenschaft gezogen werden wird!

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