"Sicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation"

Doppelmayr errichtet mehrere Seilbahnanlagen in Südtirol

Dienstag, 30. November 2021 | 10:45 Uhr

Tiers/Sulden – Das Unternehmen Doppelmayr hat in Südtirol mehrere Seilbahnanlagen erbaut. Die in Südtirol realisierten Anlagen seien auf Effizienz, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation ausgerichtet, erklärt die Firma in einer Aussendung.

Neue Pendelbahn von Tiers auf den Rosengarten

Ab Winter 2021/22 wird die neue Seilbahn mit Kabinen zu 60 Personen auf einer 3,7 km langen Strecke zwischen dem Tierser Tal und dem Rosengarten in Betrieb sein. Von St. Zyprian aus erreichen dann 400 Personen pro Stunde und Fahrtrichtung in nur acht Minuten die Frommer Alm im Skigebiet Carezza, sowie das Wandergebiet Rosengarten. Das Projekt, welches unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit konzipiert wurde, soll die Weiterentwicklung des Tourismus im Tal ermöglichen und gleichzeitig den Autoverkehr auf dem Nigerpass reduzieren. Die neue Pendelbahn, projektiert und realisiert von Doppelmayr Italia in Lana, soll Mitte Januar 2022 eingeweiht werden.

Sicherheit und Rücksicht auf die Umwelt

Das für die neue Seilbahn gewählte Doppelseilsystem hat den großen Vorteil, dass die Seile durch entlang der Strecke verteilte Seilreiter stabilisiert werden. Dadurch werden die seitlichen Bewegungen der Seile auch bei starkem Wind (bis zu über 80 km/h) deutlich vermindert, was die Sicherheit und den Fahrkomfort erhöht. Wie bei der Kabinenbahn König Laurin, welche 2020 realisiert wurde, werden die Tal- und Bergstation unterirdisch sein; die Stationen werden buchstäblich unter den Wiesen verschwinden, so dass nur die Ein- und Ausfahrten der Kabinen sichtbar sind: eine Idee des berühmten Südtiroler Architekten Werner Tscholl, der das Projekt entworfen hat. Bewegliche Bahnsteige in beiden Stationen bewegen sich automatisch hin- und her um die ankommenden Kabinen einzulassen, wodurch die Breite der Stationsbauwerke verringert werden kann.

Panoramabalkon

Die Tierser Seilbahn wird die erste in Italien und eine der wenigen weltweit mit einem Panoramabalkon auf den Kabinen sein. Dieser ermöglicht es, zehn Personen die Fahrt im Freien zu verbringen und dabei den Blick auf den Rosengarten “mit dem Wind in den Haaren” zu genießen.

Sicherheit an erster Stelle

Die neue Pendelbahn ist die zweite, die mit der so genannten “integrierten Rettung” ausgestattet wird. Diese gewährleistet, dass die Kabinen auch bei technischen Störungen wieder in die Stationen zurückgebracht werden können, ohne dass die Fahrgäste abgeseilt oder mit Rettungsfahrzeugen evakuiert werden müssen. Jede Anlage dieses Typs wird in all ihren Hauptbestandteilen analysiert und überdacht, und alle Elemente, die potenziell ausfallen könnten, werden redundant ausgelegt, bzw. werden technische Lösungen erarbeitet, um die Bewegung der Fahrzeuge auch in Notfällen zu garantieren. Des Weiteren gibt es Kameras, Mikrophone und Gegensprechanlagen zwischen der Kabine und dem Kontrollraum. Auch die inzwischen berüchtigten Vergusskegel am Laufwerk der Kabine wurden eliminiert, da die Zugseilschlaufe geschlossen und besonders großzügig ausgelegt ist, wie auch bei Sesselliften und Kabinenbahnen.

Kabinenbahn Kanzel in Sulden

Die neue Kabinenbahn Kanzel ersetzt einen fixgeklemmten Sessellift im Skigebiet Sulden, der die Pisten “Kanzel” und “Rosim” bedient hat. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade der Pisten ist dieses Gebiet bei Skifahrern sehr beliebt und vor allem am Nachmittag gut besucht, wenn die Pisten in der Sonne liegen. Aufgrund ihrer Lage in der Talsohle kann diese Anlage vor allem an Tagen mit ungünstigem Wetter und Wind, welche vom Aufstieg nach Madritsch abhalten, von Skifahrern genutzt werden um in einem vom Wald geschützten Bereich Ski zu fahren. Bei dieser Kabinenbahn handelt es sich um eine Anlage des Typs D-Line der letzten Generation, welche sich besonders durch ihre Geräuscharmut, Komfort und Umweltschonung auszeichnet. Großer Wert wurde auf ein neues Design mit optimaler Ausstattung in Verbindung mit technischer Innovation gelegt. Für den Komfort der Fahrgäste und des Personals wurde diese neue Generation von Seilbahnen mit extrem niedrigen Geräusch- und Vibrationspegeln konzipiert.

Nachhaltige Entwicklung mit Seilbahnen

Bei der Projektentwicklung legen die Doppelmayr-Ingenieure großen Wert auf Platz- und Ressourceneffizienz. In den Bergen bedeutet dies vor allem die harmonische Integration der Seilbahnen in die Landschaft und das Einsparen von Energie. Als Verkehrsmittel, auch in Städten, liegen die Vorteile der Seilbahn auf der Hand. Die abgasfreie Elektromobilität mit minimalem Platzbedarf verschafft den Seilbahnen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit erhebliche Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln. Um dies so transparent wie möglich zu machen, hat Doppelmayr einen CO2-Rechner entwickelt, der projektbezogene Lebenszyklusanalysen (LCA) und Ökobilanzen liefert.

Von: mk

Bezirk: Salten/Schlern, Vinschgau

Kommentare

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7 Kommentare auf "Doppelmayr errichtet mehrere Seilbahnanlagen in Südtirol"


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anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Das soll Nachhaltigkeit sein, verschandelung der Bergwelten heißt das,Statt Berge sieht man Stahl U Beton

schreibt...
schreibt...
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Jedenfalls besser ne Seilbahn, als der stinkende und lärmende motorisierte Verkehr!

AusDemWegGeringverdiener
1 Monat 21 Tage

I tat af jedn Hügl a Soalbuhne aui bauen, del sichert massen Orbeitsplätze.
Insere Autos tanken sich ah nit gratis👌

Fuchsschwoaf
Fuchsschwoaf
Grünschnabel
1 Monat 21 Tage

Wenn alte Anlagen durch Neue auf der selben Trasse realisiert werden ist das ja noch ok. aber ich glaube das wir hier in Südtirol keine neue Schneisen für irgendwelche Lifte brauchen.
was da zurzeit im Gebiet um den Karerpass abgeht ist eine totale Katastrophe. wie konnte man sowas nur genehmigen und auch noch mit öffentlichen Geldern fördern.
wahrscheinlich werden wir dann wieder zwangsbeglückt, in dem dann die Straße gesperrt wird und man gezwungen wird die Bahn zu nehmen, ähnlich Seiseralm

Krissy
Krissy
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Nachhaltig, wenn dann jeden Tag schreiende Horden, mit freilaufenden Hunden rumlaufen und überall ihren Müll rumliegen lassen ???
Riesenflächen zubetoniert und Wälder gerodet werden für Parkplätze?

Zugspitze947
1 Monat 21 Tage

Unglaublich ! Da darf man den Rosengarten als Wandergebiet wohl vergessen,denn das wird ein Rummelplatz 😡👌😢

Ludwig1
Ludwig1
Grünschnabel
1 Monat 21 Tage

Insre Kindor wearns ins donkn… tian sie jo haint schun…

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