Von: mk
Bozen – Die Fachgruppe „Schutzhütten Südtirol“ des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) traf sich mit Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider sowie mit Amtsdirektorin Karin Brenner vom Amt für Seilbahnen zu einem Austausch über die geplante Durchführungsverordnung zu privaten Seilbahnen zur Beförderung von benannten Personen und Materialseilbahnen. An dem Treffen nahm auch HGV-Direktor Raffael Mooswalder teil.
Private Seilbahnen sind für viele Schutzhütten eine zentrale Infrastruktur, um Lebensmittel, Material und Ausrüstung ins Hochgebirge zu transportieren. Durch eine neue europäische Norm, ergeben sich erstmals klare technische Rahmenbedingungen für Anlagen mit eingeschränktem Personentransport. Damit sollen diese Anlagen künftig rechtlich eindeutig geregelt, technisch angepasst und entsprechende Genehmigungen ermöglicht werden.
Der Vorsitzende der HGV-Fachgruppe „Schutzhütten Südtirol“, Stefan Perathoner, betonte die große Bedeutung praktikabler Regelungen für die Hüttenbetriebe: „Materialseilbahnen sind für viele Schutzhütten unverzichtbar, um die Versorgung im Hochgebirge sicherzustellen. Wichtig ist, dass die neuen Bestimmungen hohe Sicherheitsstandards gewährleisten, gleichzeitig aber praktikabel bleiben und nicht zu zusätzlicher Bürokratie führen.“
Im Gespräch wurde auch auf die wirtschaftlichen Herausforderungen für die Schutzhüttenbetreiber hingewiesen. Der Bau von privaten Seilbahnen für die Beförderung von benannten Personen ist deutlich aufwändiger als jener von reinen Materialseilbahnen und kann entsprechend deutlich höhere Kosten verursachen. Aus Sicht der Fachgruppe sind daher entsprechende Förderinstrumente notwendig, um die Umsetzung solcher Anlagen für die Hüttenbetriebe wirtschaftlich tragbar zu machen.
Landesrat Daniel Alfreider unterstrich die Notwendigkeit klarer und umsetzbarer Rahmenbedingungen: „Südtirol ist ein Seilbahnland und gerade auf Grund seiner geografischen Struktur sind Materialseilbahnen wichtige Infrastrukturen für die Versorgung im Hochgebirge. Unser Ziel ist es, die europäischen Vorgaben so umzusetzen, dass der notwendige Sicherheitsstandard gewährleistet ist, die Schutzhütten aber gleichzeitig nicht mit übertriebenen Auflagen konfrontiert werden. Die rechtlichen Spielräume, die uns dabei zur Verfügung stehen, wollen wir in Südtirol bestmöglich nutzen.“
Die Fachgruppe begrüßte den konstruktiven Austausch mit Landesrat Alfreider und Amtsdirektorin Brenner. Auch künftig soll der Austausch zwischen Fachgruppe, Landespolitik und Verwaltung weitergeführt werden.




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