Neuordnung der Tourismusstrukturen

Projekt „Zukunft Tourismus“ wird konkret

Mittwoch, 07. September 2016 | 12:27 Uhr

Bozen – Südtirols Tourismusstrukturen ordnen sich neu: Ab ersten Januar 2018 werden drei Destinationsmanagementeinheiten (DME) mit je einer Außenstelle operativ tätig sein; strukturmäßig werden sie an die IDM Südtirol angedockt. Ziel des Projekts „Zukunft Tourismus“ ist es, durch bessere Koordination und Vernetzung alle touristischen Kräfte im Land zu bündeln und so die Destination Südtirol noch stärker zu machen. Derzeit werden mit allen touristischen Partnern gemeinsam die Aufgaben der neuen Verwaltungs- und Organisationseinheiten festgelegt, und es wird entschieden, welche Produkte, Themen und Erlebnisräume in jeder DME entwickelt und vermarktet werden sollen. Zudem ist in diesen Tagen die Suche nach den Leitern der drei Destinationsmanagementeinheiten angelaufen.

„Südtirol ist zwar ein sehr begehrtes Land, in Sachen Bekanntheit müssen wir aber noch zulegen, wenn wir langfristig als Destination wettbewerbsfähig bleiben wollen. Wir haben gute Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen: Die Kraft der Dachmarke Südtirol, das Innovationspotential und Know-how der heimischen Tourismusbranche und die hohe Qualität unserer touristischen Produkte. Woran wir arbeiten müssen, ist die gezielte Weiterentwicklung dieser Produkte und eine effiziente Kommunikation auf den Märkten, die verstärkt auf die Marke Südtirol setzt. Das kann nur gelingen, indem alle Kräfte im Land gebündelt und koordiniert werden, wie das durch die Reorganisation der Tourismusorganisationen jetzt geschieht“, sagt Tourismuslandesrat Arno Kompatscher.

Drei Büros in Bozen, Bruneck und Meran, dazu drei weitere Sitze in Brixen, St. Christina und Glurns: Die neuen DME sind zwar strukturmäßig an den Wirtschaftsdienstleister des Landes und der Handelskammer angegliedert, sitzen aber vor Ort, um den regen Austausch mit den örtlichen Tourismusvereinen zu forcieren, deren Tätigkeit sie unterstützen sollen. Ihre Aufgabe wird es sein, die touristischen Leistungsträger in den Orten – also Tourismusvereine, Freizeitanbieter und Betriebe – zu stärken und an gemeinsamen Zielen auszurichten.

„Es ist sehr wichtig, dass die Tätigkeit der neuen Organisationseinheiten von den touristischen Leistungsträgern mitgetragen und mitbestimmt ist. Deshalb führen wir jetzt im Herbst in ganz Südtirol Workshops mit den Südtiroler Tourismusverbänden und Tourismusvereinen durch, um mit ihnen gemeinsam festzulegen, welche Produkte, Themen und Erlebnisräume innerhalb der neuen Organisationseinheiten entwickelt und vermarktet werden sollen“, sagt IDM-Präsident Thomas Aichner. „Davon hängt auch ab, wie die Aufgaben zwischen IDM, den DME und den Tourismusverbänden künftig verteilt sein werden. Sind diese Entscheidungen getroffen, kann man über künftige Strukturen und Strategien reden.“

Die DME werden mit 1. Januar 2018 ihre Arbeit aufnehmen. Wer sie leiten wird, weiß man aber bereits innerhalb Ende Oktober. Vor wenigen Tagen wurden nämlich die Stellen für die drei DestinationsmanagerInnen ausgeschrieben. Das Auswahlverfahren wird in mehreren Phasen ablaufen, eine Kommission bestehend aus Vertretern der IDM und der Tourismusorganisationen wird die Manager auswählen. Aufgabe der Destinationsmanager wird es sein, gemeinsam mit dem IDM-Management die mehrjährigen Zielsetzungen und Strategien ihrer jeweiligen DME festzulegen und die im Strategieplan festgelegten Maßnahmen umzusetzen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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