Von: mk
Deutschnofen – Mit dem Spatenstich für die neue Wohnanlage „Haus Helena“ in Deutschnofen haben heute (Freitag, 22. Mai 2026) offiziell die Arbeiten für das erste Projekt begonnen, das nach dem neuen Modell für gemeinnützigen Mietwohnraum umgesetzt wird. Die Wohnanlage des Diözesaninstituts für den Unterhalt des Klerus (DIUK) umfasst 21 preisgedeckelte Mietwohnungen und soll einen konkreten Beitrag zum leistbaren Wohnen leisten.
„Leistbares Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit“, betonte Bischof Ivo Muser beim Spatenstich.
Bischof Muser: „Wohnen betrifft Würde und Lebensperspektiven“
„Wohnen betrifft nicht nur Preise und Quadratmeter, sondern Würde, Sicherheit und Lebensperspektiven vieler Menschen. Die Kirche kann die Wohnungsfrage nicht lösen, aber sie trägt Verantwortung dort, wo sie Möglichkeiten hat. Dieses Projekt ist ein konkreter Beitrag dazu.“
Landesrätin Mair: „Neues Kapitel in der Südtiroler Wohnbaupolitik“
Wohnbaulandesrätin Ulli Mair bezeichnete das Projekt als wichtigen Schritt für den gemeinnützigen Mietwohnraum in Südtirol. „Seit 20. Juni 2025 gilt die Wohnreform, am 1. Juli wurden die Durchführungsbestimmungen zum gemeinnützigen Wohnbau verabschiedet und bis Ende Oktober wurden die ersten Projekte eingereicht. Heute vollziehen wir gegen den ersten Spatenstich zu einem gemeinnützigen Mietwohnprojekt im Neubau in Deutschnofen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir heute ein neues Kapitel in der Südtiroler Wohnbaupolitik aufschlagen und dem Ziel des bezahlbaren Wohnraums näher kommen.“
21 preisgedeckelte Mietwohnungen
Die Wohnanlage „Haus Helena“ entsteht im Bereich Maarhof in Deutschnofen und wird vom DIUK als gemeinnütziger Träger errichtet. Vorgesehen sind 21 Wohnungen zu preisgedeckelten Mieten. Das Projekt gehört zu den ersten Vorhaben in Südtirol, die auf Grundlage der neuen gesetzlichen Bestimmungen für gemeinnützigen Mietwohnraum umgesetzt werden. Das Projekt sieht einen mehrgeschossigen Baukörper mit Tiefgarage und gemeinschaftlich orientierter Wohnstruktur vor.
Pilotprojekt mit Signalwirkung
Die DIUK-Vertreter Andreas Wenter und Andreas Mumelter sprachen von einem wichtigen Signal angesichts der zunehmenden Wohnungsnot in Südtirol. „Wir erleben seit Jahren, dass leistbarer Wohnraum für viele Menschen trotz Arbeit kaum mehr erreichbar ist. Gerade deshalb braucht es konkrete Projekte wie dieses. Dass wir nun eines der ersten Projekte dieser Art in Südtirol umsetzen können, freut uns besonders“, sagte DIUK-Direktor Mumelter. Gemeinnütziger Mietwohnraum müsse künftig „breiter mitgedacht und mitgeplant werden“. Im Rahmen der Feier segneten Bischof Ivo Muser und Pfarrer Roland Mair die Baustelle. Anschließend erfolgte gemeinsam mit dem Bürgermeister Bernhard Daum und den Ehrengästen der symbolische Spatenstich.
Das Projekt „Haus Helena“ versteht sich als Teil eines breiteren Engagements kirchlicher Einrichtungen im Bereich leistbares Wohnen. Beim Medienempfang der Diözese Bozen-Brixen zum Gedenktag des heiligen Franz von Sales im Jänner 2026 war die Wohnungsfrage bewusst als soziale Schlüsselfrage thematisiert worden. Dabei wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass diözesane Rechtsträger derzeit 547 Wohnungen verwalten und weitere Projekte im Bereich gemeinnütziger Mietwohnungen vorbereiten.




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